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Semele

Opera after the manner of an Oratorio von Georg Friedrich Händel (1685-1759)
Libretto von William Congreve

Musikalische Leitung William Christie Inszenierung Robert Carsen Bühnenbild und Kostüme Patrick Kinmonth Lichtgestaltung Robert Carsen, Peter van Praet Choreinstudierung Ernst Raffelsberger

In englischer Sprache. Dauer 3 Std. 05 Min. inkl. Pause nach dem 1. Teil nach ca. 1 Std. 40 Min. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.

Mit freundlicher Unterstützung der Kühne-Stiftung

Vergangene Termine

Dezember 2018

Mo

31

Dez
18.00

Semele

Oper von Georg Friedrich Händel, Wiederaufnahme

Januar 2019

Mi

02

Jan
20.00

Semele

Oper von Georg Friedrich Händel, Mittwoch-Abo B

Fr

04

Jan
19.00

Semele

Oper von Georg Friedrich Händel, Freitag-Abo B

So

06

Jan
16.00

Semele

Oper von Georg Friedrich Händel; Galavorstellung mit anschliessendem Bühnen-Dinner, Sonntag-Abo D, Belcanto-Abo

Di

08

Jan
19.00

Semele

Oper von Georg Friedrich Händel, Dienstag-Abo B, Barock-Abo

Gut zu wissen

Kurzgefasst

Semele

Kurzgefasst

Semele

Fotogalerie

 

Szenenbilder «Semele»


Gespräch


Eine besondere Beziehung

Im Februar 1989 sang Cecilia Bartoli zum ersten Mal am Opernhaus Zürich – den Cherubino in Mozarts «Le nozze di Figaro». Nun feiert sie ihr 30-jähriges Bühnenjubiläum mit Händel und einem Benefizkonzert. Im Gespräch mit Michael Küster blickt sie zurück auf ertragreiche Jahrzehnte.

Cecilia, wir treffen uns mitten im Wallis, wo du in Martigny gerade Rossinis Cenerentola gesungen hast. Das ist ein guter Ausgangspunkt für ein Gespräch, in dem es um 30 Jahre Cecilia Bartoli am Opernhaus Zürich gehen soll.
Die Angelina aus Rossinis Oper ist eine Schicksalspartie für mich. Diese Rolle begleitet mich jetzt seit fast einem Vierteljahrhundert, seit ich sie in Zürich zum ersten Mal gesungen habe. Hier in Martigny haben wir La Cenerentola anlässslich des 40-jährigen Bestehens der Fondation Gianadda aufgeführt. Die Produktion, mit der ich – gemeinsam mit wunderbaren Sängerkollegen und dem Orchester «Les Musiciens du Prince» – seit einiger Zeit in ganz Europa unterwegs bin, basiert tatsächlich auf jener Zürcher Inszenierung von Cesare Lievi, in der ich bereits vor 24 Jahren aufgetreten bin. Diese Aufführung war dann 1997 in ähnlicher Form auch an der Metropolitan Opera in New York zu sehen. Man mag es heute kaum glauben, aber es handelte sich damals allen Ernstes um die Erstaufführung von La Cenerentola an der MET. Bis dahin hatte es dort lediglich Il barbiere di Siviglia, Guillaume Tell, Semiramide und L’italiana in Algeri gegeben, und das war’s dann auch schon mit Rossini. In der Folgezeit habe ich die Angelina immer wieder gesungen, und bis heute steht sie im Zentrum meines Rossini-Repertoires. Vor allem in vokaler Hinsicht ist sie äusserst interessant und anspruchsvoll. Rossini war ja nicht nur einer der bedeutendsten Komponisten überhaupt, sondern er galt auch als ausgewiesener Kenner der menschlichen Stimme. Er wusste sehr genau, was nötig ist, um Frische, Elastizität und Umfang einer Stimme zu trainieren und zu erhalten. Seine Kompositionen fordern den Sänger buchstäblich heraus, seine Stimme beweglich und frisch zu halten. Rossinis Musik eignet sich deshalb sehr für das Training der Stimme und hilft einem, seine stimmlichen Qualitäten über einen langen Zeitraum zu bewahren. In dieser Beziehung ist La Cenerentola eine Lehrstunde: Angelina ist fast ununterbrochen auf der Bühne, aber ihre wichtigste Arie kommt erst ganz zum Schluss. Da muss ich sehr genau wissen, wie ich mit meiner Energie haushalte, damit sie bis zum Ende reicht. Angelinas Schlussrondo gehört zum Schwierigsten, was Rossini komponiert hat, aber ich freue mich jedes Mal darauf, es zu singen.

