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Hänsel und Gretel

Märchenoper in drei Bildern von Engelbert Humperdinck (1854-1921) ab 8 Jahren
Nach der Dichtung von Adelheid Wette, basierend auf dem Märchen der Brüder Grimm

Musikalische Leitung Markus Poschner, Michael Richter, Fabio Luisi (20 Jan) Inszenierung Robert Carsen Bühnenbild und Kostüme Gideon Davey Lichtgestaltung Robert Carsen, Peter van Praet Choreinstudierung Janko Kastelic Choreografie Philippe Giraudeau Dramaturgie Fabio Dietsche
Peter, ein Besenbinder
Markus Brück (18, 22, 25 Nov / 23, 26, 30 Dez / 27 Jan / 17 Feb / 24 Mär / 25 Apr)
Ruben Drole (12, 13, 15 Dez / 18, 20 Jan / 20, 22 Apr)
Gertrud, sein Weib / Die Knusperhexe
Marina Prudenskaya (18, 22, 25 Nov / 23, 26, 30 Dez / 27 Jan / 17 Feb / 20, 22, 25 Apr)
Irène Friedli (12, 13, 15 Dez / 18, 20 Jan / 24 Mär)
Hänsel
Anna Stéphany (18, 22, 25 Nov / 23, 26, 30 Dez / 27 Jan / 17 Feb / 24 Mär / 20, 22 Apr)
Deniz Uzun (12, 13, 15 Dez / 18, 20 Jan / 25 Apr)
Gretel
Olga Kulchynska (18, 22, 25 Nov / 26, 30 Dez / 17 Feb / 24 Mär / 20, 22 Apr)
Sandra Hamaoui (12, 15, 23 Dez / 20, 27 Jan / 25 Apr)
Hamida Kristoffersen (13 Dez / 18 Jan)
Sandmännchen
Hamida Kristoffersen (18, 22, 25 Nov / 23, 30 Dez / 27 Jan / 17 Feb / 24 Mär / 20, 22 Apr)
Natalia Tanasii (12, 13, 15, 26 Dez / 18, 20 Jan / 25 Apr)
Taumännchen
Sen Guo (18, 22, 25 Nov / 15, 26, 30 Dez / 27 Jan / 17 Feb / 24 Mär / 20, 22, 25 Apr)
Yuliia Zasimova (12, 13, 23 Dez / 18, 20 Jan)
Tänzer
Pouria Abbasi
Michel Briand
Kemal Dempster
Ivan Larson
Henry Monsanto
Vida Peña
Oliver Pfulg
Brian Witschi

In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer 2 Std. 15 Min. inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 1 Std.
Einführungsmatinee am 4 Nov 2018.

Unterstützt durch      

Termine & Tickets

November 2018

So

18

Nov
17.00

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren, Premiere
Preise C: CHF 169 / 152 / 130 / 56 / 20 / 15

Do

22

Nov
19.00

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren
Preise C: CHF 169 / 152 / 130 / 56 / 20 / 15
Donnerstag-Abo A, Gute Laune-Abo

So

25

Nov
14.00

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren
Preise A: CHF 92 / 76 / 65 / 43 / 16 / 12

Dezember 2018

Mi

12

Dez
10.30

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren, geschlossene Schülervorstellung
Keine Tickets erhältlich

Do

13

Dez
10.30

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren, geschlossene Schülervorstellung
Keine Tickets erhältlich

Sa

15

Dez
11.00

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren
Preise K: CHF 60 / 50 / 40 / 30 / 20 / 15

So

23

Dez
11.00

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren
Preise A: CHF 92 / 76 / 65 / 43 / 16 / 12

Mi

26

Dez
14.00

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren
Preise A: CHF 92 / 76 / 65 / 43 / 16 / 12

So

30

Dez
14.00

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren
Preise A: CHF 92 / 76 / 65 / 43 / 16 / 12

Januar 2019

Fr

18

Jan
10.30

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren, geschlossene Schülervorstellung
Keine Tickets erhältlich

So

20

Jan
14.00

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren
Preise K: CHF 60 / 50 / 40 / 30 / 20 / 15

So

27

Jan
14.00

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren
Preise A: CHF 92 / 76 / 65 / 43 / 16 / 12

Februar 2019

So

17

Feb
14.00

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren
Preise A: CHF 92 / 76 / 65 / 43 / 16 / 12

März 2019

So

24

Mär
14.00

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren
Preise A: CHF 92 / 76 / 65 / 43 / 16 / 12

April 2019

Sa

20

Apr
19.00

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren
Preise C: CHF 169 / 152 / 130 / 56 / 20 / 15
Deutsche Oper-Abo, Wahl-Abo

Mo

22

Apr
14.00

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren
Preise A: CHF 92 / 76 / 65 / 43 / 16 / 12

Do

25

Apr
19.30

Hänsel und Gretel

Märchenoper von Engelbert Humperdinck ab 8 Jahren
Preise C: CHF 169 / 152 / 130 / 56 / 20 / 15
Donnerstag-Abo B

Gut zu wissen

Kurzgefasst

Hänsel und Gretel

Kurzgefasst

Hänsel und Gretel


Gespräch


Es geht um das Leben in sozialer Not

Der Regisseur Robert Carsen versetzt Humperdincks Märchenoper «Hänsel und Gretel» in die Weihnachtszeit. Dem harten Alltag der Kinder setzt er eine gefährlich verlockende Traumwelt entgegen.

Herr Carsen, Hänsel und Gretel ist eines der bekanntesten Märchen überhaupt. Im deutschsprachigen Raum kennen es die meisten Kinder in der Fassung der Brüder Grimm. Sind auch Sie seit der Kindheit damit vertraut?
Ja, die Märchen der Brüder Grimm sind in der gesamten westlichen Welt sehr verbreitet, auch in Kanada, wo ich auf­gewachsen bin. Die älteste Erinnerung, die ich an diese Geschichten habe, ist, dass sie mir jemand vorgelesen hat. Und da diese Zeit noch nicht vom Internet und Fernsehen geprägt war, machten diese Texte und die damit verbundenen Vorstellungen grossen Eindruck auf mich. Humperdincks Hänsel und Gretel war übrigens das erste Stück, das ich je auf einer Bühne gesehen habe – und auch eines der ersten Werke, die ich in einem professionellen Rahmen inszeniert habe. Aber ich bin froh, dass ich das Stück, das ich sehr schätze, nun aus einer neuen Perspektive noch einmal auf die Bühne bringen darf. Ich hoffe sehr, dass ich mein Handwerk heute besser beherrsche als damals...

Engelbert Humperdinck schuf mit Hänsel und Gretel die erste und gleichzeitig die erfolgreichste Märchenoper überhaupt. Das Werk wird traditionellerweise von Kindern und Erwachsenen besucht. Welche besonderen Anforderungen stellt diese Gattung an den Regisseur?
Die Gattung ist für mich nicht so entscheidend. Ich finde, dass man überhaupt für jedes Werk ein eigenes Universum kreieren muss. Bei Hänsel und Gretel ist es mir wichtig, die schwierige Situation deutlich zu machen, in der sich die beiden Geschwister und ihre Eltern befinden. Sie besitzen nichts: keine richtige Wohnung, kein Geld und nichts zu essen. In der Fassung der Brüder Grimm hören Hänsel und Gretel nachts, wie die Mutter dem Vater den Plan unterbreitet, die Kinder im Wald auszusetzen und sie verhungern zu lassen. Aber auch in Humperdincks Oper ist diese Not sehr greifbar. Schon die ersten Worte, die die Geschwister wechseln, zeigen deutlich, in welchem Elend sie stecken. Es ist mir wichtig, diese Situation realistisch auf die Bühne zu bringen. Sie soll den grösstmöglichen Gegensatz zu der albtraumhaften Welt der Knusperhexe bilden.

Ist dieser Gegensatz von krasser Armut und absolutem Überfluss das zentrale Thema dieser Oper?
Eines der wichtigen Themen, würde ich sagen. Hänsel und Gretel ist aber auch eine Geschichte über die Entwicklung zweier Kinder – über das Erwachsenwerden, wenn man so will: Am Anfang der Handlung machen die beiden Geschwister alles gemeinsam. Das zeigt auch die Musik von Humperdinck: die beiden Gesangslinien sind eng miteinander verzahnt, die Kinder fallen sich gegenseitig ins Wort oder sprechen für den anderen weiter. Wenn die Mutter die Kinder wütend aus dem Haus jagt, werden sie auf eine Reise ins Unbekannte geschickt und sind plötzlich auf sich allein gestellt. Und schliesslich werden sie sogar voneinander getrennt: Die Knusperhexe sperrt Hänsel ein, um ihn zu mästen. Um ihren Bruder zu befreien, muss Gretel eigenverantwortlich handeln. In dieser Hinsicht erinnert mich das Stück an Mozarts Zauberflöte, die man auch als Märchenoper verstehen kann. Hier wie dort geht es um grundlegende Fragen der menschlichen Entwicklung, wenn auch auf ganz unterschiedliche Weise. In der Zauberflöte geht es, meiner Meinung nach, darum, den Tod als etwas zu akzeptieren, was zum Leben gehört. In Hänsel und Gretel geht es hingegen um ganz existenzielle Ängste.

Diese Grausamkeit ist in Humperdincks Oper etwas abgemildert. Adelheid Wette, die Schwester des Komponisten, die massgeblich an der Textfassung beteiligt war, wollte damit bewirken, dass sich das Werk auch für Kinder eignet. Wird der Stoff dadurch verharmlost?
Ich glaube nicht, dass die Elemente des Naturverbundenen, des Beschützen­ den und des Fantasievollen, die in der Oper stärker hervorgehoben werden, grundsätzlich darüber hinwegtäuschen können, dass die Handlung eigentlich grausam ist. Auch deshalb ist es mir wichtig, die Geschichte nicht von Anfang an als eine Fantasiewelt zu erzählen, sondern zunächst eine Situation zu finden, die mit der Welt zusammenhängt, in der wir leben.

