0/0

L’elisir d’amore

Melodramma in zwei Akten von Gaetano Donizetti (1797-1848)
Libretto von Felice Romani

Musikalische Leitung Nikolas Nägele Inszenierung Grischa Asagaroff Ausstattung Tullio Pericoli Bühnenbildmitarbeit Gigi Saccomandi Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann

In italienischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Dauer 2 Std. 45 Min. inkl. Pause nach dem 1. Akt nach ca. 1 Std. 15 Min.
Zürcher Covid-Fassung 2020/21 ohne Beteiligung des Chores.

Termine & Tickets

Oktober 2020

Fr

30

Okt
19.30

L’elisir d’amore

Oper von Gaetano Donizetti
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Misch-Abo C, Gute Laune-Abo, Opernhaustag

November 2020

So

08

Nov
13.00

L’elisir d’amore

Oper von Gaetano Donizetti
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Sonntag-Abo B

Vergangene Termine

Oktober 2020

So

18

Okt
19.30

L’elisir d’amore

Oper von Gaetano Donizetti, AMAG Volksvorstellung

Fr

23

Okt
19.30

L’elisir d’amore

Oper von Gaetano Donizetti, Misch-Abo A, Wahl-Abo

So

25

Okt
19.00

L’elisir d’amore

Oper von Gaetano Donizetti, Belcanto-Abo, Italienische Oper-Abo

Gut zu wissen

Kurzgefasst

L’elisir d’amore

Kurzgefasst

L’elisir d’amore

Fotogalerie

 

Szenenbilder «L’elisir d’amore»

Pressestimmen

«Diese fantasievolle, formvollendete Produktion von Donizettis L'elisir d'amor aus dem Jahre 1995 hat in den vergangenen 20 Jahren nichts von ihrem Charme eingebüsst.»
Oper aktuell vom 26. Juni 2015

«Was für ein unbeschwerter Nachmittag - ein "Trank" eben, "der so bekömmlich gelungen ist, dass einem auch noch Tage danach die Ohren klingen, aber der Kopf nicht brummt", wie Richard Bletschacher es ganz passend formuliert hat.»
OMM vom 07. November 2010


Sound-Übertragung von nebenan


Bühne hier, Orchester da. So spielen wir.

Unser Orchester und Chor werden derzeit aus einem externen Proberaum live in die Vorstellungen eingespielt. Dank diesem weltweit einzigartigen Spielmodell heisst es trotz Abstandsregeln: Vorhang auf für grosses Musiktheater! Erfahren Sie, wie unsere «Sound-Übertragung von nebenan» funktioniert und wie Sie mit Ihrer Spende in Ihren Musikgenuss investieren können. mehr


Der Opernführer von SRF Kultur

«L’elisir d’amore» in 6:02 Minuten erklärt.


Volker Hagedorn trifft …


Mauro Peter

Wir treffen uns sozusagen im Auge des Orkans, wobei es ein wunderschöner Spätsommertag in München ist, sonnig und warm. Es ist aber nicht irgendein Tag, sondern der des «Ozapft is», das in diesem Jahr nicht auf der «Wiesn» stattfindet, wegen Corona,  sondern in zahllosen Wirtshäusern der Stadt. Und das berühmteste in der Mitte hat sich Mauro Peter zum Treffpunkt erkoren, der lyrische Tenor, um über das Singen, die Oper und andere wichtige Dinge zu reden, zu denen für ihn halt auch das Hof­bräuhaus zählt.