Das Rossini-Fieber hat dich seit deinen Zürcher Anfängen nicht mehr losgelassen. Wie ging die Entwicklung weiter?
Am Anfang meiner Karriere habe ich mich durch Rossinis Buffa-Rollen gesungen, und vor kurzem fand das in Zürich mit der Comtesse Adèle in Le Comte Ory noch einmal eine schöne Fortsetzung. Immer mehr habe ich mich aber auch für Rossinis Seria-Opern zu interessieren begonnen. Wir vergessen heute oft, dass Rossini zu Lebzeiten weit berühmter für seine Seria-Opern als für die Buffo-Opern war. Mein Weg hat mich so zur Desdemona im Zürcher Otello geführt – und zur Elena in La donna del lago, die wir in Salzburg aufgeführt haben. Es ist ja einer der Vorzüge des Älterwerdens, dass man sich auch ganz neue Rollen erschliessen und in einen anderen Rollentyp hineinwachsen kann.

Gehen wir doch noch einmal zu den Anfängen zurück. Welche Erinnerungen hast du an deinen ersten Auftritt in Zürich?
Meine ersten beiden Rollen, die ich kurz nacheinander in Zürich gesungen habe, waren Cherubino in Le nozze di Figaro und Rosina im Barbiere di Siviglia. Den Figaro hat damals Nikolaus Harnoncourt dirigiert, und auch die Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle ist mir in sehr lebendiger Erinnerung. Quicklebendig musste Cherubino da mit einem riesigen Federhut und einer unglaublichen Mähne herumtollen. Von Harnoncourt war ich am Anfang völlig irritiert. Es war das erste Mal, dass ich mit einem Vertreter der historischen Aufführungspraxis musiziert habe. Seine Schlagtechnik war völlig anders, als ich sie etwa von Daniel Barenboim und anderen Dirigenten gewohnt war. Harnoncourt hatte etwas von einem Guru, und anfänglich fiel es mir gar nicht so leicht zu verstehen, was er da gerade mit seinen Händen machte. Ich habe also meine Mutter angerufen und ihr von diesem unheimlichen Dirigenten berichtet, der sich so verrückt bewegen würde und bei dem man nie wisse, wo er mit seinen wilden Augen gerade hinschaut. Meine Mutter hat mich dann beruhigt: «Er ist grossartig, und du wirst das verstehen. Du musst dich einfach nur daran gewöhnen.» Sie hatte natürlich Recht, aber im ersten Moment war es für mich ein echter Schock.

In den folgenden Jahren ist Nikolaus Harnoncourt für dich zu einem der wichtigsten Dirigenten und Inspiratoren geworden. Wie hat er dein musikalisches Denken beeinflusst?
Vor allem in unserer Zusammenarbeit mit dem Orchestra La Scintilla, aber auch mit seinem eigenen Orchester, dem Concentus Musicus Wien, hat Harnoncourt mir die Augen für das Musizieren auf historischen Instrumenten geöffnet. Das waren völlig neue Klangdimensionen im Vergleich zu den modernen Orchestern, mit denen ich bis dahin gearbeitet hatte. Plötzlich war da eine neue Art von Freiheit: eine Freiheit der Struktur, des Denkens und des Musizierens! Harnoncourt hat in mir das Interesse für die in Vergessenheit geratenen Opern des 17. und 18. Jahrhunderts geweckt, die in den folgenden Jahren immer wichtiger für mich werden sollten. Auch meine Bekanntschaft mit Joseph Haydn verdanke ich ihm. Während meiner Zeit in Rom hatte ich nie etwas von Haydn gesehen, und noch heute ist er in Italien eher der grosse Unbekannte. Gelegentlich wird mal eine Sinfonie gespielt, aber seine Opern sind nach wie vor eine völlige Terra incognita. Harnoncourt war ein einzigartiger Mentor, der mich in unbekannte Bereiche des Repertoires und neue Klangdimensionen geführt hat. Dafür bin ich unendlich dankbar.

