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Salome

Musikdrama in einem Aufzug von Richard Strauss (1864-1949),
Libretto vom Komponisten nach Oscar Wildes gleichnamiger Dichtung

Musikalische Leitung Ulf Schirmer Inszenierung Sven-Eric Bechtolf Bühnenbild Rolf Glittenberg Kostüme Marianne Glittenberg Lichtgestaltung Jürgen Hoffmann Choreografische Mitarbeit Silvia Schori
Page der Herodias
Erster Jude
Zweiter Jude
Dritter Jude
Fünfter Jude
Erster Nazarener
Zweiter Nazarener
Erster Soldat
Zweiter Soldat
Ein Cappadozier
Tänzerin
Silvia Schori
Philharmonia Zürich
Statistenverein am Opernhaus Zürich

In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Spieldauer 1 Std. 45 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Vergangene Termine

September 2017

Do

28

Sep
19.30

Salome

Oper von Richard Strauss, Wiederaufnahme, Preise E, Donnerstag-Abo B

Oktober 2017

So

01

Okt
20.00

Salome

Oper von Richard Strauss, Preise E, Opernhaustag, Sonntag-Abo D, Wahl-Abo

So

08

Okt
14.00

Salome

Oper von Richard Strauss, Preise E, Sonntag-Abo A

So

15

Okt
20.30

Salome

Oper von Richard Strauss, Preise H, AMAG-Volksvorstellung, Deutsche Oper-Abo

Gut zu wissen

Kurzgefasst

Salome

Kurzgefasst

Salome

Fotogalerie

Das Geheimnis der Liebe ist grösser als das Geheimnis des Todes...

Salome


Essay


Salome

Die Figur und die Inszenierung

«Das ist ja Wahnsinn», soll Cosima Wagner gesagt haben, als Richard Strauss ihr zum ersten Mal aus der Partitur der «Salome» vorgespielt hat. Und Wilhelm II. meinte: «Es tut mir leid, dass Strauss diese ‹Salome› komponiert hat, ich habe ihn sonst sehr gern, aber er wird sich damit furchtbar schaden!» Geschadet hat sich der Komponist mit «Salome» keineswegs – im Gegenteil: Mit seiner dritten Oper gelang Richard Strauss nicht nur der Durchbruch zum weltweit anerkannten Opernkomponisten; auch finanziell war die Sache äusserst lukrativ: «Von diesem Schaden konnte ich mir die Garmischer Villa bauen», berichtet Strauss in seinen Erinnerungen. Zwar war die Zustimmung nach der Uraufführung 1905 in Dresden nicht gerade ungeteilt; man unkte, die Oper werde mit etwas Glück an einigen grossen Opernhäusern gezeigt werden, an- schliessend aber schnell wieder in Vergessenheit geraten. Das Gegenteil war der Fall: Nach drei Wochen war «Salome» bereits an über zehn Theatern angenommen, und der unaufhaltsame Siegeszug der Oper um die Welt begann. Hier und da galt es, Widerstände gegen das «unsittliche Thema» zu überwinden, das gleichermassen irritierte und provozierte; doch die Faszination, die von der tanzenden jüdischen Prinzessin ausging, war stärker, und «Salome» ist heute, über hundert Jahre später, aus dem Repertoire der Opernhäuser der Welt nicht mehr wegzudenken.

Der Stoff hat biblische Wurzeln: Die Evangelisten Matthäus und Markus berichten im Neuen Testament von der Hinrichtung Johannes des Täufers durch den Tetrarchen Herodes Antipas, einen Sohn Herodes des Grossen. Drahtzieherin der Hinrichtung war den Evangelien zufolge Herodias, die Ehefrau des Herodes Antipas; von Johannes wegen ihres inzestuösen, «unkeuschen» Verhaltens geschmäht – sie war zunächst mit ihrem Onkel verheiratet, hatte diesen aber verlassen, um Herodes Antipas zu heiraten, den Bruder ihres Mannes –, habe sie aus Rache ihre Tochter angestiftet, für Antipas zu tanzen und als Lohn für diesen Tanz den Kopf des Johannes zu fordern. In der Bibel ist Salome eine namenlose Tochter ohne eigenen Willen, die durch ihren Tanz Macht über Antipas zu gewinnen vermag – und wie geschaffen für Projektionen aller Art. Diese fielen zunächst ausschliesslich negativ aus: In der Frühzeit des Christentums wurde die Frau in der Nachfolge Evas generell als gefährlich angesehen und eine tanzende Frau wie Salome ebenso wie der Tanz ganz allgemein regelrecht dämonisiert: «Wo eben ein Tanz ist, da ist auch der Teufel», schrieb der katholische Kirchenvater Johannes Chrysostomos im 4. Jahrhundert nach Christus. Im Mittelalter verschmolzen Salome und Herodias zu einer Person – und wurden als tanzende Hexen dargestellt. Heinrich Heine, der den Stoff 1843 in «Atta Troll» aufgriff, war der Erste, der mit Salome/Herodias sowohl Engel als auch Teufel, sowohl Faszination als auch Angst verband; er verstand sie als Gegenfigur zum bürgerlichen Alltag und bereitete damit Salomes Stilisierung zur femme fatale, zur «Ikone des süssen Lasters» um die Jahrhundertwende vor. Im fin de siècle avancierte Salome zur Lieblingsfigur der bildenden Künstler, Schriftsteller und Musiker: Die am Hof des Herodes dargestellte Dekadenz hatte ganz offensichtlich viel mit der fin de siècle-Stimmung der Jahrhundertwende gemeinsam, und der Typus der «femme fatale» hatte Hochkonjunktur. Neben Salome waren auch Judith und Dalila äusserst beliebte Sujets, verkörperten sie doch ebenso wie jene die überaus faszinierende Symbiose von Eros und Gewalt und reizten zudem durch die Fremdheit ihrer orientalischen Ausstrahlung. Die Dämonisierung der Frau als «femme fatale», als männermordender Vamp passte gut in eine Zeit, in der unterschiedlichste gesellschaftliche Veränderungen zu wachsender männlicher Unsicherheit führten. Gustave Moreau malte Salome gleich mehrfach; Joris-Karl Huysmans schrieb mit dem Roman «A rebours» einen Schlüsseltext der Décadence, in dem Moreaus Bilder eine zentrale Stellung einnehmen. Von hier aus führt eine direkte Linie über Gustave Flauberts «Hérodias» zu Oscar Wildes «Salomé», die wiederum Richard Strauss als Textvorlage für seine Oper diente. Gemeinsam war allen Salome-Interpretationen des 19. Jahrhunderts das Spannungsfeld zwischen Körper und Geist, Begierde und Wort, Frau und Mann, dem dionysischen und apollinischen Prinzip, personifiziert in Salome und dem asketischen biblischen Propheten Johannes.