Grosser Rummel in der schmalen Gasse davor, ein Gedränge aus Touristen und Trachtenträgern jeglichen Alters, zwischen denen ein herausragend stattlicher Mann erscheint und heiter um sich blickt: Mauro Peter, vor 33 Jahren in Luzern geboren. «Das hat mit meiner Münchner Zeit zu tun», meint er, als wir drin­nen die Treppen hochgehen, die Gaststube unter uns lassend. Fünf Jahre lang hat er in der bayerischen Landeshauptstadt studiert, «seitdem trinke ich wahnsinnig gern Bier. Ich kann gern mal ausgelassen sein, auch wenn man sich immer ein bisschen zurücknehmen muss, weil’s nicht das Beste für die Stimme ist.» Er lacht so, wie ein Tenor lacht, der sehr gut bei Stimme ist. Weil er die aber nicht nur in Form halten, sondern stetig entwickeln will, hat er am Nachmittag Unterricht bei seinem Coach am Starnberger See, und da liegt das Hofbräuhaus praktisch an der Strecke. Wir werden in unserer Chambre séparée im zweiten Stock allerdings keinen Tropfen trinken, nicht mal Wasser.
Es ist kein Kämmerchen, sondern ein Saal, gross genug für eine Probe mit ganzem  Ensemble, von Mittagslicht durchflutet, durch dessen Fensterscheiben die Blasmusik von draussen dringt und wo man uns schlicht vergisst. Umso konzentrierter bleibt der Sänger gleich bei dem Thema, das ihn gerade am meisten beschäftigt – die Ent­wicklung der Stimme. «Wie schaffe ich es, das Repertoire zu erweitern, den grossen Körper, den ich habe, besser zu nutzen, das Lungenvolumen? Es ist ja nicht grosse Lunge gleich grosser Atem. Es gibt ganz dünne Sänger mit enorm langem Atem. Die teilen sich ihre Kräfte ökonomisch ein. Und ich möchte das erweitern, ohne hinten raus etwas zu verlieren. Ich möchte immer noch ein Heidenröslein singen können.»
Mauro Peter ist nämlich Liedsänger ebenso, wie er Opernsänger ist, und gerade 
vor einer Woche hat er in Linz mit dem Pianisten Helmut Deutsch seinen zweiten 
Auftritt nach dem Lockdown gehabt, jenem legendären Begleiter, nun schon 74 Jahre alt, mit dem er auch Schumanns Dichterliebe aufnahm. «Es sind ganz, ganz leise Töne mit dabei, die würden leiden, wenn das nur noch mit Druck geht, weil die Stimme nicht richtig schliesst.» Und eben das könne passieren, wenn die Stellknorpel, an denen im Kehlkopf die Stimmlippen befestigt sind, auf kräftige Heldenhöhen trainiert wer­den. «Das singen die strong men, die Gewichtheber. Man verlangt ja auch nicht von einem Kugelstosser, dass er Ballett tanzt, und ich komme stimmlich gesehen vom Ballett her… vielleicht werde ich mal zum strong man, vielleicht auch nicht. Wer weiss…»
Fürs erste würde er, der jetzt in Zürich den Nemorino im Elisir d’amore singt, sich schon mal den David in Wagners Meistersingern zutrauen. Was aber den Stolzing angeht: «Ich sehe vielleicht so aus, aber meine Stimme ist weit davon entfernt, das zu stemmen.» Auch kleineren Schritten zur Vielfalt stehe freilich die «Schubladisierung» der Branche im Weg, die Festlegung auf ein Fach. «Es gibt Leute, die das aufbrechen, wie Daniel Behle, der singt Mozart, hat aber auch schon seinen ersten Lohengrin ge­sungen und macht dann wieder eine sehr feine Liedplatte. Mit meinem Coach Dietrich Schneider kann ich jedenfalls etwas tun, um die Stimme zu erweitern. Dem ist es völlig wurscht, wieviel Erfolg ich irgendwo habe. Ihn interessiert nur, wie ich singe da in seinem Häuschen.»