Ein Detail der Inszenierung dürfen wir hier vielleicht schon verraten: Das Zuhause von Hänsel und Gretel ist bei uns nicht eine Stube, sondern ein Wohnwagen. Wie ist das zu verstehen?
Der Wohnwagen bedeutet nicht etwa, dass es sich um Fahrende handelt. Wir wollen damit zeigen, dass diese Familie tatsächlich nicht einmal das Geld besitzt, um eine normale Miete zu zahlen. Stattdessen besetzt sie temporär einen Wohnraum, den sie so vorgefun­den hat. Es geht uns nicht darum, einen genau definierten Handlungsort nachzubilden, sondern einen allgemeinen Eindruck von einer Welt zu geben, in der ein Leben in Armut Realität ist. Es ist das Milieu der Vorstädte, und wir alle wissen, dass ärmliche Verhältnisse, vernachlässigte Kinder, Gewalt, Drogen und Alkoholismus – alles Themen, die bei Humperdinck vorkommen – Probleme sind, mit denen man dort all­täglich zu kämpfen hat. Ich finde es wichtig, diese Tatsachen in einem heuti­gen Kontext zu zeigen. Ein folkloristisches Spiel auf die Bühne zu bringen, wäre für mich nicht der richtige Weg.

Wie ist diese Vorstadtästhetik denn mit dem weiteren Verlauf der Handlung zu vereinbaren? Mit der unheimlichen Waldszene zum Beispiel, die tief in der Tradition der Romantik wurzelt?
Die Geschichte ist bei Humperdinck so angelegt, dass sie sich immer mehr in eine fantastische Erzählung verwandelt, in der die Erlebnisse, Ängste und Hoffnungen der beiden Kinder – verständlicherweise – übergross und unrealistisch werden. Es geht darum, diese Empfindungen erlebbar zu machen. Zwei Kinder, die sich draussen verlaufen haben, Hunger leiden und den Heim­weg nicht mehr finden, werden immer vom Gefühl des Unheimlichen befallen, egal an welchem Ort. Das romantische Gedankengut manifestiert sich in diesem Bild ausserdem in übernatürlichen Wesen wie dem Sand­ und dem Taumännchen, die ja nicht an einen bestimmten Ort gebunden sind. Sie erscheinen den Kindern in der grössten Verlorenheit und Einsamkeit. Ich mag diese poetischen Einfälle, die in Humperdincks Version des Märchens da­zugekommen sind. Sie erweitern unseren Horizont: denn wer weiss, ob da nicht jemand ist, wenn wir einschlafen und aufwachen… Wir wissen so wenig über unsere Welt…

Im dritten Bild der Oper stossen Hänsel und Gretel auf die Hexe Rosina Leckermaul, die sie mit Köstlichkeiten zu verlocken versucht…
Am Knusperhäuschen der Hexe finden die Kinder eine Welt vor, die genau dem Gegenteil dessen entspricht, das sie von zuhause kennen: Die leckersten Süssigkeiten sind hier in allem Überfluss vorhanden. Eine wichtige Referenz für unsere Inszenierung sind in diesem Zusammenhang das Weihnachtsfest und vor allem der ganze kommerzielle Rummel, der heute um dieses Fest herum betrieben wird. Humperdincks Hänsel und Gretel wird ohnehin oft mit Weihnachten in Verbindung gebracht und steht häufig zur Weihnachtszeit auf den Spielplänen. Ich denke, das hat damit zu tun, dass man sich in dieser Zeit besonders viele Gedanken über Armut und Reichtum macht – für die einen ist es ein Fest des Konsums, für andere ein sehr trauriger und einsamer Anlass. Hänsel und Gretel geraten in dieser Szene vom einen Extrem ins andere.

Was für die Kinder zunächst verlockend erscheint, birgt also auch eine Gefahr in sich?
Ja, ich denke, Märchen haben oft eine warnende Funktion. Sie zeigen, dass es im Leben viele Fallen gibt, in die man hineintreten kann. Wenn arme Kinder plötzlich alle Verlockungen der Welt vor sich haben und sich frei bedienen dürfen, wenn plötzlich alle Wünsche wahr werden, ist das natürlich mit einer Gefahr verbunden. Nicht umsonst hat Oscar Wilde gesagt: «Sei vorsichtig was du dir wünschst, du könntest es bekommen!»…

Hänsel und Gretel verfallen den Verlockungen der Hexe, die sich daraufhin als kinderfressendes Monster zu erkennen gibt. Diese Hexe hat in Humperdincks Oper die gleiche Stimmlage wie die Mutter der Kinder und wird in unserer Inszenierung von der gleichen Sängerin gesungen. Gibt es zwischen den beiden Figuren auch einen inhaltlichen Zusammenhang?
Die Hexe wird manchmal auch von einem Mann gesungen. Ich habe mich aber bewusst für die originale Stimmversion von Humperdinck entschieden, und zwar, weil ich glaube, dass die Kinder die bösen Eigenschaften ihrer Mutter in diese Kreatur projizieren. Aber die Kinder widerstehen den bösen Absichten der Hexe und können sich retten. Das hat wiederum mit ihrer inneren Entwicklung zu tun, über die ich bereits gesprochen habe: Gerade in dem Moment, in dem Hänsel und Gretel völlig auf sich allein gestellt sind, haben sie die Fähigkeit, das Böse aus eigenem Antrieb zu überwinden. Das Böse wird vernichtet, und das Märchen kann gut ausgehen. Aber über die Doppelexistenz der Mutter und der Hexe haben schon viele Interpreten gerätselt… Mich würde interessieren, wie die Kinder das sehen, die in die Oper kommen… Wir sollten sie fragen!

Glauben Sie, dass Kinder, die in Zürich in einem wohlhabenden Milieu aufgewachsen sind, sich empathisch in diese Geschichte über eine mausarme Familie einfühlen können oder ist ihnen das womöglich fremd?
Wenn man in einer Welt wie der unseren nicht in der Lage ist, ein Gefühl da­ für zu entwickeln, wie schlecht es anderen Menschen geht, dann fände ich das äusserst unsensibel. Gibt es denn in der Schweiz keine Armut?

Doch. Aber gerade in Zürich ist sie nicht an jeder Ecke wahrzunehmen.
Aber das bedeutet ja nicht, dass sie nicht in der Welt ist. Die Märchen der Brüder Grimm – die im 19. Jahrhundert auch in gutbürgerlichen Milieus gelesen wurden – sind ja gerade deshalb so wichtig, weil sie immer wieder grausame Themen wie Armut, Angst, Gewalt oder Mord behandeln und es dadurch schaffen, ein Bewusstsein für Themen zu schaffen, die man eigentlich lieber verschweigen und verdrängen würde.


Das Gespräch führte Fabio Dietsche.
Dieser Artikel ist erschienen in MAG 63, Oktober 2018.
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Gespräch


Warum Märchen grausam sind

Wenn Hänsel und Gretel sich im Wald verirren, passieren schlimme Dinge. So ist es in den Märchen der Brüder Grimm und auch in der «Hänsel und Gretel»-Oper von Engelbert Humperdinck, die am 18. November Premiere hat. Der deutsche Germanist Michael Maar hat die Grimm-Märchen genau gelesen und gibt Auskunft über seine Erkenntnisse.

Herr Maar, in Ihrem Buch Hexengewisper werfen Sie einen erhellenden Blick auf altbekannte Märchen. Wie ist es zu dieser Beschäftigung gekommen?
Eigentlich rein zufällig. Der mir befreundete Maler Nikolaus Heidelbach hat die Grimmschen Märchen auf geniale Weise illustriert. Anhand dieser Ausgabe habe ich die Märchen zum ersten Mal der Reihe nach gründlich gelesen. Dabei habe ich mich über die Rätselhaftigkeit dieser Texte gewundert und mich gefragt, was sie uns eigentlich erzählen wollen. Die Märchenforschung ist schon seit Jahrhunderten mit dieser Frage beschäftigt, und ich glaube nicht, dass man sie abschliessend beantworten kann. Trotzdem habe ich den Versuch unternommen, diese so vertrauten Texte neu zu befragen.

Warum ist in Ihrem Buch gerade das Märchen Hänsel und Gretel so prominent vertreten?
Dieses Märchen hat mich besonders interessiert, weil mir aufgefallen ist, dass seine erzählerischen Wurzeln in eine bestimmte historische Epoche zurückgehen könnten: nämlich in die Zeit des Dreissigjährigen Kriegs, der im 17. Jahrhundert stattgefunden hat und zu den grauenvollsten Kapiteln der europäischen Geschichte gehört. Diese These stimmt nicht unbedingt mit anderen Interpretationen überein: Das kürzlich erschienene, hervorragende Buch über Märchen von Michael Köhlmeier beginnt zum Beispiel mit dem Satz: «Märchen sind die Primzahlen der Literatur» – das heisst, sie sind nicht weiter ableitbar, sind in ihrer ganzen Rätselhaftigkeit einfach da. Damit hat er natürlich Recht. Trotzdem hat es mich damals interessiert, die ganz schlichten Fragen zu stellen. Und die Frage, warum die Hexe eigentlich Hänsel mästen und essen will, hat mich in die Zeit des 17. Jahrhunderts geführt.