Wie konnte sich deine lange und kontinuierliche Beziehung zum Opernhaus Zürich entwickeln?
Als ich nach Zürich kam, war dort Christoph Groszer Intendant. Ihm folgte wenig später Alexander Pereira, der mich über all die Jahre gefördert hat. Ich hatte damals sofort das Gefühl, in eine grosse Familie aufgenommen zu werden. Obwohl ich selbst in einem Opernhaus aufgewachsen bin – meine Eltern sangen im Chor der Opera di Roma –, fühlte sich das in Zürich völlig anders an. Die Oper schien und scheint das eigentliche Zuhause der Musiker zu sein. Die Menschen, die hier arbeiten, brennen für dieses Haus, identifizieren sich mit ihm bis zur Selbstaufgabe. Das erscheint mir bis heute immer wieder einzigartig.

Was schätzt du an den architektonischen Eigenschaften des Hauses, inwiefern kommen sie deiner Stimme entgegen?
Die für ein Opernhaus geradezu intimen Raumverhältnisse wirken sich direkt auf die kreative Atmosphäre in diesem Theater aus. So beflügelnd wie hier habe ich das nirgendwo sonst erlebt. Die eher kleinen, räumlichen Dimensionen sind ein grosser Vorzug. Zuschauerraum, Orchestergraben und Bühne liegen so dicht beieinander, dass man nicht nur mit der Stimme, sondern sogar mit den Augen kommunizieren kann. Sprechen? Flüstern? Kein Problem. Das sind ideale Bedingungen, um eine Kultur des Pianos zu entwickeln. Um der Musik der grössten Komponisten gerecht zu werden, muss ich wissen, wie ich mit der Stimme Farben entwickeln kann. Wer nur mit einer Farbe, einer Lautstärke singt, zerstört die Musik. Kein Komponist hat nur im Forte komponiert. Dennoch haben viele Sänger die Tendenz zum ständigen Forcieren. Es ist halt am einfachsten! Für ein echtes Piano bedarf es jedoch einer ausgefeilten Technik. Um sie zu schulen, eignet sich das Opernhaus Zürich perfekt.

Immer wieder ist dein Publikum in den vergangenen 30 Jahren Zeuge geworden, mit wie viel Neugier und Leidenschaft du all deine Projekte beflügelst. Sind das Dinge, die du in Zürich gelernt hast?
Nein. Sie gehören zu meinem Naturell, meinem Charakter. Aber in Zürich hatte ich die einzigartige Möglichkeit, von anderen Musikern und Dirigenten zu lernen. In diesem Theater werden jede Saison an die 250 Vorstellungen gespielt, das ist enorm und unglaublich. Die Möglichkeit zu haben, nicht nur dort zu singen, sondern auch viele Aufführungen mit einigen der grössten Sängerinnen und Sängern der Gegenwart zu erleben, war für mich eine einzigartige Inspirationsquelle. Gruberova, Raimondi … die Namensliste würde jetzt wirklich viel zu lang werden.