Der erste, dem Mauro Peters Stimme auffiel, war Marc­Olivier Oetterli, inzwischen  renommierter Bassbariton, der als junger Leiter der Singknaben in Luzern durch die  Grundschulen der Stadt zog, auf Talentsuche, und den Neunjährigen als Alt in den Chor holte. «Auch meine Eltern haben im Chor gesungen, und im Radio lief immer Klassik, das war Teil des Alltags, aber man mass dem keine grosse Bedeutung zu. Mein Bruder ist in Richtung Sport gegangen, er wurde die Nr. 66 im weltweiten Squash­ Ranking! Wir konnten uns entwickeln, wie wir wollten. Bei mir kam mit siebzehn der Wunsch auf, professionell zu singen. Wir haben mit den Singknaben ein Musical ge­macht, Rat’nRoll, und ich habe unerwartet die Hauptbösewichtsrolle gekriegt und wusste, ich will auf die Bühne. Aber nicht zum Musical, ich wollte zur Oper.»
Er war da längst vom Alt zum Tenor geworden, «nahtlos», ohne Umwege. An der Münchner Hochschule für Musik und Theater gewöhnte ihm Fenna Kügel­ Sei­fried erst einmal das «Chorige» ab und arbeitete an der Höhe, an den Obertönen, an der Körperlichkeit. «Ich hatte in der Mittellage schon ein bisschen was und dachte, klar, das kann man jetzt nach oben verlagern. Aber ich kam da nicht raus, habe den Ferran do gesungen…» Er parodiert sich krächzend: «Höaahh…», und in diesem Moment schaut eine Kellnerin in den Saal, zieht erschrocken den Kopf zurück und schliesst die Tür. Wir müssen weiter trocken bleiben. «Also, du musst die Stimme oben abschlanken», fährt Mauro Peter unbeeindruckt fort, «und dann gibt’s plötzlich eine Weiterentwicklung!» 
Die verlief bei ihm rasant. Er war noch an der Theaterakademie, nach der Hoch­schule, als er der damaligen Zürcher Operndirektorin Sophie de Lint vorsang und um gehend einen Vertrag in der Hand hatte. Und kaum hatte der 26jährige 2013 in Zürich als Jaquino im Fidelio debütiert, sah er sich in Wien einem der bedeutendsten Dirigenten der Zeit gegenüber. Vorsingen bei Nikolaus Harnoncourt im Musikverein, Mozart, ein hochnervöser Mauro Peter beginnt mit Belmontes erstem Rezitativ: «Konstanze, Konstanze, dich wieder zu sehen!» Blütenschön singt er mir gegenüber am Tisch die ersten Takte. Doch sofort habe Harnoncourt abgebrochen und ihn be­schworen: «Sie müssen das so… so völlig begeistert… Sie können nicht mehr weiter… Konstanze», mit abbrechender Endsilbe singt er jetzt wie Harnoncourt, fast röchelnd. «Er war da mit seinen riesengrossen, feurig leuchtenden Augen und hat mir das vor­gemacht, und dann kamen wir vielleicht auf zehn Takte in vierzig Minuten.»
Aus dem Vorsingen war gleich eine Probe geworden; im nächsten Jahr sang Mauro Peter den konzertanten Da­Ponte­Zyklus im Theater an der Wien unter der Leitung des Meisters, den Basilio, den Don Ottavio, den Ferrando. Bei so einem Start lässtder Ruf nach Salzburg nicht lange auf sich warten. Als Andres im Wozzeck debütierte der Tenor 2017 in derselben Produktion wie Asmik Grigorian als Marie. Doch im Jahr danach geriet die Salzburger Zauberflöte, deren Tamino er war, in den Schatten des Salome-­Triumphs. Mit der Regie wurden von Kritikern auch die Solisten ausge­zankt, das traf ihn hart. «Bei mancher Kritik ist auch Nostalgie mit dabei… Dann geht’s halt raus und hört euch alte CDs an! Es gibt jetzt die Sänger, die da sind, so schlecht sind die nicht.»
So selbstbewusst, sagt er, denke er erst seit Corona. Zwei Monate lang sang er keinen Ton, «der Antrieb war komplett weg». Er dachte viel über sich nach und stiess auf «mein Bedürfnis, von aussen Anerkennung zu kriegen. Aber den Selbstwert darf man sich nicht von aussen definieren lassen. Kritik darf man nicht persönlich nehmen, auch wenn in meinem Singen meine ganze Persönlichkeit ist. Das zu begreifen ist ein grosser Durchbruch. Käme jetzt ein zweiter Lockdown, würde ich die Zeit nutzen. Es hat seinen Sinn, was ich mache, was das Theater macht, und ich will mich weiter­entwickeln. Wenn wir in acht Jahren wieder hier sitzen oder woanders, wird mir meine Stimme von 2020 vielleicht wie mein kleiner Bruder vorkommen!» Er lacht, und die Blaskapelle unten auf der Gasse spielt immer weiter. 