Richtig bekannt geworden ist das Märchen Hänsel und Gretel erst im 19. Jahr­hundert, durch die Sammlung der Brüder Grimm...
In der Romantik begann man sich verstärkt für das Mittelalter und das Volksgut zu interessieren. Eines der ersten literarischen Zeugnisse dieser Beschäftigung ist die Sammlung Des Knaben Wunderhorn, in der Achim von Arnim und Clemens Brentano Volkslieder vom Mittelalter bis ins 18. Jahrhundert herausgaben. Auf die Anregung von Brentano hin haben Jacob und Wilhelm Grimm dann auch begonnen, sich mit den Märchen zu beschäftigen. Bis heute hält sich der Mythos – nicht in der Wissenschaft, aber zumindest landläufig – dass die Brüder Grimm ihre Märchen dem Volk abgelauscht und bloss aufgeschrieben hätten. Das stimmt so natürlich nicht. Ihre direkten Quellen sind heute teilweise bekannt, oft waren diese schon literarisch gewesen. In Frankreich gab es bereits die berühmte Märchensammlung von Charles Perrault, die durch Ludwig Tiecks Übersetzung auch in Deutschland gelesen wurde. Vor allem aber ist die Sprache der Brüder Grimm komplett erfunden: Die Formen, Floskeln und die rhetorischen Figuren, die uns aus ihren Märchen so vertraut sind, hat ihnen mit Sicherheit nicht das Dorfmädchen aufgesagt. Vielmehr gehören die beiden Brüder zu den grössten und wirkungsmächtigsten Sprachschöpfern der Romantik. Abgesehen von E. T. A. Hoffmann sind sie die einzigen deutschen Dichter dieser Epoche, die bis heute weltweit bekannt sind.

Und dennoch verstecken sich hinter dieser erfundenen Sprache Erzählungen, die historisch weit zurückführen...
Eine faszinierende Eigenschaft der Märchen ist ihre Wandlungsfähigkeit. Nicht nur bei den Grimms, sondern auch in späteren Jahrhunderten haben die Märchenstoffe zu literarischer Produktion angeregt. In meinem Buch habe ich unter anderem anhand der romantischen Kunstmärchen gezeigt, wie die Märchenstoffe jeweils den individuellen Bedürfnissen ihrer Autoren angepasst werden. Dem bedeutenden dänischen Märchenschöpfer Hans Christian Andersen hat zum Beispiel der Stoff der kleinen Meerjungfrau dazu gedient, über persönliche Lebensprobleme zu schreiben, die damals noch ein Tabu dargestellt haben. Die chiffrierte Form des Märchens hat es ihm erlaubt, Geheimnisse zu übermitteln, die sich aber nur dem Leser zeigten, der danach sucht. Alle anderen weinen einfach über das tragische Schicksal der kleinen Meerjungfrau. Aber auch in den grossen Romanen von Thomas Mann oder Marcel Proust und in vielen Filmen der letzten Jahrzehnte findet man Märchenmotive, die Rätselhaftes oder Geheimnisvolles in sich bergen. Das zeigt, dass diese Motive uralt und trotzdem unverwüstlich sind.

Wie sind Sie auf den Gedanken gekommen, dass sich in Hänsel und Gretel Motive aus dem Dreissigjährigen Krieg verstecken könnten?
Ich hatte mich damals gerade mit dieser Epoche der Geschichte beschäftigt. Bekanntlich war dieser unendlich lange, religiös motivierte Krieg einer der blutrünstigsten und grausamsten Konflikte, der in Europa je stattgefunden hat. Besonders zu erwähnen sind in unserem Kontext die Hexenverbrennungen und die qualvollen Hungersnöte, zu denen es damals gekommen ist. Wenn man diese Gedanken im Hinterkopf hat, liest man das Märchen von Hänsel und Gretel mit einem scharfen Blick auf die Frage: warum sollte die Hexe eigentlich Hänsel essen wollen?

Das Vorbild für die Hexe in Hänsel und Gretel wäre demnach ein Schicksal aus der Zeit der Hexenverbrennungen?
Der zeitliche Kontext würde das nahelegen. Wenn man meine Fragestellung weiterverfolgt, könnte man natürlich zu verschiedenen Theorien kommen. Man könnte auch sagen: Hexen schlachten Kinder, weil sie grausam sind. Man könnte dieses schreckliche Ansinnen der Hexe als böses satanisches Ritual verstehen, wie sie in der damaligen Zeit dem verbreiteten Irrglauben nach vorgekommen sind. Vermeintliche Hexen wurden ja deshalb verbrannt, weil man glaubte, dass sie mit dem Teufel paktieren und schwarze Messen abhalten, bei denen es auch zu Kindsopfern kam. Thomas Mann erzählt noch in seinem Zauberberg von solchen Ritualen: Mitten in einem Schneesturm, den Kältetod im Nacken, hat Hans Castorp dort eine Vision. Es erscheint ihm ein Tempel, in dem er zwei grässlichen Weibern dabei zusieht, wie sie ein kleines Kind zerreissen und verschlingen, dass die Knochen knacken und das Blut spritzt. Dann schreckt er aus seiner Vision auf.

Verbirgt sich ein Hexenritual hinter der Handlung von Hänsel und Gretel?
Wie das Beispiel von Thomas Mann zeigt, sind an solchen Ritualen ja meistens mehrere Hexen beteiligt. Ausserdem bleibt die grosse Frage bestehen, warum Hänsel denn überhaupt gemästet werden soll? Es scheint also nicht nur um ein Kindsopfer zu gehen. Mit dem schönen Erzähltrick, dass die Hexe immer wieder Hänsels Finger anfassen will, um zu sehen, ob er bereits ordentlich dick geworden sei, er ihr aber immer ein Knöchelchen hinhält, wird ja in diesem Märchen ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Hänsel zunächst gemästet werden muss. Es geht also offensichtlich doch um die Kalorien!

Die Hexe lebt aber doch im Überfluss und leidet gar nicht an Hunger …
Aber die Problematik des Hungers ist das grosse Thema am Beginn des Märchens: Die Mutter von Hänsel und Gretel spielt dort mit dem Gedanken, die Kinder im Wald auszusetzen, denn sonst müssten sie «alle vor Hunger sterben». Es sei denn … Und hier kommt ein schrecklicher Gedanke ins Spiel: Nämlich dass die Mutter den Kindern das antun könnte, was ihnen später von der Hexe droht. In diesem Moment setzt in dem Märchen eine Art Tarngeschichte ein, weil die wirkliche Geschichte zu grausam wäre. Das Schicksal, dem die Kinder bei der Hexe gerade noch entgehen können, hat in Wirklichkeit mit einer unaussprechlichen traumatischen Scheusslichkeit zu tun, die sich in der Zeit des Dreissigjährigen Kriegs tatsächlich zugetragen haben wird, nämlich Kindskannibalismus aus Hungersnot.

Das würde bedeuten, dass die Mutter der wahren Geschichte und die Hexe der Tarngeschichte die gleichen Absichten haben, also in gewisser Hinsicht identisch sind?
Es liegt für mich nahe, diese beiden Figuren als spiegelidentisch zu sehen. Es gibt in der Version der Brüder Grimm ein kleines sprachliches Indiz, das meine These stützt: Die Mutter weckt ihre Kinder am Anfang des Märchens mit dem Ruf «Wacht auf, ihr Faulenzer», und mit dem selben Wort wird Gretel auch von der Hexe geweckt. Ein weiteres kleines Detail, das oft überlesen wird, steht ganz am Ende des Märchens. Dort heisst es in einem Nebensatz, als Hänsel und Gretel glücklich zu ihrem Vater zurückkehren: «Aber die Mutter war gestorben». Meine Vermutung wäre, dass die Mutter genau in dem Moment gestorben ist, als die Hexe in den Ofen geschoben wurde… Wenn die beiden Figuren symbolisch identisch sind, dann kappt der Tod die beiden Lebensfäden mit einem einzigen Scherenschnitt.

In Engelbert Humperdincks Oper erscheint Hänsel und Gretel das Hexenhäuschen, als die letzten Nebelschwaden einer grossen Engelsvision sich lichten. Könnte dahinter ebenfalls der Gedanke einer «Tarngeschichte» stehen?
Wäre die Hexenszene dann nur eine Traumvision der Kinder? Auf diesen Gedanken bin ich beim Märchen der Brüder Grimm nie gekommen. Aber die Frage nach verschiedenen Fiktionsebenen stellt sich bei den Märchen eigentlich nicht, weil sie sehr flächenhaft und grundsätzlich oft unlogisch sind. In dieser Hinsicht trifft wieder Michael Köhlmeiers schöner Vergleich zu, dass Märchen aus logischer Sicht gleich schwer zu greifen sind wie Primzahlen. In der Theaterpraxis sind solche Fiktionsebenen natürlich von Bedeutung, aber das Märchen schert sich nicht darum.

Sie stellen Hänsel und Gretel in den Kontext eines tabuträchtigen Themas. Die Oper von Humperdinck verschleiert diese Grausamkeit – und doch ist sie nicht wegzudiskutieren. Warum müssen Märchen so grausam sein?
Dass viele Märchen so grausam sind, hat sicher mit ihrer Entstehungszeit zu tun. Das ist für mich ein weiteres Indiz, dass Hänsel und Gretel mit der Zeit des Dreissigjährigen Kriegs verbunden sein könnte. Grausamkeit hinterlässt immer Spuren in der Literatur, das wissen wir bereits aus den antiken Mythen. Jeder weiss: Am Schlimmsten ist das, worüber man nicht sprechen kann. Das ist die Definition des Tabus. Umgekehrt bedeutet dies aber auch, dass wir Formen brauchen, in denen man auf verschlüsselte Weise über das Schlimmste sprechen kann. In der Literatur sind diese Formen der Mythos und das Märchen. Die Tatsache, dass fast alle Märchen glücklich enden, ist ein wesentlicher Bestandteil dieser Chiffrierung. Am Ende ist dann alles gut: Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute.