Oscar Wilde setzte in seinem 1896 in Paris uraufgeführten Einakter «Salomé» dort an, wo andere Bearbeitungen nach langem Vorlauf ihren Höhepunkt erreicht haben, und schaffte es, in diesem Drama der Seelenzustände, dieser Geschichte der tödlichen Blicke mit symbolisch aufgeladenen Sprachbildern eine beinahe ins Unerträgliche gesteigerte Spannung zu evozieren. Wildes Salome handelt selbständig; sie fordert den Kopf des Propheten nicht, weil ihre Mutter es von ihr verlangt, sondern weil ihre Liebe und ihr Begehren unerwidert geblieben sind. Wildes Salome ist die Erste in der Geschichte der unzähligen Bearbeitungen des Stoffes, die das abgeschlagene Haupt Johannes des Täufers küsst; erstmals endet das Drama mit dem Tod Salomes und nicht mit dem Tod des Propheten. Während der Entstehungszeit seines Dramas identifizierte sich Wilde stark mit Salome – «Salomé, c’est moi», soll er gesagt haben –, wie überhaupt die Grenzen zwischen Kunst und Leben bei Wilde oftmals verschwammen. Die Premiere der übrigens in französischer Sprache verfassten «Salomé» hat ihr Schöpfer nicht miterlebt; er sass zu jener Zeit eine zweijährige Gefängnisstrafe wegen «Unzucht» – seiner offen gelebten Homosexualität – in England ab. Eine öffentliche Aufführung von Wildes «Salomé» blieb in England bis 1922 verboten; 1910 lagen allerdings bereits Übersetzungen in vierzig verschiedene Sprachen vor. So waren Stück und Autor mit dem Geruch des Verbotenen, Skandalösen und genau dadurch Faszinierenden behaftet, als Richard Strauss 1903 in einer Aufführung von Wildes «Salome» in Berlin erstmals mit dem Stoff in Berührung kam. Max Reinhardts Inszenierung mit Gertrud Eysoldt in der Titelrolle verhalf dem Drama zum endgültigen Durchbruch und verfehlte auch seine Wirkung auf Richard Strauss nicht; nach eigenem Bericht konnte er Heinrich Grünfeld, der dem Komponisten nach der Aufführung den Stoff zur Vertonung empfahl, antworten, er sei «bereits am Komponieren». Die Idee, sich das Drama von Anton Lindner für die Oper bearbeiten zu lassen, liess Strauss bald wieder fallen und entschloss sich, Wildes Text, der förmlich «nach Musik geschrien» habe, wörtlich zu komponieren; dafür kürzte er den Text um etwa vierzig Prozent, und nachdem das Stück von «schönster Literatur» gereinigt war, sei es ein «ganz schönes Libretto» geworden, urteilte Strauss später. Tatsächlich hatte Strauss auf erklärendes Beiwerk und atmosphärische Illustration im Text komplett verzichtet und die Geschichte ganz auf den Konflikt zwischen Salome und Jochanaan konzentriert; er schuf damit Raum für seine Komposition, in der er die Psyche der Protagonisten in einer knapp zweistündigen, grandios klangsinnlichen, geradezu rauschhaften Steigerung musikalisch explodieren lässt.

«In der Rezeptionsgeschichte der ‹Salome›, mindestens der Wildeschen» – so Regisseur Sven-Eric Bechtolf – «sind vier Interpretationsansätze repräsentativ. Erstens wird von Wildes viktorianischen Zeitgenossen konstatiert, es handle sich bei ‹Salome› um eine blasphemische, schwüle, dekadente und gezielte Provokation. Zweitens wurde es, ungebrochen, als Beispiel verderbter gesellschaftlicher und weiblicher Amoral, als Versündigung dekadenter Lust gegenüber dem kommenden Christentum und seines Exegeten und Verkünders Jochanaan begriffen. Drittens, und aufgeklärter, wird Salome als Opfer und unbewusste Projektionsfläche männlicher Furcht und Begierde dargestellt, und viertens wird das Werk als ‹Dekonstruktion des Christentums aus dem Geiste der Antike› verstanden. Durchaus auch chronologisch in dieser Abfolge.»

In seiner Beschäftigung mit «Salome» kristallisierte sich letztere Lesart für den Regisseur als besonders einleuchtend heraus, finden sich doch sowohl bei Wilde als auch bei Strauss zahlreiche Spuren in dieser Richtung. Widmete sich die «Salome»-Forschung lange hauptsächlich der femme fatale-Thematik, so fokussiert etwa Rainer Kohlmayer in seinem Essay «Wildes ‹Salome› zwischen Symbolismus und Hellenismus» auf die formale Orientierung Wildes an der antiken Tragödie, die auch insofern relevant wird, als in diesem Stück die Zeitenwende von der Antike zum Christentum thematisiert wird. «Durch den präzisen historischen und ideellen Rahmen unterscheidet sich Wildes ‹Salome› von der ahistorischen Vagheit anderer symbolistischer Dramen, denen es zumeist eher um die Darstellung archetypischer Situationen ging. Während die Herodes-Welt aufgesplittert ist in eine Vielzahl von Diskursen, die vom Materialismus bis zum Christusglauben, vom Agnostizismus bis zum Pantheismus reichen, während diese historisch-politische Welt also als vieldeutiges und polyphones Stimmengewirr vorgeführt wird, spricht Jochanaan mit der Eindeutigkeit und Intoleranz des Ideologen. Wilde stellt den Einbruch des von Jochanaan angekündigten Christentums in die antike Welt als apokalyptische Katastrophe dar. Salomes Leben ist die Verweigerung der Entsagung; ihr Festhalten an der Liebe um jeden Preis enthält – gerade in seiner Ungeheuerlichkeit – ein utopisches Element, ist ein anarchischer, geradezu absurder Akt der Rebellion und Lebensintensität. Salomes Liebesmonolog endet mit den Worten: ‹(...) le mystère de l'amour est plus grand que le mystère de la mort. Il ne faut regarder que l'amour›, wobei die Priorität eindeutig der Liebe gegeben wird.» (Kohlmayer)

Noch eindeutiger erfahrbar wird die von Wilde propagierte dionysische Perspektive, sowohl die lebens- wie die todessüchtige, in Straussens Komposition des Schlussmonologs der Salome, der in der Vereinigung von Todes- und Kuss-Akkord gipfelt: als «Epiphanie des Dionysos» bezeichnet der Musikwissenschaftler Wolfgang Krebs diesen Klang: «Salome erlebt hier einen Augenblick der höchsten Erfüllung, die äusserste Grenze, die Ent-Grenzung. Die Prinzessin von Judäa als Salome- Ariadne, die mystische Vereinigung mit dem Gott des Lebens und des Todes, das Zerbrechen der Individiation, die Rückkehr in das Ur-Eine, das Rauschvolle.»