Text von Volker Hagedorn.
Dieser Artikel ist erschienen im MAG 78, Oktober 2020.
Das Mag können Sie hier hier abonnieren.


Audio-Einführung

Programmbuch

L’elisir d’amore

L’elisir d’amore

Synopsis

L’elisir d’amore

Synopsis

L’elisir d’amore

Biografien


Nikolas Nägele, Musikalische Leitung

Nikolas Nägele

Nikolas Nägele wurde 1987 in Radolfzell am Bodensee geboren und studierte Dirigieren, Klavier und Klarinette an der Hochschule für Musik in München und in Leipzig. 2013 war er Preisträger des Dirigenten-Preises beim Aspen Festival und 2012 gewann er den James Conlon Conducting Prize. Er war Assistenz-Dirigent beim Aspen Festival, wo er mit Robert Spano zusammen arbeitete. 2014 debütierte er mit dem Aspen Philharmonic Orchestra mit Dvořáks 8. Sinfonie und Ravels Klavierkonzert G-Dur. Seit 2017 ist er Kapellmeister an der Deutschen Oper Berlin, wo er Opern wie Carmen, Die Zauberflöte, Il barbiere di Siviglia, Die Fledermaus, La traviata und Un ballo in maschera leitete. 2017 war er Assistent von Christian Thielemann für die Produktion von Die Walküre bei den Osterfestspielen in Salzburg sowie 2018 bei der Produktion von Tristan und Isolde bei den Bayreuther Festspielen, wo er zudem Placido Domingo bei der musikalischen Leitung von Die Walküre assistierte. Im Juli 2017 debütierte er mit Gianni Schicchi beim Festival della Valle d’Itria di Martina Franca. Er war im gleichen Jahr als Pianist und Dirigent beim International Young Artist Program des Maggio Musicale in Florenz tätig. 2019 debütierte er mit L’italiana in Algeri am Teatro Comunale di Bologna und mit Il viaggio a Reims beim Rossini Opera Festival in Persaro. 2020 dirigierte er am Teatro Regio di Torino Il matrimonio segreto und kehrt im Sommer 2020 für zwei Konzerte zum Rossini Festival nach Pesaro zurück.

L’elisir d’amore18, 23, 25, 30 Okt; 08 Nov 2020


Grischa Asagaroff, Inszenierung

Grischa Asagaroff

Grischa Asagaroff ist als Sohn eines russischen Schauspielers, Theater- und Filmregisseurs München aufgewachsen, wo er Theater-, Musikwissenschaft und Kunstgeschichte studierte. 1966-69 war er Inspizient und Regieassistent unter Rudolf Hartmann und Günther Rennert an der Bayerischen Staatsoper München. Von 1971-79 wirkte er an der Deutschen Oper am Rhein in Dortmund unter Grischa Barfuss. Aus dieser Zeit datiert die enge Zusammenarbeit mit Jean-Pierre Ponnelle. Opernhäuser in Europa und Übersee holten Asagaroff, um neben eigenen Produktionen die mit Ponnelle erarbeiteten Werke einzurichten. 1979 kam er als Regisseur und szenischer Leiter des Opernstudios nach Zürich. 1986 nahm ihn Claus Helmut Drese als szenischen Leiter und persönlichen Mitarbeiter an die Wiener Staatsoper mit, wo er später auch Leiter des künstlerischen Betriebsbüros war. Während der Intendanz Pereira war er als Künstlerischer Betriebsdirektor fest in Zürich tätig. Nicht nur hier (u.a. Maria Stuarda, Barbie­re, Don Pasquale, Puritani, Ernani, Fedora, Elisir, Sonnambula, Eugen Onegin, Manon Lescaut, Andrea Chénier), auch im Ausland hat er inszeniert, u.a. in Wien (Maria Stuarda, Il barbiere di Siviglia, Eugen Onegin), Saarbrücken (Der Ring des Nibelungen), Dresden (Barbiere), Köln (L’italiana in Algeri), Athen (Così fan tutte, Cavalleria rusticana), Genua und Neapel (L’amico Fritz, Ernani), Lissabon (Tannhäuser), Madrid, Monte-Carlo und London (Don Pasquale), Tokio ( u.a. Carmen, Cavalleria/Pagliacci, Don Giovanni), Chicago (u.a. Tosca, Simon Boccanegra) und Buenos Aires. 2012-15 war er Künstlerischer Betriebsdirektor bei den Salzburger Festspielen. Zuletzt inszenierte er an der Scala in Mailand Salieris Prima la musica, poi le parole und in Bukarest Un ballo in maschera.