Das Gespräch führte Fabio Dietsche.
Dieser Artikel ist erschienen in MAG 63, Oktober 2018.
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Meine Rolle


Steckt die Wahrheit im Suff?

Der Bariton Markus Brück über seine Rolle als Vater in der Märchenoper «Hänsel und Gretel» von Engelbert Humperdinck.

Peter, wie der Vater von Hänsel und Gretel in Humperdincks Märchenoper heisst, ist für mich eine zwiespältige Figur. Es kann einem ja nicht entgehen, dass er in seiner Auftrittsszene sturzbetrunken nachhause kommt. «Kümmel ist mein Leiblikör», singt er – Hochprozentiges scheint ihm besonders zu schmecken. Auch Gertrud, seiner Frau, fällt gleich auf, dass ihr Mann wieder getrunken hat. Sie ärgert sich darüber, denn der Familie geht es schlecht: das Geld fehlt, und der Hunger ist gross. Der Alkoholismus des Familienvaters ist auch musikalisch nicht zu überhören. Feinfühlig ist sein Auftrittslied ja nicht gerade. Der derbe Grundton, die vielen kurzen Schlenker nach oben, die wie Schluckauf oder Hickser klingen, und nicht zuletzt das Lallen sind typische Merkmale für den Gesang eines Betrunkenen. Leider habe ich das Gefühl, dass der bedenkliche Alkoholkonsum für Peter längst zur Gewohnheit, zur Sucht geworden ist: das bisschen Geld, das er verdient, wird gleich wieder zu Alkohol gemacht, die Ernährung seiner Familie steht an zweiter Stelle.

Besonders erfreulich ist es deshalb, dass er für einmal einen ganzen Korb voller Köstlichkeiten mitgebracht hat, Speck, Eier, Bohnen und sogar Kaffee! Daran zeigt sich, dass Peter doch auch eine fürsorgliche und liebevolle Seite haben kann. Als er erfährt, dass seine Frau wütend die Kinder aus dem Haus gejagt hat, damit sie Beeren sammeln, ist er darüber entsetzt.

Anders als in der Fassung der Brüder Grimm, ist Peter in der Oper von Humperdinck von Beruf nicht Holzhacker, sondern Besenbinder. In diesem Detail steckt eine kleine Pointe: Der Besen ist nicht nur der Gegenstand, mit dem Peter sein Geld verdient, sondern auch das Transportmittel, auf dem die Hexen durch die Luft reiten. Es ist ja eigenartig, dass der Vater sofort erkennt, dass seine Kinder in Gefahr sein könnten. Darüber haben wir in den Proben auch mit dem Regisseur Robert Carsen diskutiert. Peter scheint von den Hexen zu wissen, die draussen im Wald ihr Unwesen treiben und erwähnt im Text den Ilsenstein, den unheimlichen Ort, an dem sie zu finden sind. Aber keiner weiss, woher der Vater diese Ahnung hat... Ist es vielleicht der Suff, der ihm diese Klarheit bringt? Man sagt ja, Kinder und Betrunkene sprechen die Wahrheit aus.

Robert Carsen integriert die Doppeldeutigkeit des Besens jedenfalls sehr schön in seine Inszenierug: Als Peter mache ich die Mutter sozusagen ungewollt zur Hexe, indem ich ihr den Besen in die Hand drücke, wenn ich von der Knusperhexe zu fantasieren beginne. In unserer Inszenierung ist das ein besonders gelungener Moment, weil die Mutter und die Hexe ja tatsächlich von der gleichen Sängerin dargestellt werden. Es ist also, als ob der Vater hier beginnen würde, die Geschichte zu erzählen, die später wirklich stattfindet.

Danach kommt der Vater erst ganz am Ende der Oper wieder vor, die er, nachdem die Hexe verbrannt und die Familie wieder glücklich beisammen ist, mit den Worten beschliesst: «Wenn die Not aufs Höchste steigt, Gott, der Herr, die Hand uns reicht!» Das ist ein bisschen moralinsauer. Und ich frage mich, woher Peter diese Weisheit hat. Am eigenen Leib scheint er das ja bisher nicht erfahren zu haben... Andererseits zeigt sich daran gerade das naive Gottvertrauen, das dieser Vater hat.


Dieser Artikel ist erschienen in MAG 63, Oktober 2018.
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Für Kinder: Audio-Einführung zu «Hänsel und Gretel»

  1. Für Kinder: Audio-Einführung zu «Hänsel und Gretel»
    Speziell für unsere kleinen Besucher haben wir einen musikalischen Beitrag zur Märchenoper «Hänsel und Gretel» erstellt. Text und Redaktion: Fabio Dietsche, Sprecherin: Lisa Mattiuzzo, Schnitt: Alain Pauli. Es sind zu hören: Olga Kulchynska (Gretel), Anna Stéphany (Hänsel), Markus Brück (Peter), Marina Prudenskaya (Knusperhexe), Kinderchor, SoprAlti und ZOZ des Opernhauses Zürich und die Philharmonia Zürich unter der Leitung von Markus Poschner. (Dauer: 12 Minuten). Am Vorstellungstag findet keine Werkeinführung statt.

Für Erwachsene: Audio-Einführung zu «Hänsel und Gretel»

  1. Für Erwachsene: Audio-Einführung zu «Hänsel und Gretel»
    Unser Dramaturg Fabio Dietsche gibt einen Einblick in die Oper «Hänsel und Gretel» (Dauer: 9 Minuten). Am Vorstellungstag findet keine Werkeinführung statt.

Biografien


Fabio Luisi, Musikalische Leitung

Fabio Luisi

Fabio Luisi stammt aus Genua. Er ist Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich, Chefdirigent des Danish National Symphony Orchestra, Musikdirektor des Maggio Musicale Fiorentino und designierter Music Director des Dallas Symphony Orchestra ab 2020. Von 2011 bis 2017 war Fabio Luisi Principal Conductor der Metropolitan Opera in New York, zuvor Chefdirigent der Wiener Symphoniker (2005-2013), Generalmusikdirektor der Staatskapelle Dresden und der Sächsischen Staatsoper (2007-2010), Künstlerischer Direktor und Chefdirigent des MDR Sinfonieorchesters Leipzig (1999-2007) und Musikdirektor des Orchestre de la Suisse Romande (1997-2002), mit dem er zahlreiche CDs aufnahm (Poulenc, Respighi, Mahler, Liszt, eine Gesamtaufnahme der sinfonischen Werke von Arthur Honegger und Verdis Jérusalem und Alzira). Er ist Musikdirektor des «Festival della Valle d’Itria» in Martina Franca (Apulien) und Gastdirigent renommierter Klangkörper, darunter das Philadelphia Orchestra, das Cleveland Orchestra, das NHK Tokio, die Münchener Philharmoniker, die Filarmonica della Scala, das London Symphony Orchestra, das Concertgebouw Orkest Amsterdam, das Saito Kinen Orchester sowie zahlreiche namhafte Opernorchester. Bei den Salzburger Festspielen trat er mit Richard Strauss’ Die Liebe der Danae und Die Ägyptische Helena hervor. Zu seinen bedeutendsten Dirigaten am Opernhaus Zürich zählen bisher u.a. die Neuproduktionen von drei Bellini-Opern sowie Rigoletto, Fidelio, Wozzeck und Verdis Messa da Requiem. Wichtige CD-Aufnahmen sind Verdis Aroldo, Bellinis I puritani und I Capuleti e i Montecchi, sämtliche Sinfonien von Robert Schumann sowie Sinfonien und das Oratorium Das Buch mit sieben Siegeln des vergessenen österreichischen Komponisten Franz Schmidt. Ausserdem liegen verschiedene sinfonische Dichtungen von Richard Strauss und eine hochgelobte Aufnahme von Bruckners 9. Sinfonie mit der Staatskapelle Dresden vor. Für die Einspielungen von Siegfried und Götterdämmerung mit dem Orchester der Met erhielt er einen Grammy, 2013 wurde ihm der begehrte italienische Kritikerpreis Premio Franco Abbiati und 2014 der Grifo d’Oro der Stadt Genua verliehen. Er ist Träger des Bruckner-Ringes der Wiener Symphoniker sowie Kavalier der italienischen Republik. Im 2015 neu gegründeten Label «Philharmonia Records» der Philharmonia Zürich erschienen unter seiner Leitung bisher Werke von Berlioz, Wagner, Verdi, Rachmaninow, Bruckner, Rimski-Korsakow und Frank Martin sowie die DVDs zu Rigoletto (Regie: Tatjana Gürbaca), Wozzeck (Regie: Andreas Homoki), I Capuleti e i Montecchi (Regie: Christof Loy) und die Messa da Requiem (Regie/Choreografie: Christian Spuck).