Dennoch, so Sven-Eric Bechtolf, ist «Salome» natürlich ein Stück seiner Zeit, des fin de siècle, der Décadence. Und natürlich wollen wir diesen Aspekt nicht unterschlagen, indem wir die historistischen Elemente in historische verwandelten. Für die Zürcher Neuinszenierung schufen Bühnenbildner Rolf Glittenberg und Kostümbildnerin Marianne Glittenberg eine Ausstattung, die an der Entstehungszeit der Oper orientiert ist.

Wichtiger als die von Richard Strauss gerne als wesentlich angegebenen Motive für seine Vertonung des «Salome»-Stoffes – Exotik, östliches Kolorit, glühende Sonne, das Schwül-Erotische – erachten sie dabei den Gegensatz der dem Sujet innewohnenden archaischen Kraft und der dekadenten Gesellschaft, die diese Lesart des Stoffes hervorgebracht hat. Sowohl in der Architektur des Bühnenraumes wie in den Materialien und Schnitten der Kostüme ist stets beides präsent und betont so auch die von Oscar Wilde selbst ins Feld geführte «Uneindeutigkeit» seiner Arbeit.

«The one characteristic of a beautiful form is that one can put into it whatever one wishes, and see in it whatever one chooses to see», formulierte der Dichter. Und Richard Strauss, befragt nach der Bedeutung des Endes der Oper, hielt sich bedeckt: «Wie Sie den Schluss deuten, überlasse ich Ihrem Empfinden – er ist wohl unergründlich, wie die Natur der Frau überhaupt, und so ganz genau weiss ich es wohl selbst nicht, sonst wäre ich wahrscheinlich kein Künstler, sondern Journalist.»

Die Vieldeutigkeit zuzulassen, erwies sich nach allem vorbereitenden Lesen und Analysieren der Oper für Sven-Eric Bechtolf als adäquatester und interessantester Ansatz für seine Inszenierung, und er erinnert an einen weiteren Ausspruch Wildes: Auf das Lob seines Kollegen Edgar Saltus, der Schluss der «Salome» habe ihn Schaudern gemacht, antwortete dieser: «Es ist ohnehin nur der Schauder, der zählt.» Auch dies – so der Regisseur – bleibt jenseits aller dramaturgischen Durchdringung gültig, in der Oper mehr noch als im Theater.

Text Beate Breidenbach, Dramaturgin am Opernhaus Zürich

Dieser Artikel ist erschienen im Magazin Nr. 15, Juni 2010
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Audio-Werkeinführung «Salome»

Unsere Dramaturgin Beate Breidenbach gibt einen Einblick in die Produktion «Salome». Live-Einführungen finden jeweils 45 Minuten vor der Vorstellung im Opernhaus statt.

  1. Eine Einführung zu «Salome»
    Unsere Dramaturgin Beate Breidenbach gibt einen Einblick in die Produktion «Salome». Live-Einführungen finden jeweils 45 Minuten vor der Vorstellung im Opernhaus statt.

Synopsis

Salome

Synopsis

Salome

Biografien


Ulf Schirmer, Musikalische Leitung

Ulf Schirmer, Musikalische Leitung

Ulf Schirmer stammt aus Eschenhausen, Deutschland. An der Musikhochschule Hamburg studierte er bei Horst Stein, Christoph von Dohnányi und György Ligeti. Im Jahre 1980 fand er seine erste Anstellung am Mannheimer Nationaltheater. Als Assistent von Lorin Maazel kam er an die Wiener Staatsoper, wo er später als Hausdirigent zahlreiche Produktionen leitete. Von 1988-1991 war er Generalmusikdirektor in Wiesbaden und künstlerischer Direktor für die Symphoniekonzerte am Hessischen Staatstheater. Ab 1991 war er als Residenz-Dirigent an der Wiener Staatsoper tätig. Von 1995-1998 war er Chefdirigent des Dänischen Radio-Sinfonie-Orchesters und von 2006-2017 künstlerischer Leiter des Münchner Rundfunkorchesters. Seit der Spielzeit 2009/ 10 ist er Generalmusikdirektor der Oper Leipzig und seit 2011 auch ihr Intendant. Er ist regelmässiger Gast bei den Bregenzer Festspielen, an der Wiener Staatsoper, der Opéra de Paris, der Mailänder Scala, der New National Opera Tokyo, der Deutschen Oper Berlin u.a.  Der Unterricht und die Nachwuchsförderung gehören auch zu seinen Anliegen. So kooperiert das Münchner Rundfunkorchester seit 2006 mit der Bayerischen Theaterakademie. Eine Zeit lang war Ulf Schirmer auch als ordentlicher Professor für musikalische Analyse und Musikdramaturgie an der Theaterakademie Hamburg tätig.

SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017


Sven-Eric Bechtolf, Inszenierung

Sven-Eric Bechtolf, Inszenierung

Sven-Eric Bechtolf stammt aus Darmstadt. Nach seiner Ausbildung am Salzburger Mozarteum führten ihn Engagements als Schauspieler u.a. an das Zürcher Schauspielhaus, das Schauspielhaus Bochum, das Hamburger Thalia Theater, das Wiener Burgtheater, die Salzburger Festspiele und das Almeida Theatre, London. Als Regisseur hat er u.a. am Hamburger Thalia Theater und am Wiener Burgtheater gearbeitet. Am Opernhaus Zürich inszenierte er Lulu, Otello, Die tote Stadt, Der Rosenkavalier, Pelléas et Mélisande, Don Giovanni, Le Nozze di Figaro, Così fan tutte und Salome. An der Wiener Staatsoper führte er bei Arabella, dem Ring des Nibelungen und Cardillac Regie. 2001 und 2002 erhielt er den Nestroy-Preis für die beste darstellerische Leistung des Jahres für den Hubert in Dreimal Leben (Regie: L. Bondy) und für seinen Hofreiter im Weiten Land (Regie: A. Breth) bei den Salzburger Festspielen. Seit 2011 leitet er das Schauspiel bei den Salzburger Festspielen.

SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017


Rolf Glittenberg, Bühnenbild

Rolf Glittenberg, Bühnenbild

Rolf Glittenberg hat an wichtigen Opernhäusern, Theatern und Festivals wie  z.B. dem Thalia Theater Hamburg, dem Zürcher Schauspielhaus, dem Wiener Burgtheater, der Wiener Staatsoper, dem Edinburgh Festival, der Nederlandse Opera Amsterdam, der Deutschen Oper Berlin, der Staatsoper Stuttgart und den Salzburger Festspielen gearbeitet. Er hat für Regisseure wie George Tabori, Johannes Schaaf, Dieter Giesing, Claus Peymann, Götz Friedrich, Luc Bondy und Peter Mussbach Bühnenbilder entworfen. Am Opernhaus Zürich entstanden die Bühnenräume für Martin Kusejs Inszenierungen der Opern Elektra, Die Zauberflöte und Genoveva sowie für Sven-Eric Bechtolfs Inszenierungen von Lulu, Otello, Die tote Stadt, Der Rosenkavalier, Pelléas et Mélisande, Don Giovanni, Le nozze di Figaro, Così fan tutte, Salome, Falstaff und Don Carlo. Die letzten Premieren waren Der Ring des Nibelungen und Cardillac mit Franz Welser-Möst und Sven-Eric Bechtolf an der Wiener Staatsoper, Idomeneo mit Nikolaus Harnoncourt als Dirigent und Regisseur bei der Styriarte in Graz und in Zürich, Ariadne auf Naxos mit Daniel Harding und Sven-Eric Bechtolf bei den Salzburger Festspielen sowie Der Stein der Weisen mit Felix Breisach in Winterthur.

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Catherine Naglestad, Salome

Catherine Naglestad, Sopran

Catherine Naglestad, geboren in Kalifornien, studierte Gesang in San Francisco, Rom, Mailand sowie New York und ist heute als Sopranistin international präsent. Die Bandbreite ihrer Rollen umfasst Konstanze, Alcina, Alceste, Fiordiligi, Salome, Cio-Cio San, Norma und Manon Lescaut und wurde in letzter Zeit ergänzt durch erfolgreiche Interpretationen von Wagnerpartien wie Senta (Der fliegende Holländer) an der Nederlandse Opera mit Hartmut Haenchen, Brünnhilde (Siegfried) an der Bayerischen Staatsoper mit Kent Nagano und Sieglinde (Die Walküre), erneut mit Hartmut Haenchen in Amsterdam. Auch Verdi nahm einen wichtigen Platz ein in ihrem Schaffen der letzten Zeit. So war Catherine Naglestad etwa als Amelia (Un ballo in maschera), Elisabetta (Don Carlo) und Leonora (La forza del destino) zu erleben. Besonders aufgefallen ist die Künstlerin als Tosca, die sie u.a. in Wien, Berlin, München, Paris, Orange, Zürich und London verkörperte. 2006 wurde Catherine Naglestad in Stuttgart, wo sie als Sängerin und Darstellerin gross geworden war, zur Kammersängerin ernannt und von der Zeitschrift Opernwelt zur Sängerin des Jahres gewählt. Neben vielen weiteren Preisen erhielt sie den Maria Callas Debut Artist of the Year Award der Oper Dallas für ihre Interpretation der Tosca. Zahlreiche Produktionen mit Catherine Naglestad sind auf DVD erschienen, darunter Der fliegende Holländer, La clemenza di Tito, Alceste, Alcina und Die Entführung aus dem Serail. In Zürich war sie bereits als Minnie (La fanciulla del West), Tosca sowie Santuzza (Cavalleria rusticana) zu hören. Zuletzt war sie als Salome an der Deutschen Oper Berlin zu Gast. An den Münchner Opernfestspielen 2017 sang sie die Carlotta Nardi (Die Gezeichneten).

La fanciulla del WestVorstellung am 21, 26, 30 Dez 2017; 07, 12 Jan 2018 SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017


Doris Soffel, Herodias

Doris Soffel, Librettist

Doris Soffel studierte an der Münchner Hochschule für Musik, zunächst Violine, dann Gesang bei Marianne Schech. Sie debütierte bei den Bayreuther Jugend-Festspielen als Isabella (Wagners Das Liebesverbot). Daraufhin holte sie Wolfgang Windgassen ins Ensemble der Stuttgarter Oper, wo sie sich ein breites Repertoire mit Rollen ihres Fachs aufbauen konnte. Mit ihrem Erfolg an Covent Garden als Sesto und als Orlofsky  begann 1984 ihre internationale Karriere. Es folgten ein Gastvertrag an der Bayerischen Staatsoper unter Sawallisch sowie Engagements an allen grossen Opern- und Konzerthäusern der Welt. Zu ihren wichtigsten Rollen gehörten Carmen, Charlotte und Mar­guerite (La Damnation de Faust). In der Münchner Uraufführung von Aribert Reimanns Troades sang sie Kassandra. Als gefragte Wagner- und Strauss-Sängerin sang sie Kundry unter Christian Thielemann, Ortrud unter Fabio Luisi sowie Fricka (Rheingold und Walküre) unter Georg Solti in Bayreuth und  Waltraute (Götterdämmerung) unter Zubin Mehta. Beide Rollen sang sie später in Ring-Inszenierungen in Köln (Robert Carsen), Amsterdam (Pierre Audi), Dresden (Willy Decker), Mailand und an der Deutschen Oper Berlin. Zu ihrem Repertoire gehören zudem die Amme (Frau ohne Schatten), Herodias (Salome), Klytämnestra (Elektra), Marfa (Chowanschtschina), Ježibaba (Rusalka) und Kabaniča (Katja Kabanowa). Als Konzert- und Liedsängerin ist sie weltweit in allen grossen Konzerthäusern aufgetreten. Ihr vielfältiges Schaffen ist auf Youtube und in etwa 70 CD- und DVD-Aufnahmen dokumentiert. Doris Soffel ist Kammersängerin und Trägerin des Königlichen schwedischen Nordsternordens.

SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017


Thomas Johannes Mayer, Jochanaan

Thomas Johannes Mayer, Bariton

Thomas Johannes Mayer absolvierte seine Gesangsausbildung an der Kölner Musikhochschule bei Liselotte Hammes und Kurt Moll. Nach Engagements in Regensburg und Darmstadt gastierte er erfolgreich am Theater Basel als Don Giovanni sowie als Achilles in Othmar Schoecks Penthesilea. Er sang Wotan/Wanderer in Wagners Der Ring des Nibelungen am Staatstheater Karlsruhe. 2008 wechselte er an die Hamburgische Staatsoper, wo er u.a. mit den vier Bösewichten (Les Contes dHoffmann), als Kaspar (Der Freischütz), Rigoletto, Scarpia und Jochanaan zu erleben war. Seit 2010 ist er freischaffend tätig. Seine internationale Karriere begann 2007/08 mit der Titelpartie von Bergs Wozzeck an der Mailänder Scala, die ihn daraufhin als Posa in Don Carlo (2008) engagierte. Seitdem gastiert er an Opernhäusern wie De Nederlands Opera, Théatre Royal de la Monnaie, Deutsche Oper Berlin, Staatsoper unter den Linden, Komische Oper Berlin, Deutsche Oper am Rhein, Bayerische Staatsoper, Opéra National de Paris, Theater an der Wien, Bregenzer Festspiele, Bayreuther und Salzburger Festspiele. Zu seinem Repertoire gehören nicht nur die großen Strauss- und Wagnerpartien wie Barak (Die Frau ohne Schatten), Johanaan, Mandryka (Arabella), Amfortas (Parsifal), Telramund (Lohengrin), Wotan/Wanderer (Der Ring des Nibelungen) und die Titelrolle in Der fliegende Holländer, sondern auch Partien wie Moses in Schönbergs Moses und Aron, Thoas in Glucks Iphigénie en Tauride oder Mizguir in Rimski-Korsakovs Snegurocka. In der Spielzeit 2017/18 ist Thomas J. Mayer u.a. Falstaff an der Opera Vlaanderen, als Jochanaan an der Berliner Staatsoper und als Friedrich von Telramund (Lohengrin) in Covent Garden zu erleben.

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Gerhard Siegel, Herodes

Gerhard Siegel, Tenor

Gerhard Siegel begann seine Musikerlaufbahn als Instrumentalist und Komponist. Nach dem Abschluss seines Gesangsstudiums am Konservatorium Augsburg wurde er Ensemblemitglied am Stadttheater Trier. Hier gelangte auch die Bühnenfassung von Heinrich Heines Deutschland – ein Wintermärchen, zu der er die Musik komponiert hatte, zur Uraufführung. Gerhard Siegel war Preisträger beim Belvedere/Hans Gabor-Gesangswettbewerb in Wien. Nach Engagements am Anhaltischen Theater Dessau und in Augsburg verband ihn von 1999 bis 2006 ein Festvertrag mit dem Theater Nürnberg. Hier konnte er sein Repertoire vor allem im dramatischen und Heldentenor-Fach erweitern und sang u.a. Partien wie Parsifal, Herodes, Florestan, Laca (Jenůfa), Sergej (Lady Macbeth von Mzensk), Siegfried und Stolzing (Die Meistersinger von Nürnberg). Eine zentrale Partie seines Repertoires ist Mime (Das Rheingold sowie Siegfried). Er sang ihn bei seinen Debüts an der Met in New York, bei den Bayreuther Festspielen und bei dem von Jeffrey Tate geleiteten Ring der Kölner Oper. Ein weiterer künstlerischer Höhe­punkt waren Schönbergs Gurre-Lieder (Klaus/Narr) auf einer Tournee mit Michael Gielen und dem SWR Sinfonieorchester sowie mit den Wiener Philharmonikern unter Zubin Mehta, mit dem er 2016 mit derselben Partie an die Bayerische Staatsoper zurückkehrte. Bei den Salzburger Festspielen debütierte er 2016 als Midas (Die Liebe der Danae) unter der Leitung von Franz Welser-Möst. 2016/17 war er u.a. als Herodes an der Wiener Staatsoper, der Met und in Stuttgart, als Mime in Dresden und Tokio unter Thielemann sowie als Tristan in Gelsenkirchen zu erleben.

SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017


Evan LeRoy Johnson, Narraboth

Evan LeRoy Johnson, Tenor

Evan LeRoy Johnson stammt aus Amerika und studierte am Curtis Institute of Music, wo er u.a. mit Partien wie Rodolfo (La bohème), Graf Vaudémont (Iolanta) und Rinuccio (Gianni Schicci) auf sich aufmerksam machte. 2015 erhielt er den Barbara und Stanley Richman Memorial Award vom Opera Theater Saint Louis. In der Spielzeit 2015/16 sang er Flamand (Capriccio) an der Opera Philadelphia, Malcolm (Macbeth) am Opera Theatre of Saint Louis und Tamino an der Chautauqua-Institution in New York. In der Spielzeit 2016/17 gab er sein Europa-Debüt an der Norwegischen Nationaloper in der vielbeachteten Produktion von Brittens War Requiem in der Inszenierung von Calixto Bieto und unter der musikalischen Leitung von Lothar Koenigs. Am Oldenburgischen Staatstheater war er in der Neuproduktion von Carmen als Don José zu erleben.

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Deniz Uzun, Page der Herodias

Deniz Uzun, Mezzosopran

Deniz Uzun, Mezzosopran, stammt aus Mannheim. Sie studierte Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in ihrer Heimatstadt sowie an der Jacobs School of Music der Indiana University in Bloomington/USA. Sie ist Stipendiatin u.a. der Georgina Joshi Graduate Fellowship und der Liedakademie des Internationalen Musikfestivals Heidelberger Frühling. 2013 gastierte sie bei den Osterfestspielen Baden-Baden mit der Partie Armelinde (Cendrillon), zudem sang sie Isabella (L’italiana in Algeri) und Ruggiero (Alcina) an der Indiana-University Opera sowie Annina (La traviata) im Festspielhaus Baden-Baden (Regie: Rolando Villazón). In der Spielzeit 2015/16 war Deniz Uzun Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper, wo sie u.a. als Kammerzofe Emilias (Die Sache Makropulos), Junge Nonne (Der feurige Engel), Sandmännchen/Echo II (Hänsel und Gretel) und Florence Pike (Albert Herring) zu erleben war. Seit Beginn der Spielzeit 2016/17 ist Deniz Uzun Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich. Hier war sie bisher als Jacob in der Kinderoper Gold!, als Sonetka (Lady Macbeth von Mzensk), Alisa (Lucia di Lammermoor) sowie mit russischen und georgischen Liedern in dem Ballett Anna Karenina zu hören. Gastengagements führten sie u.a. zurück nach Baden-Baden, wo sie Isabella in einer Kinderfassung von L’italiana in Algeri sang, und an die Münchner Opernfestspiele als Alisa.