L’elisir d’amore18, 23, 25, 30 Okt; 08 Nov 2020


Jürgen Hoffmann, Lichtgestaltung

Jürgen Hoffmann

Jürgen Hoffmann arbeitete nach seiner Ausbildung zunächst an der Deutschen Oper in Berlin. 1971 wechselte er ans Opernhaus Zürich. Er wurde dort 1992 zum Leiter der Beleuchtung ernannt und war bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2012 für die Lichtgestaltung von etwa 8 Neuproduktionen und bis zu 20 Wiederaufnahmen pro Jahr verantwortlich. Neben seiner Arbeit am Opernhaus Zürich war er weltweit als Lichtgestalter an zahlreichen führenden Opernhäusern tätig. Er arbeitete mit vielen namhaften Regisseuren und Bühnenbildnern zusammen. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet ihn mit den Regisseuren Harry Kupfer, Sven-Eric Bechtolf und Claus Guth sowie den Bühnenbildnern Rolf Glittenberg und Christian Schmidt. Seit seiner Pensionierung ist er als freier Lichtgestalter tätig. Seine letzten Arbeiten waren u.a. Rusalka an der Staatsoper Wien, Ariadne auf Naxos und Der Rosenkavalier an den Salzburger Festspielen, Parsifal am New National Theatre Tokyo und Lady Macbeth von Mzensk an der Bayerischen Staatsoper, ausserdem Die Meistersinger von Nürnberg am Teatro alla Scala in Mailand sowie Lucio Silla am Teatro Real in Madrid. Im März 2019 wird er das Licht für die Händel Oper Poros an der Komischen Oper in Berlin gestalten bei der Harry Kupfer Regie führen wird.

L’elisir d’amore18, 23, 25, 30 Okt; 08 Nov 2020 Don Carlo27, 30 Jun; 03, 06, 09 Jul 2021


Mané Galoyan, Adina

Mané Galoyan

Mané Galoyan stammt aus Armenien und absolvierte ihre Ausbildung am Konservatorium Jerewan und beim Houston Grand Opera Studio. Sie ist Preisträgerin verschiedenster Wettbewerbe, darunter die Eleanor McCollum Competition, die International Tchaikovsky Competition und der Hans Gabor Belvedere Wettbewerb. An der Houston Grand Opera war sie Mitglied des Opera Studios. Sie war dort u.a. als Margaret Hughes in der Uraufführung von Carlisle Floyds Prince of Players, als Waldvogel in Siegfried, als Küchenjunge in Rusalka und als Lucy Goodman in der Uraufführung von Stephanie Fleischmanns After the Storm zu erleben. In der Saison 2017/18 sang sie ebenfalls in Houston im Rahmen des Opera Studios Violetta (La traviata) und Adina (L’elisir d’amore). In der Saison 2018/19 sang sie Violetta mit dem Glyndebourne Festival on tour und Gilda (Rigoletto) an der Kentucky Opera und der Wolf Trap Opera. In der Spielzeit 2019/20 gastierte sie an der Met in New York als Prilepa / Chlöe (Pique Dame), kehrte als Gilda nach Houston zurück und debütierte an der Hawaii Opera als Contessa Almaviva in Le nozze di Figaro. Auf dem Konzertpodium sang sie Rachmaninows Die Glocken unter der Leitung von James Gaffigan mit dem Dallas Symphony Orchestra sowie mit dem Houston Symphony Orchestra. Mit der Chamber Music Society of Lincoln Center gestaltete sie ein russisches Liedprogramm und Mahlers 2. Sinfonie führte sie zum Aspen Music Festival. Geplant sind 2020/21 an der Deutschen Oper Berlin u.a. Pamina, Violetta, Micaëla (Carmen) und Garsenda (Francesca da Rimini) sowie an der Met in New York Gretel in Hänsel und Gretel.