Madama Butterfly30 Nov; 02, 08, 14 Dez 2018 Hänsel und Gretel20 Jan 2019 Le Grand Macabre07, 10, 13, 16, 21, 24 Feb; 02 Mär 2019 Beethoven / Schubert10 Feb 2019 Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019 Norma05, 08, 12, 15, 20 Jun 2019 Nabucco26, 29 Jun; 02, 05, 09, 12 Jul 2019 La forza del destino04, 07, 10, 13 Jul 2019 Beethoven14 Jul 2019


Markus Poschner, Musikalische Leitung

Markus Poschner

Markus Poschner, geboren in München, ist seit seiner Auszeichnung mit dem Deutschen Dirigentenpreis 2004 regelmässig bei den renommiertesten Orchestern zu Gast. Seit 2002 ist er Erster Gastdirigent des Deutschen Kammerorchesters Berlin und seit der Saison 2015/16 Chefdirigent des Orchestra della Svizzera italiana in Lugano. Seine neu erschienene und ungewöhnliche Einspielung sämtlicher Brahms-Symphonien wurde mit dem begehrten ICMA 2018 ausgezeichnet. 2017/18 trat er zudem die Nachfolge von Dennis Russel Davies als Chefdirigent des Brucknerorchester Linz, sowie als Opernchef am Landestheater Linz. Nach dem Studium in München und Assistenzen bei Sir Roger Norrington sowie Sir Colin Davis wirkte Poschner ab 2006 als Erster Kapellmeister an der Komischen Oper Berlin. 2007–2017 war er Generalmusikdirektor in Bremen, wo er 2010 zum Honorarprofessor am Institut für Musikwissenschaft ernannt wurde. Als Erster Gastdirigent der Dresdner Philharmoniker von 2010 bis 2014 erarbeitete Markus Poschner einen Zyklus sämtlicher Beethoven-Sinfonien. Gastdirigate führten ihn u.a. zur Staatskapelle Dresden, Staatskapelle Berlin, den Münchner Philharmonikern, den Bamberger Symphonikern, zu sämtlichen Rundfunk-Symphonieorchestern, den Wiener Symphonikern, dem Orchestre National de France und zum NHK Symphony Orchestra sowie an die Komische Oper Berlin und die Opernhäuser von Hamburg, Köln, Stuttgart und Frankfurt. Mit der Staatsoper Berlin, wo Markus Poschner 2014 mit der Neuproduktion des Wagner/Jelinek- Abends Rein Gold debütierte, verbindet ihn inzwischen eine enge künstlerische Partnerschaft. Seither dirigierte er dort Tosca, Die Zau­berflöte und Der fliegende Holländer. Am Opernhaus Zürich dirigierte er zuletzt Fidelio und Der fliegende Holländer.

Hänsel und Gretel22, 25 Nov; 23, 26, 30 Dez 2018; 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22, 25 Apr 2019


Michael Richter, Musikalische Leitung

Michael Richter

Michael Richter wurde in Wien geboren und studierte Orchesterdirigieren bei Leopold Hager sowie Korrepetition bei Konrad Leitner an der dortigen Universität für Musik und Darstellende Kunst. 2000-2003 war er als Solokorrepetitor mit Dirigierverpflichtung am Badischen Staatstheater Karlsruhe engagiert und dirigierte dort u.a. Aufführungen von Le nozze di Figaro, Die Fledermaus und Prokofjews Romeo und Julia. Seit 2003 ist Michael Richter am Opernhaus Zürich engagiert, zunächst als Solokorrepetitor, seit 2012 als Studienleiter. Er hat mit namhaften Dirigenten wie Franz Welser-Möst, Ingo Metzmacher, Fabio Luisi und Heinz Holliger sowie mit Sängern wie Neil Shicoff, Jonas Kaufmann und Peter Seiffert zusammengearbeitet, Konzerte als Pianist und Dirigent in verschiedenen Ländern Europas gegeben und für die Salzburger Festspiele wie auch das Lucerne Festival gearbeitet. 2017/18 dirigierte er die Uraufführung von Xavier Dayers Der Traum von Dir auf der Studiobühne des Opernhauses Zürich.

Hänsel und Gretel12, 13, 15 Dez 2018; 18 Jan 2019


Robert Carsen, Inszenierung

Robert Carsen

Robert Carsen, geboren in Kanada, absolvierte eine Ausbildung als Schauspieler an der York University in Toronto und an der Bristol Old Vic Theatre School. Sein Debüt als Regisseur gab er beim Glyndebourne Festival. Erste Erfolge hatte er Mitte der achtziger Jahre an den Opernhäusern in Genf und anschliessend Paris, wo Intendant Hugues Gall ihn förderte. International Furore machten Anfang der neunziger Jahre seine Puccini- und Janáček-Zyklen in Antwerpen. Es folgten Arbeiten an allen grossen Bühnen der Welt. Seine Opernproduktionen umfassen Dialogues des Carmélites (Amsterdam, La Scala, Royal Opera, Wien, Madrid u.a.), A Midsummer Night’s Dream (Aix), Rusalka, Capriccio, Tannhäuser u. a. (Paris), Don Giovanni (Mailand), Falstaff, Der Rosenkavalier (Royal Opera, Metropolitan Opera u.a.), The Turn of the Screw, Platée, Agrippina, Wozzeck (Theater an der Wien), Rinaldo, L’incoronazione di Poppea (Glyndebourne), La traviata (Venedig), Der Ring des Nibelungen (Köln, Shanghai, Barcelona u. a.). Zudem inszeniert er Theater und Musicals: My Fair Lady, Singin’ in the Rain (Théâtre du Châtelet, Mariinsky Theatre, Chicago u.a.) und wirkte als Kurator und Szenograph für Ausstellungen u.a. im Grand Palais, im Musée d’Orsay sowie an der École Supérieure des Beaux Arts in Paris. 2017/18 gab er mit Shakepeares Der Sturm sein Debüt an der Comédie Française. Für Les Bouffes du Nord, ebenfalls in Paris, brachte er John Gay’s The Beggar’s Opera auf die Bühne. Zuletzt inszenierte er Die tote Stadt an der Komischen Oper Berlin. Am Opernhaus Zürich inszenierte er Lucia di Lammermoor, Tosca, Semele und zuletzt Pique Dame.

Hänsel und Gretel22, 25 Nov; 12, 13, 15, 23, 26, 30 Dez 2018; 18, 20, 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22, 25 Apr 2019 Semele02, 04, 06, 08 Jan 2019


Gideon Davey, Bühnenbild und Kostüme

Gideon Davey

Gideon Davey, geboren in Bristol, ist Kostüm- und Bühnenbildner für Theater, Film und Fernsehen. Enge Zusammenarbeiten verbinden ihn mit den Regisseuren David Alden und Robert Carsen. Zudem wirkte er u.a. in Produktionsteams unter Andreas Homoki, Jetske Mijnssen, Floris Visser, Stephen Lawless und Jasmina Hadziahmetovic mit. Seine Kostüme für David Aldens Inzenierung von Il ritorno d’Ulisse in patria am Royal Danish Theatre in Oslo brachten ihm die Auszeichnung «Kostümbildner des Jahres 2005» der Zeitschrift Opernwelt ein. Zu Gideon Daveys jüngsten Arbeiten gehören Wozzeck, Agrippina und Platée am Theater an der Wien mit Robert Carsen, Luisa Miller an der Staatsoper Hamburg mit Andreas Homoki, Semele bei den Händel-Festspielen Karlsruhe mit Floris Visser, Alfredo Catalanis Loreley am Theater St. Gallen und Pique Dame an der English National Opera mit David Alden sowie Luigi Rossis Orfeo an der Opéra national de Lorraine mit Jetske Mijnssen. Am Opernhaus Zürich entwarf er bisher Kostümbilder für Das Gespenst von Canterville, Robin Hood und sowohl Bühne wie Kostüme für Der Zauberer von Oz. Die Spielzeit 2017/18 begann er mit Eugen Onegin an der Oper Graz (Regie: Jetske Mijnssen), am Opernhaus Zürich wirkte er in den zwei Neuproduktionen Idomeneo (Bühne) und Maria Stuarda (Bühne und Kostüme) mit und entwarf die Kostüme für Lohengrin (Regie: David Alden ) am Royal Opera House London.

Hippolyte et Aricie22, 24, 30 Mai; 02, 07, 14 Jun 2019 Hänsel und Gretel22, 25 Nov; 12, 13, 15, 23, 26, 30 Dez 2018; 18, 20, 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22, 25 Apr 2019


Peter van Praet, Lichtgestaltung

Peter van Praet

Peter van Praet stammt aus Belgien. Mit Robert Carsen verbindet den Lichtdesigner eine langjährige Zusammenarbeit, so entstanden mit ihm Arbeiten wie Jenůfa, Katja Kabanowa und Battisellis Richard III an der Vlaamse Opera, Rusalka und Capriccio an der Pariser Opéra, Fidelio in Amsterdam und Florenz, Tosca in Barcelona, Der Rosenkavalier bei den Salzburger Festspielen, The Turn of the Screw am Theater an der Wien, Rinaldo am Glyndebourne Festival, Candide an der Scala in Mailand und Iphigénie en Tauride sowie Falstaff und Der Rosenkavalier am Royal Opera House in London. Er arbeitet zudem regelmässig als Lichtdesigner für die Theatergruppe «La Fura dels Baus» mit der er u.a. Der Ring des Nibelungen und Le Grand Macabre erarbeitete.