Ronja RäubertochterVorstellung am 18, 26, 30 Nov; 03, 08, 09, 12, 31 Dez 2017; 02, 14 Jan; 22, 25 Apr 2018 SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017 La scala di setaVorstellung am 09, 11, 17, 24 Feb 2018 La traviataVorstellung am 06, 08, 11, 13, 15 Jul 2018 L'Heure espagnole / L'Enfant et les sortilèges


Iain Milne, Erster Jude

Iain Milne, Tenor

Iain Milne stammt aus Aberdeenshire/Schottland. Er schloss sein Studium an der Royal Academy of Music in London mit Auszeichnung ab, war Mitglied des National Opera Studio in London und des Internationalen Opernstudios in Zürich. Sein Operndebüt gab er in der Titelrolle von Mozarts La clemenza di Tito. Seither sang er u.a. in Peter Maxwell Davies’ The Lighthouse an der Royal Academy, Tamino an der Hampstead Garden Opera wie auch in Ravels L’Enfant et les sortilèges und in Händels Giulio Cesare in Egitto. Engagements als Solist in Oratorien führten ihn zudem nach Hamburg (Händels Messiah), nach Aberdeen (Haydns Schöpfung) und in die Fairfield Halls in Croydon (Elgars Dream of Gerontius). Als Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich war er u.a. als Erster Priester (Die Zauberflöte), Brighella (Ariadne auf Naxos) sowie in Lohengrin, Fälle, Elektra, Il viaggo a Reims und Le Comte Ory zu hören. In der Märchenoper Der Zauberer von Oz von Pierangelo Valtinoni sang er die Vogelscheuche, in Haydns Orlando paladino war er als Orlando zu erleben. Seit der Spielzeit 2016/17 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich und war hier bisher in Lucia di Lammermoor als Normanno zu hören, in Otello als Roderigo und in Prokofjews Der feurige Engel sang er Jakob Glock.

Der fliegende HolländerVorstellung am 18, 21, 24, 28, 31 Mär 2018 Aufstieg und Fall der Stadt MahagonnyVorstellung am 05, 09, 12, 14, 17, 19, 22, 24 Nov 2017 SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017 La traviataVorstellung am 06, 08, 11, 13, 15 Jul 2018 TurandotVorstellung am 19, 25, 31 Mai; 03 Jun 2018


Omer Kobiljak, Zweiter Jude

Omer Kobiljak, Mitglied des IOS

Omer Kobiljak wurde 1994 in der Schweiz geboren. Von 2008-2013 studierte er bei David Thorner am Konservatorium Winterthur. 2010 erhielt er u.a. den Kulturpreis des Rotaryclubs Oberthurgau. Im gleichen Jahr folgte ein Gastauftritt im Schweizer Fernsehen in der Sendung Die Grössten Schweizer Hits. Seit 2010 besucht er regelmässig  Meisterkurse von Jane Thorner-Mengedoht, David Thorner und Jens Fuhr. 2012 erhielt er beim Thurgauer Musikwettbewerb den 1. Preis mit Auszeichnung, im Jahr darauf sang er bereits bei den Salzburger Festspielen einen Lehrbuben (Die Meistersinger von Nürnberg) unter Daniele Gatti in der Inszenierung von Stefan Herheim. Seit 2014 studiert er an der Kalaidos Fachhochschule Aarau Gesang bei David Thorner. 2016 debütierte er in der Rolle des Baron von Kronthal (Lortzings Der Wildschütz) an der Operettenbühne Hombrechtikon. Seit der Spielzeit 2017/18 ist er Mitglied im IOS, wo er u.a. in Salome, Ronja Räubertochter, La fanciulla del west, Le Comte Ory sowie in L’incoronazione di Poppea zu erleben sein wird.

La fanciulla del WestVorstellung am 21, 26, 30 Dez 2017; 07, 12 Jan 2018 Häuptling AbendwindVorstellung am 12 Okt 2017; 26 Mär 2018 L'incoronazione di PoppeaVorstellung am 24, 27, 30 Jun; 03, 05, 08, 12 Jul 2018 Ronja RäubertochterVorstellung am 18, 26, 30 Nov; 03, 08, 09, 12, 31 Dez 2017; 02, 14 Jan; 22, 25 Apr 2018 SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017


Spencer Lang, Dritter Jude

Spencer Lang, Solist

Spencer Lang stammt aus Sandy/Oregon und studierte an der Juilliard School in New York sowie am Curtis Institute of Music in Philadelphia. Am Curtis Opera Theatre interpretierte er u.a. Nemorino (L’elisir d’amore), Goffredo (Rinaldo), Lechmere in Brittens Owen Wingrave und Monostatos (Die Zauberflöte). Zu hören war er ausserdem am Opera Theatre of St. Louis als Liederverkäufer (Puccinis Il tabarro), sang Flute / Thisbe in Brittens A Midsummer Night’s Dream am Aspen Opera Theatre und trat als Solist mit dem Juilliard Orchestra, Juilliard 415, und der Northwest Sinfonietta auf. 2014 bis 2016 war er Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich und war hier als Daniel (Robin Hood), Hirt (Tristan und Isolde), Fay-Pu (Rote Laterne) sowie in Lohengrin, Luisa Miller und Fälle von Oscar Strasnoy zu erleben. In der Spielzeit 2015/16 sang er Monsieur Vogelsang (Der Schauspieldirektor), Don Luigino (Il viaggio a Reims) und Medoro (Orlando paladino). 2015 war er Finalist in der Wigmore International Song Competition in London. Seit der Saison 2016/17 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich und war bereits als Pedrillo (Die Entführung aus dem Serail), Arcas (Médée) sowie als Graf Gustav (Das Land des Lächelns) zu erleben.

FidelioVorstellung am 26, 30 Nov; 03, 08, 13 Dez 2017 Das Land des LächelnsVorstellung am 10, 16, 19, 22, 26, 29 Jun 2018 ParsifalVorstellung am 25 Feb; 03, 07, 11 Mär 2018 SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017 TurandotVorstellung am 19, 25, 31 Mai; 03 Jun 2018 L'Heure espagnole / L'Enfant et les sortilèges


Jonathan Abernethy, Vierter Jude

Jonathan Abernethy, Mitglied des IOS

Jonathan Abernethy stammt aus Neuseeland. 2015 war er Preisträger bei der Festivalakademie in Aix-en-Provence sowie bei den Australian Opera Awards. Seit 2012 ist er regelmässig am Sydney Opera House zu erleben, wo er sich mit Partien wie Nadir (Les pêcheurs de perles), Tamino (Die Zauberflöte), Ferrando (Così fan tutte), Normanno (Lucia di Lammermoor), Don Ottavio (Don Giovanni), Ruiz (Il trovatore), Fenton (Falstaff), Remendado (Carmen), Lerma (Don Carlos) und Lensky (Jewgeni Onegin) ein breites Repertoire aneignen konnte. 2015 begab er sich auf eine sechsmonatige Studienreise ins Ausland und nahm an verschiedenen Festivals und Opernprogrammen wie der Festival d’Aix-en-Provence Residency, der Solti-Akademie in Italien und dem Ravinia Festival Steans Music in Chicago teil. Während dieser Zeit hatte er die Gelegenheit, mit bedeutenden Künstlern wie Sir Richard Bonynge, James Conlon und Leo Nucci zu arbeiten. Seit der Spielzeit 2017/18 ist er Mitglied im IOS, wo er u.a. in Salome, Fidelio, La fanciulla del West und in Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny zu sehen ist.