L’elisir d’amore18, 23, 25, 30 Okt; 08 Nov 2020


Mauro Peter, Nemorino

Mauro Peter

Mauro Peter stammt aus Luzern. Er studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Theater München bei Fenna Kügel-Seifried. 2012 gewann er den ersten Preis sowie den Publikumspreis beim Internationalen Ro­bert-­Schumann-Wettbewerb in Zwickau. Als Liedsänger debütierte er mit Schuberts Schöner Müllerin, begleitet von Helmut Deutsch, bei der Schubertiade in Schwarzenberg. Seither ist er ständiger Gast in Schwarzenberg/Hohenems sowie auf den führenden internationalen Konzertpodien und Opernbühnen. Liederabende führen ihn regelmässig ins KKL Luzern, die Londoner Wigmore Hall, den Wiener Musikverein und das Wiener Konzerthaus, an die Kon­zerthäuser in Berlin und Dortmund, die Kölner Philharmonie, die Oper Frankfurt und das Opernhaus Zürich. Konzertengagements führten ihn in die Philharmonie im Gasteig Mün­chen, in die Royal Festival Hall Lon­don, ins Mozarteum Salzburg und zum Verbier Festi­val. Regelmässiger Gast ist er beim Festival de Pâ­ques in Aix-en-Provence sowie seit 2012 bei den Salzburger Festspielen, wo er 2018 den Ta­mino in einer Neuproduktion der Zauberflöte gesungen hat. Zu den Dirigenten, mit denen Mauro Peter bislang zusammengearbeitet hat gehören Gustavo Dudamel, Sir John Eliot Gardiner, Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Teo­dor Currentzis, Fabio Luisi, Ivor Bolton, Iván Fischer, Vladimir Jurowski, Riccardo Mi­na­si und Laurence Cummings. Seit der Spielzeit 2013/14 ist Mauro Peter Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich. Darüber hinaus sang er u.a. an der Bayerischen Staats­­oper München, an der Mailänder Scala, am Royal Opera House Covent Garden, an der Opéra National de Paris, an der Komischen Oper Berlin, am Theater an der Wien, an der Canadian Opera Toronto sowie an der Opéra de Lyon. Gemeinsam mit Helmut Deutsch hat er Lieder von Schubert und Schumann auf CD ein­gespielt. Zuletzt sang Mauro Peter u.a. Tamino in Zürich und bei den Salzburger Festspielen sowie die Titelrollen in Oberon am Theater an der Wien in Belshazzar in Zürich.

L’elisir d’amore18, 23, 25, 30 Okt; 08 Nov 2020 Winterreise13, 19, 21, 28 Feb; 04 Mär 2021


Samuel Dale Johnson, Belcore

Samuel Dale Johnson

Samuel Dale Johnson, Bariton, stammt aus Australien und wurde 2014/15 Mitglied des Jette Parker Young Artists Progamms des Royal Opera House London. In seiner ersten Spielzeit dort sang er Dormont (La scala di seta), Silvano (Un ballo di maschera), Baron Douphol (La traviata), Leuthold (Guillaume Tell) sowie als Solist bei der Royal Opera Gala. In der Spielzeit 2015/16 sang er in London den Perückenmacher (Ariadne auf Naxos), Moralès (Carmen) und Albert (Werther) und gab sein Debüt mit dem London Symphony Orchestra in Thomas Adès’ Brahms unter der musikalischen Leitung des Komponisten. Seit 2017 gehört Samuel Dale Johnson zum Ensemble der Deutschen Oper Berlin, wo er u.a. in der Titelrolle von Don Giovanni, als Figaro in Il barbiere di Siviglia, als Angelotti in Tosca und als Matthieu in Andrea Chénier zu erleben war. Weitere Höhepunkte der jüngeren Zeit waren Silvio in Pagliacci am ROH London, Graf Almaviva (Le nozze di Figaro) und die Titelrolle in Eugene Onegin an der Scottish Opera sowie Guglielmo (Così fan tutte) an der Northern Ireland Opera. In der Spielzeit 2019/20 sang er an der Deutschen Oper Berlin u.a. Silvio, Escamillo (Carmen), Ping (Turandot) sowie Demetrius (A Midsummer Night’s Dream).