Hänsel und Gretel22, 25 Nov; 12, 13, 15, 23, 26, 30 Dez 2018; 18, 20, 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22, 25 Apr 2019 Semele02, 04, 06, 08 Jan 2019


Janko Kastelic, Choreinstudierung

Janko Kastelic

Janko Kastelic ist seit Mai 2017 als Nachfolger von Jürg Hämmerli Chordirektor am Opernhaus Zürich. Der slowenisch-kanadische Pianist, Organist und Dirigent, studierte Komposition, Dirigieren und Musiktheorie an der University of Toronto, Faculty of Music. Nach seinem Studium zog es Janko Kastelic nach Europa, wo er unter anderem an der Pariser Opéra National als Korrepetitor und an der Wiener Staatsoper als Korrepetitor, zweiter Chordirektor und stellvertretender Leiter der Opernschule tätig war. Von 2008 bis 2011 war er Generalmusikdirektor und Operndirektor des Slowenischen Nationaltheaters Maribor. 2011 kehrte er nach Wien zurück, wo er an der Wiener Staatsoper die musikalische Leitung der Kinderopern Aladdin und die Wunderlampe und Die Feen übernahm. Von 2012 bis 2013 war er Gastchordirektor an der Staatsoper Hamburg und seit 2013 ist er künstlerischer Leiter des von ihm mitbegründeten CULTUREpoint Piran. 2015-17 war er an der Kammeroper des Theaters an der Wien als Studienleiter tätig. Ebenfalls seit 2015 ist er Kapellmeister der Wiener Hofmusikkapelle. Janko Kastelic hat sich als freischaffender Dirigent, Korrepetitor und Komponist neben der barocken Musik ebenfalls der modernen Musik gewidmet. Sein vielseitiges musikalisches Schaffen umfasst neben zahlreichen Arrangements auch Kompositionen von Pop- und Filmmusik sowie Solo- und Kammermusik. Es ist ihm ein Anliegen, junges Publikum für Musik zu begeistern und die Liebe zur Musik an die nächste Generation weiterzugeben.

Sweeney Todd13, 16, 21, 23, 28, 30 Dez 2018; 02, 05, 11 Jan 2019 Die Gezeichneten26 Sep; 02, 09, 12, 17, 20, 23 Okt 2018 Die Entführung aus dem Serail26, 28 Okt; 03 Nov 2018 Hänsel und Gretel22, 25 Nov; 12, 13, 15, 23, 26, 30 Dez 2018; 18, 20, 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22, 25 Apr 2019 Les Pêcheurs de perles22 Dez 2018; 26, 29 Jan; 01 Feb 2019 Rigoletto20, 23, 30 Jan; 06, 09 Feb 2019 Lucia di Lammermoor26, 28 Feb; 05, 10, 14, 19 Mär 2019 Hippolyte et Aricie22, 24, 30 Mai; 02, 07, 14 Jun 2019 Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019 Nabucco26, 29 Jun; 02, 05, 09, 12 Jul 2019 La forza del destino04, 07, 10, 13 Jul 2019 Elektra11, 14 Jul 2019


Philippe Giraudeau, Choreografie

Philippe Giraudeau

Philippe Giraudeau studierte Tanz in seiner Heimatstadt La Rochelle und war als Tänzer in Frankreich tätig, bevor er dem London Contemporary Dance Theatre und der Second Stride Dance Company beitrat. 1988 gewann er den London Dance and Performance Award. Zu seinen Arbeiten als Choreograf in Opernproduktionen zählen u. a. Ein Sommernachtstraum und Die lustige Witwe für die Metropolitan Opera New York, Aus einem Totenhaus und Boris Godunow für die English National Opera und Der fliegende Holländer für Covent Garden. Während seiner langjährigen Zusammenarbeit mit Robert Carsen choreografierte Philippe Giraudeau Semele, Das schlaue Füchslein und Katja Kabanowa an der Vlaamse Opera, Dialogues des Carmélites und Don Giovanni für die Scala, Les Contes d’Hoffmann, Alcina und Rusalka an der Opéra in Paris, Der Rosenkavalier in Salzburg, La traviata für La Fenice, Elektra in Tokyo, Manon Lescaut in Wien, Iphigénie en Tauride in Chicago, Salome in Turin, Rinaldo für Glyndebourne, Die Liebe zu den drei Orangen an der Deutschen Oper in Berlin, Rigoletto in Aix-en-Provence, Aus einem Totenhaus in Strassburg und Il trovatore für die Bregenzer Festspiele. Ausserdem zeichnet Philippe Giraudeau verantwortlich für Choreografien in Opernproduktionen von Richard Jones, Antony McDonald, Stephen Langridge, John Fuljames, Tim Albery und Annabel Arden.

Hänsel und Gretel22, 25 Nov; 12, 13, 15, 23, 26, 30 Dez 2018; 18, 20, 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22, 25 Apr 2019


Ruben Drole, Peter, ein Besenbinder

Ruben Drole

Ruben Drole stammt aus Winterthur und studierte an der Musikhochschule Zürich bei Jane Thorner Mengedoht. 2004 wurde er ins Internationale Opernstudio und 2005 ins Ensemble des Opernhauses Zürich aufgenommen, wo er u.a. als Lucio Cinna (J.C. Bachs Lucio Silla), Haly (L’italiana in Algeri), Argante (Rinaldo), Wurm (Luisa Miller) und als Papageno in der von Nikolaus Harnoncourt geleiteten Zauberflöte zu erleben war. Als Papageno hat er auch kürzlich sein Debüt an der Semperoper Dresden gegeben. Weitere Projekte mit Harnoncourt waren u.a. Kezal (Die verkaufte Braut) bei der Styriarte Graz, Beethovens Christus am Ölberg in Wien und Luzern, Haydns Schöpfung bei der Styriarte Graz, eine Japan-Tournee (Mozarts Requiem und Händels Messiah) sowie Leporello (Don Giovanni) am Theater an der Wien. Im Zürcher Zyklus der Mozart/Da Ponte-Opern von Sven-Eric Bechtolf und Franz Welser-Möst wirkte er als Guglielmo (Così fan tutte), Figaro (Le nozze di Figaro) und Leporello (Don Giovanni) mit. Dieselben Partien interpretierte er unter Welser-Möst auch beim Cleveland Orchestra. 2006 gastierte er als Haly in Aix-en-Provence. Bei den Salzburger Festspielen 2012 sang er den Achilla (Giulio Cesare) und trat dort 2013 in Haydns Il ritorno di Tobia und in Walter Braunfels’ Szenen aus dem Leben der Heiligen Johanna auf. Auf dem Konzertpodium ist er u.a. unter Ton Koopman, Nikolaus Harnoncourt und Emmanuelle Haïm aufgetreten. In Zürich war er zuletzt als Graf Robinson (Il matrimonio segreto), Lord Rochefort (Anna Bolena), Papageno, in den Titelrollen von Le nozze di Figaro sowie Das verzauberte Schwein und als Alaskawolfjoe in Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny zu sehen.

Die Gezeichneten26 Sep; 02, 09, 12, 17, 20, 23 Okt 2018 Hänsel und Gretel12, 13, 15 Dez 2018; 18, 20 Jan; 20, 22 Apr 2019 Tannhäuser27, 31 Mär; 05 Apr 2019 La forza del destino04, 07, 10, 13 Jul 2019


Markus Brück, Peter, ein Besenbinder

Markus Brück

Markus Brück begann seine Karriere nach Studien bei Alejandro Ramirez und Kurt Moll 1995 am Theater der Stadt Hagen. 2001 wurde er Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin, wo er bisher u.a. als Figaro, Chorèbe (Les Troyens), Almaviva, Valentin, Posa, Renato, Marcello, Giorgio Germont, Rigoletto, Wolfram, Balstrode, Leander (Die Liebe zu den drei Orangen), Wotan, Beckmesser, Musiklehrer (Ariadne auf Naxos), Faninal (Rosenkavalier), Peter (Hänsel und Gretel), Fritz (Die tote Stadt), Maurice (Marie Victoire), Egisto (Cassandra), Escamillo (Carmen), Marcello (La bohème) und Michonnet (Adriana Lecouvreur) zu erleben war. Seit 2011 trägt Markus Brück den Titel «Kammersänger der Deutschen Oper». Auch international ist er ein gefragter Vertreter des deutschen, französischen und italienischen Fachs. Gastengagements führten ihn etwa zu den Bregenzer, den Bayreuther und den Salzburger Festspielen, an die Ruhrtriennale in Bochum, an die Staatsopern Hamburg, München und Berlin, die Pariser Bastille, Semperoper Dresden, Theater Basel, Mailänder Scala, Liceu Barcelona und an das New National Theatre in Tokyo. Sein US-Debüt gab Markus Brück in Seattle als Donner (Das Rheingold) und Gunther (Götterdämmerung). Höhepunkte der letzten Spielzeiten waren u.a. sein Debut an der Metropolitan Opera in der Neuproduktion von Der Rosenkavalier als Faninal, die Rollendebüts als Nelusco in Vasco da Gama und als Amonasro in Aida an der Deutschen Oper Berlin sowie sein Debüt am Opernhaus Zürich als Macbeth. In der Spielzeit 2017/18 sang er zudem Rigoletto an der Bayerischen Staatsoper und Saul am Glyndebourne Festival. Seine rege Konzerttätigkeit führte den Künstler u.a. zu den Berliner Philharmonikern, dem BBC Scottish Symphony Orchestra und dem Philharmonischen Staatsorchester Hamburg. Seit 2014 lehrt Markus Brück an der Universität der Künste in Berlin.