La fanciulla del WestVorstellung am 21, 26, 30 Dez 2017; 07, 12 Jan 2018 FidelioVorstellung am 26, 30 Nov; 03, 08, 13 Dez 2017 La finta giardinieraVorstellung am 05, 08, 13, 16, 18 Mai 2018 Aufstieg und Fall der Stadt MahagonnyVorstellung am 05, 09, 12, 14, 17, 19, 22, 24 Nov 2017 SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017


Cody Quattlebaum, Fünfter Jude

Cody Quattlebaum, Mitglied des IOS

Cody Quattlebaum, Bassbariton, stammt aus Maryland. Er studierte Gesang an der University of Cincinnati und an der Juilliard School in New York. Sein Repertoire umfasst Partien wie Claudio in Händels Agrippina, die Titelrolle in Le nozze di Figaro und Lautsprecher (Der Kaiser von Atlantis). Er sang Guglielmo (Così fan tutte) und die Titelrolle von William Waltons The Bear mit dem Merola Opera Program in San Francisco. 2016 gewann er den 2. Preis bei der Gerda Lissner/Liederkranz Competition. 2017 war er Finalist bei den Metropolitan National Council Auditions und gewann den Sarah Billinghurst Award der George London Foundation. Seit Herbst 2017 ist Cody Quattlebaum Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich. Hier ist er u.a. als Larkens in La fanciulla del West sowie in Salome, Der Traum von dir und Le Comte Ory zu erleben.

La fanciulla del WestVorstellung am 21, 26, 30 Dez 2017; 07, 12 Jan 2018 SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017 Der Traum von DirVorstellung am 02, 05, 07, 09 Dez 2017


Ildo Song, Erster Nazarener

Ildo Song, Bass

Ildo Song, Bass, stammt aus Südkorea. Er absolvierte seine Gesangsausbildung an der Universität von Seoul und ist Preisträger zahlreicher südkoreanischer Wettbewerbe. In Europa wurde er 2014 mit dem 3. Preis beim Internationalen Hans Gabor Belvedere Gesangswettbewerb in Düsseldorf ausgezeichnet. Zu seinem Repertoire gehören Partien wie Sarastro (Die Zauberflöte), Sparafucile (Rigoletto), die Titelpartie in Le nozze di Figaro und Don Alfonso (Così fan tutte), die er auf verschiedenen Bühnen in Seoul, darunter das Seoul Art Center, verkörperte. Von Herbst 2015 bis Sommer 2017 gehörte er zum Internationalen Opernstudio in Zürich und war hier u.a. in Il viaggio a Reims, La traviata, Orlando paladino, Don Carlo, Un ballo in maschera und L’Heure espagnole/L’Enfant et les sortilèges zu erleben. Ab der Spielzeit 2017/18 gehört er zum Ensemble des Opernhauses Zürich.

Il barbiere di SivigliaVorstellung am 01, 06, 11 Okt 2017 Madama ButterflyVorstellung am 10, 14, 17, 20, 23, 26, 29 Dez 2017; 01, 05, 07, 10 Jan 2018 IdomeneoVorstellung am 04, 07, 10, 13, 16, 18, 23, 27 Feb; 02 Mär 2018 SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017 ToscaVorstellung am 21, 27, 29 Okt; 01, 04 Nov 2017 La traviataVorstellung am 06, 08, 11, 13, 15 Jul 2018 TurandotVorstellung am 19, 25, 31 Mai; 03 Jun 2018 L'Heure espagnole / L'Enfant et les sortilèges


Huw Montague Rendall, Zweiter Nazarener

Huw Montague Rendall, Mitglied des IOS

Huw Montague Rendall ist Engländer. Er studierte bei Russell Smythe am Royal College of Music in London. Mit der British Youth Opera sang er u.a. Figaro (Le nozze di Figaro), Archibald Grosvenor (in Sullivans Patience), Aeneas (Dido und Aeneas) und Dr. Falke (Die Fledermaus). An der Garsington Opera war er in Brittens Death in Venice zu erleben. 2016 sang er als «Jerwood Young Artist» den Fiorello (Il barbiere di Siviglia) beim Glyndebourne Festival sowie bei den BBC Proms und wurde dafür mit dem John Christie Award 2016 ausgezeichnet. Seit der Spielzeit 2016/17 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios und war hier u.a. als Ramiro in L’Heure espagnole sowie in Don Carlo, Lady Macbeth von Mzensk und Lohengrin zu hören. Im August 2017 war er zudem als 2. Handwerksbursche (Wozzeck) unter Vladimir Jurowski bei den Salzburger Festspielen zu erleben.

Madama ButterflyVorstellung am 10, 14, 17, 20, 23, 26, 29 Dez 2017; 01, 05, 07, 10 Jan 2018 La finta giardinieraVorstellung am 05, 08, 13, 16, 18 Mai 2018 SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017


Valeriy Murga, Erster Soldat

Valeriy Murga, Bariton

Valeryi Murga studierte an der Ukrainischen Nationalen Musikakademie Kiew. Sowohl beim 41. Concours International de Chant in Toulouse 1996 als auch beim 7. Julian-Gayarre-Wettbewerb in Pamplona 1998 gehörte er zu den Finalisten. 1997 gewann er den zweiten Preis beim Maria Callas Grand Prix in Athen und konnte am 1999 Cardiff Singer of the World-Wettbewerb (BBC) teilnehmen. 1997–1999 war er Solist der Ukrainischen Nationaloper Kiew, wo er neben vielen anderen Rollen Figaro und Don Giovanni, Germont, Escamillo, Onegin, den Fürsten Igor und Schaunard in La bohème verkörperte. In seinem Repertoire befinden sich ausserdem Partien wie der Marchese di Posa (Don Carlo) und Schaklowity (Chowanschtschina). Am Opernhaus Zürich sang Valeriy Murga noch als Mitglied des IOS u.a. Tosca (Sciarrone, Schliesser) und Rigoletto (Monterone); seit Beginn der Spielzeit 2000/01 ist er hier fest engagiert und war u.a. in Pique Dame (Jelezki), Carmen (Moralès), Salome (2. Soldat), Il barbiere di Siviglia (Fiorello/Ufficiale), La sonnambula (Alessio), Rigoletto (Marullo und Monterone) und L’italiana in Algeri (Ali) zu hören. In Tiefland gastierte er am Liceu Barcelona und in L’italiana in Algeri an der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Zuletzt war er in Zürich in Tosca (Angelotti), in Faust (Wagner) und in Lady Macbeth von Mzensk als Polizeichef zu erleben. Ebenso sang er in den Familienopern Das Gespenst von Canterville (Dr. Bürkli), Robin Hood (Little John) und Das verzauberte Schwein (Schwein).