L’elisir d’amore18, 23, 25, 30 Okt; 08 Nov 2020


Erwin Schrott, Dulcamara

Erwin Schrott

Erwin Schrott, geboren in Uruguay, begann seine Opernkarriere im Alter von 22 Jahren als Roucher in Andrea Chénier. Nach seinem Sieg beim Operalia-Wettbewerb folgte eine aufsehenerregende Karriere; er tritt seither regelmässig an Häusern wie der Mailänder Scala, der New Yorker Metropolitan Opera, der Opéra National de Paris, dem Teatro Colón in Buenos Aires, dem Royal Opera House London, dem Maggio Musicale Florenz, der Hamburger Staatsoper, dem Théâtre de La Monnaie in Brüssel, in Baden-Baden und an der Wiener Staatsoper auf. Als Don Giovanni und Leporello sowie als Graf Almaviva und Figaro (Le nozze di Figaro) wurde er zu einem gefeierten Mozart-Interpreten. Andere Rollen in seinem Repertoire umfassen die Titelrolle in Attila, Banquo in Macbeth, Escamillo in Carmen, Méphistophélès in Faust, Dulcamara in L'elisir d'amore und Ramfis in Aida. Mit seinem Debüt als Scarpia (Tosca) an der Staatsoper Berlin nahm er eine weitere wichtige Rolle in sein Repertoire auf. An der Oper Amsterdam gab er 2018 sein Debüt in Les Contes d’Hoffmann und sang im gleichen Jahr die Titelrolle in Mefistofele von Arrigo Boito beim Opernfestival Chorégies d'Orange. In der Saison 2019/20 sang er Don Giovanni am Royal Opera House London, Dulcamara am Teatro Real in Madrid, Escamillo an der Oper Köln, Leporello und Scarpia an der Wiener Staatsoper, Enrico VII in Anna Bolena am Königlichen Opernhaus in Oman, Figaro an der Ungarischen Staatsoper Budapest sowie Alidoro (La Cenerentola) an der Bayerischen Staatsoper München. Neben seiner Arbeit als Opernsänger widmet sich Erwin Schrott verschiedenen Wohltätigkeitsorganisationen, die Kindern in Not helfen und sie unterstützen.

L’elisir d’amore18, 23, 25, 30 Okt; 08 Nov 2020


Erica Petrocelli, Giannetta

Erica Petrocelli

Erica Petrocelli war bis Ende der Spielzeit 2019/20 Mitglied des Domingo-Colburn-Stein Young Artist Programms der Los Angeles Opera. Sie gab ihr Debüt in Los Angeles 2018/19 in der Rolle von Mrs. Naidoo in Philip Glass’ Satyagraha. In Los Angeles folgten seither Annina (La traviata), Musetta (La bohème) und die Erste Dame in der Zauberflöte. Sie sang ausserdem die Titelrolle in einer Vorstellung der Uraufführung Eurydice von Matthew Aucoins. Mit dem Boston Youth Symphony Orchestra war sie als Pamina in der Zauberflöte zu hören und beim Bard Music Festival 2019 sang sie Zwei Lyrische Gesänge von Schreker und das Sopran-Solo in Zemlinskys Lyrischer Symphonie. Frühere Engagements umfassen an der Bostoner Jordan Hall Angès Sorel in Tschaikowskis Die Jungfrau von Orléans, La Vierge in Honeggers Jeanne d’arc au bûcher und die Erste Zofe in Zemlinskys Der Zwerg. An der Santa Fe Opera sang sie Szenen aus Floyds Wuthering Heights und aus Eugen Onegin mit dem Nachwuchsprogramm des Hauses. 2018 war sie Halbfinalistin beim Metropolitan Opera National Council, Preisträgerin des Sullivan Foundation Award und Teilnehmerin des Opera Theatre of St. Louis’ Gerdine Young Artist Programms. Ab der Spielzeit 2020/21 ist sie Mitglied des Internationalen Opernstudios Zürich.

Les Contes d’Hoffmann11, 14, 18, 22, 25, 28 Apr; 04, 08, 13, 16 Mai 2021 Das tapfere Schneiderlein20, 27 Sep; 07, 28, 29 Nov; 03, 06 Dez 2020; 24, 31 Jan 2021 L’elisir d’amore18, 23, 25, 30 Okt; 08 Nov 2020 Il viaggio a Reims15, 20, 23, 27, 30 Dez 2020; 01, 03 Jan 2021 Madama Butterfly06, 09, 12, 19, 22, 25 Jun 2021 Galakonzert Internationales Opernstudio05 Jul 2021