Macbeth30 Sep; 07, 14, 19 Okt 2018 Hänsel und Gretel22, 25 Nov; 23, 26, 30 Dez 2018; 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 25 Apr 2019


Marina Prudenskaya, Gertrud, sein Weib / Die Knusperhexe

Marina Prudenskaya

Marina Prudenskaya wurde in St. Petersburg geboren. Im Anschluss an ihr Gesangstudium hatte sie ihr erstes Engagement am Stanislawskij-Opernhaus in Moskau. 2005-2007 war sie Ensemblemitglied der Deutschen Oper Berlin und 2007 bis 2013 Ensemblemitglied der Oper Stuttgart, wo sie u.a. als Octavian (Der Rosenkavalier), Amneris (Aida), Adalgisa (Norma), Brangäne (Tristan und Isolde) sowie als Waltraute (Götterdämmerung) zu hören war. Schwerpunkte ihres heutigen Repertoires sind die Werke von Richard Wagner und Giuseppe Verdi. 2006 gab sie ihr Debüt bei den Bayreuther Festspielen als Flosshilde (Der Ring des Nibelungen) unter Christian Thielemann. 2010 debütierte sie in Das Rheingold unter Daniel Barenboim an der Mailänder Scala. Im gleichen Jahr gab sie ihr Debüt bei den Berliner Philharmonikern mit Verdis Messa da Requiem unter Mariss Jansons. Als Konzertsängerin arbeitet sie regelmässig mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, den Berliner Philharmonikern und dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks zusammen. Seit 2013 ist sie Ensemblemitglied der Staatsoper Unter den Linden und sang dort u.a. Azucena (Il trovatore), Venus (Tannhäuser), Komponist (Ariadne auf Naxos), Ulrica (Un ballo in maschera) und Ljubascha (Die Zarenbraut). Zu ihren jüngeren Projekten zählen neben ihren zahlreichen Auftritten an der Staatsoper Berlin u. a. Konzerte wie Beethovens Missa solemnis unter Sebastian Weigle, Beethovens 9. Sinfonie in Montpellier unter Christian Arming sowie das Verdi-Requiem mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin unter Marek Janowski. Zudem gastierte sie als Amneris (Aida) in Valencia, Madrid und Washington, gab ihr Debüt am Royal Opera House Covent Garden als Azucena (Il trovatore), und war in Zürich als Eboli in Don Carlos und im Sommer 2018 als Fricka in Die Walküre bei den Bayreuther Festspielen zu erleben.

Hänsel und Gretel22, 25 Nov; 23, 26, 30 Dez 2018; 27 Jan; 17 Feb; 20, 22, 25 Apr 2019


Irène Friedli, Gertrud, sein Weib / Die Knusperhexe

Irène Friedli

Irène Friedli, Alt, ist in Räuchlisberg, Schweiz, aufgewachsen. Sie studierte an der Musikakademie in Basel, wo sie mit dem Solistendiplom abschloss. Sie ergänzte ihre Studien in der Interpretationsklasse von Dietrich Fischer-Dieskau in Berlin, nahm an Meisterkursen von Brigitte Fassbaender teil und bildete sich bei Helen Keller weiter. Sie gewann zahlreiche Preise bei internationalen Liedwettbewerben. Seit 1994/95 ist sie Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich, wo sie u.a. als Suzuki, 2. und 3. Zauberflöten-Dame, Mercédès, Titelheldin in Ravels Kind und die Zauberwelt, Elsbeth in Schlafes Bruder (UA), Lily in Harley (UA), Tisbe (La cenerentola), Annina und Flora (La traviata), Flosshilde (Rheingold, Götterdämmerung), Polina, Hänsel, Marcellina (Le nozze di Figaro), Emilia (Otello) und Lucia (Cavalleria rusticana) zu hören war. 2012 gastierte Irène Friedli an der Opéra Bastille in Paris. Am Opernhaus Zürich war sie in letzter Zeit u.a. als Olga in Peter Eötvös’ Drei Schwestern, als Marthe in Gounods Faust, als Margret (Wozzeck), als Lovis in Ronja Räubertochter von Jörn Arnecke, als Tasse und als Libelle in L’Enfant et les sortilèges, als 6. Blumenmädchen und Stimme aus der Höhe in Parsifal und als Mercédès in Carmen zu hören.

Hänsel und Gretel12, 13, 15 Dez 2018; 18, 20 Jan; 24 Mär 2019 Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019 Norma05, 08, 12, 15, 20 Jun 2019 Elektra11, 14 Jul 2019 Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse23, 26, 29 Sep; 03 Okt; 05, 14, 18, 19, 20, 22, 23 Dez 2018; 12 Jan 2019


Deniz Uzun, Hänsel

Deniz Uzun

Deniz Uzun stammt aus Mannheim. Sie studierte Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in ihrer Heimatstadt sowie an der Jacobs School of Music der Indiana University in Bloomington/USA. Sie war u.a. Stipendiatin der Georgina Joshi Graduate Fellowship und der Liedakademie des Internationalen Musikfestivals Heidelberger Frühling. 2013 gastierte sie bei den Osterfestspielen Baden-Baden mit der Partie der Armelinde (Cendrillon), zudem sang sie Isabella (L’italiana in Algeri) und Ruggiero (Alcina) an der Indiana-University Opera sowie Annina (La traviata) im Festspielhaus Baden-Baden (Regie: Rolando Villazón). In der Spielzeit 2015/16 war Deniz Uzun Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper, wo sie u.a. als Kammerzofe Emilias (Die Sache Makropulos), Junge Nonne (Der feurige Engel), Sandmännchen/Echo II (Hänsel und Gretel) und Florence Pike (Albert Herring) zu erleben war. Seit Beginn der Spielzeit 2016/17 ist Deniz Uzun Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich. Hier war sie bisher als Jacob in der Kinderoper Gold!, als Sonetka (Lady Macbeth von Mzensk), Alisa (Lucia di Lammermoor), Page (Salome), in den Titelpartien von Jörn Arneckes Ronja Räubertochter und Ravels L’Enfant et les sortilèges, als Lucilla in La scala di seta sowie mit russischen und georgischen Liedern in dem Ballett Anna Karenina zu hören. Gastengagements führten sie u.a. zurück nach Baden-Baden, wo sie Isabella in einer Kinderfassung von L’italiana in Algeri sang, und zu den Münchner Opernfestspielen als Alisa.

La verità in cimento28, 30 Sep; 04 Okt 2018 Hänsel und Gretel12, 13, 15 Dez 2018; 18, 20 Jan; 25 Apr 2019 Semele02, 04, 06, 08 Jan 2019 Manon10, 13, 18, 22, 26 Apr; 04, 12, 15 Mai 2019 Elektra11, 14 Jul 2019


Anna Stéphany, Hänsel

Anna Stéphany

Anna Stéphany ist englisch-französischer Herkunft. Sie studierte am King’s College London, an der Guildhall School of Music & Drama und am National Opera Studio, gewann den Kathleen Ferrier Award sowie die Guildhall Gold Medal und vertrat England 2009 beim Wettbewerb «BBC Cardiff Singer of the World». Bisher sang sie u.a. Octavian (Der Rosenkavalier) am Bolschoi-Theater, an der Königlichen Oper Stockholm und in Covent Garden, Annio (La clemenza di Tito) in Aix-en-Provence und an der Bayerischen Staatsoper, Rosina (Il barbiere di Siviglia) am Théâtre du Châtelet, die Titelrolle in Charpentiers Medée am Chicago Opera Theater, La donna del lago in Covent Garden, La Musica/Speranza (L’Orfeo) in München und die Titelpartie in Händels Serse in einer CD-Einspielung mit der Early Opera Company unter Christian Curnyn. Im Sommer 2017 debütierte sie in Glyndebourne als Sesto in Mozarts La clemenza di Tito. Konzerte gab sie u.a. mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment und William Christie, dem Balthasar Neumann Ensemble und Thomas Hengelbrock, dem Orchestra La Scintilla und Laurence Cummings sowie mit dem Londoner Philharmonia Orchestra und Esa-Pekka Salonen. 2012–2015 gehörte Anna Stéphany zum Ensemble des Opernhauses Zürich und war hier als Cherubino (Le nozze di Figaro), Dorabella (Così fan tutte), Siébel (Faust), La Muse/Nicklausse (Les Contes d’Hoffmann) und Minerva (Il ritorno d’Ulisse in patria) sowie in jüngerer Zeit als Venus (King Arthur), Sesto (La clemenza di Tito), Romeo (I Capuleti e i Montecchi), Charlotte in Massenets Werther und als Idamante in Idomeneo zu erleben.

Liederabend Anna Stéphany24 Sep 2018 Hänsel und Gretel22, 25 Nov; 23, 26, 30 Dez 2018; 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22 Apr 2019 Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019


Sandra Hamaoui, Gretel

Sandra Hamaoui

Sandra Hamaoui, französisch-amerikanische Sopranistin, studierte am Konservatorium San Francisco und an der Juilliard School of Music in New York. Sie ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe; u.a. war sie Finalistin bei den Metropolitan Opera National Council Auditions und gewann jeweils den ersten Preis bei den New England Regional Finals, beim West Bay Opera Leage Wettbewerb und beim Mary Trueman Gesangswettbewerb. Zudem war sie Stipendiatin der Opera Foundation, der Schuyler Foundation und vom Henry & Maria Holt Memorial Fund. Noch während ihrer Studienzeit sang sie die Titelpartie von Gounods Roméo et Juliette mit dem Canadian Vocal Arts Institute und Adina in L’Elisir d’amore mit dem San Francisco Conservatory of Music am Kennedy Center. In der Spielzeit 2017/18 war sie Mitglied des Ensembles der Deutschen Oper Berlin, wo sie u.a. Annina (La traviata), Ninetta (Die Liebe zu den drei Orangen), Die Vertraute (Elektra) und Pamina sang. Im Sommer 2018 gastierte sie am Verbier Festival und war dort in Adriana Lecouvreur und in Rigoletto zu hören.