La fanciulla del WestVorstellung am 21, 26, 30 Dez 2017; 07, 12 Jan 2018 SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017 ToscaVorstellung am 21, 27, 29 Okt; 01, 04 Nov 2017 La traviataVorstellung am 06, 08, 11, 13, 15 Jul 2018


Alexander Kiechle, Zweiter Soldat

Alexander Kiechle, Mitglied des IOS

Alexander Kiechle, Bass, stammt aus Bayern. Er studierte Gesang an der Hochschule für Musik und Theater in München bei KS Prof. Andreas Schmidt. 2012 war er zudem Richard-Wagner-Stipendiat in Ulm. Seit 2013 ist er Mitglied des Konzertchors des Bayerischen Rundfunks. Zu seinem Opernrepertoire gehören u.a. Sarastro (Die Zauberflöte), Caronte und Plutone in Monteverdis Orfeo, Falstaff (Nicolais Die lustigen Weiber von Windsor), Wassermann (Rusalka), Osmin (Die Enführung aus dem Serail) und Hunding (Die Walküre). Im Rahmen der Münchener Biennale 2014 sang er die Bass-Partie in Claude Viviers Oper Kopernikus. 2015 war er als Stani (Joseph Beers Polnische Hochzeit) mit dem Rundfunkorchester des BR unter der Leitung von Ulf Schirmer zu erleben. In der Spielzeit 2016/17 war Alexander Kiechle Mitlied im Opernstudio der Opéra de Lyon, wo er u.a. Der Lausprecher in Ullmanns Der Kaiser von Atlantis  sang. Ab der Spielzeit 2017/18 ist Alexander Kiechle Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich und ist hier u.a. in Salome, Fidelio, La fanciulla del West, Parsifal und La traviata zu hören.

La fanciulla del WestVorstellung am 21, 26, 30 Dez 2017; 07, 12 Jan 2018 FidelioVorstellung am 26, 30 Nov; 03, 08, 13 Dez 2017 ParsifalVorstellung am 25 Feb; 03, 07, 11 Mär 2018 SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017 La traviataVorstellung am 06, 08, 11, 13, 15 Jul 2018


Natalia Tanasii, Sklave

Natalia Tanasii, Mitglied des IOS

Natalia Tanasii, Sopran, stammt aus Moldawien. Mit 21 Jahren gab sie ihr professionelles Debüt als Contessa (Le nozze di Figaro) an der Moldawischen Nationaloper in Chișinău, wohin sie seither u.a. als Nedda (I pagliacci), Tatiana (Eugen Onegin) und in der Titelrolle von Iolanta zurückkehrte. 2014 wurde sie Mitglied im Jungen Ensemble der Oper Oslo, wo sie Micaëla in Calixto Bieitos Carmen sang, und trat im Southbank Centre London in Brittens War Requiem unter Marin Alsop auf. In der Spielzeit 2015/16 nahm Natalia Tanasii als Jerwood Young Artist am Glyndebourne Festival teil und war dort als Vixen und Chocholka in Janáčeks The Cunning Littel Vixen zu erleben. 2016/17 sang sie in Calixto Bieitos War Requiem an der Oper Oslo und am Teatro Arriaga in Bilbao, gab ihr Debüt als Fiordiligi (Così fan tutte) und sang erneut Micaëla, beides in Oslo. In ihrer Heimat tritt sie regelmässig in Konzerten und Rezitalen auf und wurde mit einem National Award for Outstanding Achievement in Arts ausgezeichnet. Ab der Spielzeit 2017/18 gehört Natalia Tanasii zum Internationalen Operstudio in Zürich und singt hier u.a. Sklave (Salome), Undis/Wilddrude (Ronja Räubertochter), Kate Pinkerton (Madama Butterfly) und Arminda (La finta giardiniera).

Madama ButterflyVorstellung am 10, 14, 17, 20, 23, 26, 29 Dez 2017; 01, 05, 07, 10 Jan 2018 La finta giardinieraVorstellung am 05, 08, 13, 16, 18 Mai 2018 Ronja RäubertochterVorstellung am 18, 26, 30 Nov; 03, 08, 09, 12, 31 Dez 2017; 02, 14 Jan; 22, 25 Apr 2018 SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017


Dmytro Kalmuchyn, Ein Cappadozier

Dmytro Kalmuchyn, Mitglied des IOS

Dmytro Kalmuchyn, Bariton, stammt aus der Ukraine. Er studierte an der Musikhochschule in Lemberg und sang dort bereits Partien wie Belcore (L’elisir d’amore), Uberto in Pergolesis La serva padrona sowie Mozarts Don Giovanni. Er ist Preisträger des 3. Ukrainischen Teodor Teren-Yuskiv-Wettbewerbs für junge Sänger 2010, des internationalen «XXI Century Art»-Wettbewerbs, Vorzel 2014 und des 7. internationalen Mirjam Helin-Wettbewerbs in Helsinki. Seit der Spielzeit 2016/17 ist er Mitglied des Internationalen Opernstudios und war hier u.a. als Standuhr/Katze in L’Enfant et les sortilèges sowie in Don Carlo, Lady Macbeth von Mzensk und Lohengrin zu hören.

CarmenVorstellung am 01, 04, 07, 10, 14 Jul 2018 La fanciulla del WestVorstellung am 21, 26, 30 Dez 2017; 07, 12 Jan 2018 Luisa MillerVorstellung am 12, 15, 21, 24, 27, 29 Apr 2018 Le Comte OryVorstellung am 31 Dez 2017; 02, 04, 06, 09 Jan 2018 SalomeVorstellung am 28 Sep; 01, 08, 15 Okt 2017