Hänsel und Gretel12, 15, 23 Dez 2018; 20, 27 Jan; 25 Apr 2019


Olga Kulchynska, Gretel

Olga Kulchynska

Olga Kulchynska wurde in Riwne (Ukraine) geboren. Sie studierte an der Tschaikowsky Musikakademie in Kiew bei Maria Stefiuk. Im dortigen Opernstudio sang sie Giannetta (L’elisir d’amore) und Contessa (Le nozze di Figaro). Olga Kulchynska ist Absolventin mehrerer Meisterkurse und Preisträgerin verschiedener internationaler Wettbewerbe, u.a. des interna­tio­nalen Hans-Gabor-Belvedere-Gesangswettbewerbs. 2015 gewann sie den renommierten Gesangswettbewerb Francesco Viñas in Barce­lo­na. In der Spielzeit 2013/14 war sie Mitglied beim Young Artist Program des Bolschoi-Theaters und debütierte 2014 am Bolschoi-Theater als Marfa in der Neuproduktion von Rimsky-Korsakows Die Zarenbraut. Im Rahmen einer Tournee sang sie die Produktion auch in kon­zer­tanten Aufführungen am Theater an der Wien und in der Avery Fisher Hall (Lincoln Center Festival). Als Ensemblemitglied ist sie am Bolschoi-Theater ab 2014 u.a. als Musetta (La bohème), Susanna (Le nozze di Figaro) und Gilda (Rigoletto) aufgetreten. Ebenfalls als Musetta war sie am Gran Teatre del Liceu in Barcelona und in Amsterdam zu hören. Am Opernhaus Zürich, wo sie seit der Spielzeit 2018/19 zum Ensemble gehört, war sie bisher als Giulietta (I Capuleti e i Montecchi), Adina (L’elisir d’amore) und Zerlina (Don Giovanni) zu sehen. In der Spielzeit 2017/18 debütierte sie als Rosina an der Opéra Bastille, als Susanna an der Bayerischen Staatsoper, in Rom als Musetta und beim Festival Castell de Peralada als Pamina.

Hänsel und Gretel22, 25 Nov; 26, 30 Dez 2018; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22 Apr 2019 Les Pêcheurs de perles22 Dez 2018; 26, 29 Jan; 01 Feb 2019


Hamida Kristoffersen, Gretel

Hamida Kristoffersen

Hamida Kristoffersen stammt aus Norwegen. Sie absolvierte ihre Gesangsausbildung an der Universität Tromsø, besuchte Meisterkurse bei Kiri Te Kanawa, Brigitte Fassbeander, Barbara Hendricks sowie Enza Ferrari und nimmt seit 2013 regelmässig Unterricht bei Patricia McGaffrey in New York. Ausgezeichnet wurde sie u.a. mit dem «Premio Verdi 2013» und einem Ingrid Bjoner-Stipendium bei der «Queen Sonja Competition». Sie war als Mimì (La bohème) und als Contessa (Le nozze di Figaro) mit der Arctic Opera und dem Arctic Philharmonic Orchestra zu erleben. Ausserdem sang sie 2014 in der Oslo Concert Hall sowie beim Neujahrs­konzert mit dem NRK (Norwegian Radio Orchestra) und dem Oslo Philharmonic Orchestra. In der Spielzeit 2014/15 wurde Hamida Kristoffersen Mitglied im Internationalen Opernstudio in Zürich und war hier u.a. als Pamina (Die Zauberflöte), Tamiri (Il re pastore) sowie in Die Frau ohne Schatten, Luisa Miller, Fälle von Oscar Strasnoy, Giannetta (L’elisir d’amo­re) und Annina (La traviata) zu erleben. 2015 debütierte sie als Micaëla (Carmen) an der Oper Oslo und sang im Sommer 2017 Mimì (La Bohème) an der Oper Hedeland in Dänemark. Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie Mitglied im Ensemble des Opernhauses Zürich, wo sie bisher u.a. als Dama (Macbeth), Berta (Il barbiere di Siviglia), Erste Dame (Die Zauberflöte), in der Uraufführung Der Traum von Dir, 2. Blumenmädchen (Parsifal), Anna Kennedy (Maria Stuarda) sowie als La Virtù in L’incoronazione di Poppea auf der Bühne stand. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Gianandrea Noseda, Ottavio Dantone, Nello Santi, Laurence Cummings, Enrique Mazzola und Simone Young.

Hänsel und Gretel22, 25 Nov; 13, 23, 30 Dez 2018; 18, 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22 Apr 2019 Hippolyte et Aricie22, 24, 30 Mai; 02, 07, 14 Jun 2019 Elektra11, 14 Jul 2019 Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse23, 26, 30 Sep; 03 Okt; 01, 05, 14, 16, 18, 19, 20 Dez 2018; 12, 16 Jan 2019 Ligeti03, 04 Feb 2019


Natalia Tanasii, Sandmännchen

Natalia Tanasii

Natalia Tanasii, Sopran, stammt aus Moldawien. Mit 21 Jahren gab sie ihr professionelles Debüt als Contessa (Le nozze di Figaro) an der Moldawischen Nationaloper in Chișinău, wohin sie seither u.a. als Nedda (I pagliacci), Tatiana (Eugen Onegin) und in der Titelrolle von Iolanta zurückkehrte. 2014 wurde sie Mitglied im Jungen Ensemble der Oper Oslo, wo sie Micaëla in Calixto Bieitos Carmen sang, und trat im Southbank Centre London in Brittens War Requiem unter Marin Alsop auf. In der Spielzeit 2015/16 nahm Natalia Tanasii als Jerwood Young Artist am Glyndebourne Festival teil und war dort als Vixen und Chocholka in Janáčeks The Cunning Littel Vixen zu erleben. 2016/17 sang sie in Calixto Bieitos War Requiem an der Oper Oslo und am Teatro Arriaga in Bilbao, gab ihr Debüt als Fiordiligi (Così fan tutte) und sang erneut Micaëla, beides in Oslo. In ihrer Heimat tritt sie regelmässig in Konzerten und Rezitalen auf und wurde mit einem National Award for Outstanding Achievement in Arts ausgezeichnet. Seit der Spielzeit 2017/18 gehört Natalia Tanasii zum Internationalen Operstudio in Zürich und sang hier u.a. Ein Sklave (Salome), Undis/Wilddrude (Ronja Räubertochter), Kate Pinkerton (Madama Butterfly) und Arminda (La finta giardiniera).

Madama Butterfly30 Nov; 02, 08, 14 Dez 2018 Hänsel und Gretel12, 13, 15, 26 Dez 2018; 18, 20 Jan; 25 Apr 2019 Manon10, 13, 18, 22, 26 Apr; 04, 12, 15 Mai 2019 Elektra11, 14 Jul 2019


Yuliia Zasimova, Taumännchen

Yuliia Zasimova

Yuliia Zasimova wurde in der Ukraine geboren. Sie studierte an der Tschaikovsky National Music Academy in Kiev, wo sie ihr Gesangsstudium 2016 abschloss. Während ihrem Studium war sie Mitglied des Opernstudios der Akademie und war dort als Amor in Orfeo ed Euridice und als Marfa in Rimski-Korsakows Die Zarenbraut  zu erleben. 2017 nahm sie am Wettbewerb «Neue Stimmen» teil und war im gleichen Jahr Halbfinalistin beim «Le Grand Prix de L’Opéra» Gesangswettbewerb in Bukarest. 2018 war Yuliia Zasimova Preisträgerin beim internationalen Byulbyul Wettbewerb in Baku, Aserbaidschan, und debütierte im gleichen Jahr beim LvivMozArt Festival in der Ukraine als Aretea in Dmytro Bortnianskyis Alcide. Seit der Spielzeit 2018/19 ist Yuliia Zasimova Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich.

Hänsel und Gretel12, 13, 23 Dez 2018; 18, 20 Jan 2019 Rigoletto20, 23, 30 Jan; 06, 09 Feb 2019 Manon10, 13, 18, 22, 26 Apr; 04, 12, 15 Mai 2019 Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019 Elektra11, 14 Jul 2019


Sen Guo, Taumännchen

Sen Guo

Sen Guo wurde in Shanxi (China) geboren. Ihre Ausbildung erhielt sie am Konservatorium und am Zhou Xiao Yan Opera Center in Shanghai. Sie war Preisträgerin der China Vocal Competition, des Shanghai International Master Class Institute und der Hong Kong Competition for Young Asian Musicians. In der Spielzeit 2001/ 02 war sie Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich, wo sie in der Studioproduktion Die Pilger von Mekka die Dardané verkörperte. Die Königin der Nacht (Die Zauberflöte) sang sie an der Semperoper Dresden, an der Berliner Staatsoper, an der Deutschen Oper Berlin, an der Hamburgischen Staatsoper, am Theater St. Gallen und am Theater an der Wien, Olympia (Les Contes d’Hoffmann) in der Tonhalle Zürich, Violetta (La traviata), Gilda (Rigoletto) und Musetta (La bo­hème) am Grand Theatre in Shanghai und Oscar (Un ballo in maschera) am Nationaltheater Peking. Als Mitglied im Ensemble des Opernhauses Zürich seit 2002/03 war sie u.a. als Frasquita (Carmen), Blumenmädchen (Parsifal), Voce dal cielo (Don Carlo), Musetta, Fiakermilli (Arabella), Zerbinetta (Ariadne auf Naxos), Amaltea (Mosè in Egitto), Giulia (La scala di seta) und Gilda zu erleben. In jüngerer Zeit sang sie am Opernhaus Zürich u.a. die Königin der Nacht, Nanetta (Falstaff), Clorinda (La cenerentola), Oscar und Madame Herz (Der Schauspieldirektor) und war in der Kinderoper Das verzauberte Schwein, Don Carlo sowie Lady Macbeth von Mzensk zu hören. Zudem sang sie Gilda in der Rigoletto-Produktion der Oper Schenkenberg im Sommer 2016 und Clorinda in Monte Carlo, Amsterdam und Versailles.

Die Gezeichneten26 Sep; 02, 09, 12, 17, 20, 23 Okt 2018 Hänsel und Gretel22, 25 Nov; 15, 26, 30 Dez 2018; 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22, 25 Apr 2019 Tannhäuser27, 31 Mär; 05 Apr 2019 La sonnambula05, 09, 12 Mai 2019