Als Säulen deines Zürcher Repertoires dürfen Rossini, Mozart und Händel gelten. Daneben hast du dich immer wieder für Ausgrabungen und Raritäten stark gemacht. Was waren die wichtigsten Rollen in Zürich für dich?
Das lässt sich nur schwer definieren, weil jede Rolle auf ihre Weise wichtig war. An erster Stelle stehen für mich sicher die Rossini-Rollen. Mich durch das Mozart- Repertoire zu singen, habe ich aber genauso genossen. Dorabella und Despina in Così fan tutte hatte ich bereits in meinem Repertoire, bevor ich dann in Zürich endlich auch Fiordiligi sein durfte. In Le nozze di Figaro stand ich als Cherubino und Susanna auf der Bühne, und in Don Giovanni habe ich Zerlina und Donna Elvira gesungen. Dabei war dieser Wechsel der Rollen immer auch ein Spiegel meiner stimmlichen Entwicklung. Bei den Ausgrabungen erinnere mich vor allem an Paisiellos Nina und natürlich an Clari, diese völlig verrückte Oper von Halévy. Aber auch die Geschichte, wie ich zu Händel gekommen bin, ist lustig. Nikolaus Harnoncourt hatte sehr kurzfristig eine Neuproduktion von Haydns Armida abgesagt. Man war also dringend auf der Suche nach einer Alternative, wobei es unbedingt ein Stück ohne Chor sein musste. Ich habe Alexander Pereira dann das Oratorium Il trionfo del tempo e del disinganno vorgeschlagen, das ich zuvor einmal mit Harnoncourt aufgeführt hatte. Ein absolutes Meisterwerk – und mein erster Händel in Zürich. Marc Minkowski hat dirigiert, und diese Aufführung wurde dann zu einem der grössten Erfolge jener Saison. Manchmal entwickeln sich die Dinge wirklich rein zufällig. In der Folge von Il trionfo del tempo kamen dann Giulio Cesare in Egitto, Semele und Alcina, so dass Händel – ähnlich wie Rossini – eine neue Bedeutung im Repertoire des Opernhauses Zürich gewonnen hat.

Dein 30-jähriges Bühnenjubiläum am Opernhaus Zürich feiern wir ebenfalls mit Händel. Warum ausgerechnet Semele?
Ähnlich wie Il trionfo del tempo ist auch Semele ein Lehrstück in Philosophie. Was mich an Semele immer wieder fasziniert, ist die Unbedingtheit, mit der sie sich gegen die von ihrem Vater bestimmte Heirat mit Athamas stellt, und die Bereitschaft, für ihre gleichwohl aussichtslose Liebe zu Jupiter zu kämpfen. Hinter der Maske der Schönheit lauert jedoch der Tod. Semele kennt keine Demut, und so wird ihr der Wunsch, unsterblich und den Göttern gleich zu sein, zum Verhängnis. Was dieses Stück jedoch ganz und gar besonders macht, sind die Chöre. In Händels italienischen Opern gibt es nichts Vergleichbares. Die Solisten haben in Semele wunderbare Musik zu singen, aber in guten Aufführungen ist der Chor der heimliche Star des Abends.

Du hast von Demut gesprochen. In welchen Situationen bist du selbst demütig?
Ganz sicher in der täglichen Auseinandersetzung mit den Werken der grossen Komponisten. Was wären wir Instrumentalisten – und als eine solche sehe ich mich – ohne die Komposition, ohne die Partitur? Sie ist die Basis für alles, was wir als Musiker machen. Musik kann uns trösten, wenn wir allein sind. Sie begleitet uns in den schönen und traurigen Momenten unseres Daseins. Bei diesem Gedanken empfinde ich Demut.

Seit 2012 bist du Künstlerische Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele. Welche Wechselwirkungen und Synergieeffekte gibt es da mit dem Opernhaus Zürich?
In Salzburg kann ich auf viele Erfahrungen aus Zürich zurückgreifen. Händels Giulio Cesare in Egitto haben wir zum Beispiel in einer neuen Produktion herausgebracht, in der ich mich noch einmal sehr intensiv mit der Rolle der Cleopatra auseinandergesetzt habe. Im kommenden Juni gibt es eine neue Inszenierung von Alcina. Unsere Salzburger Norma war in Zürich zu sehen, und ich hoffe sehr, dass sich auch in Zukunft derartige Kooperationen verwirklichen lassen. Besonders freue ich mich aber auf ein gemeinsames Projekt mit Andreas Homoki. Es wird, so viel darf ich hier verraten, die Oper eines Komponisten sein, von dem ich bisher noch nichts in Zürich gesungen habe.

Neben der Gala-Vorstellung von Händels Semele feiern wir dein Jubiläum auch mit einem Benefizkonzert am 10. Januar 2019, dessen Erlös dem Internationalen Opernstudio zugutekommt. Aber das ist nur ein Beispiel deines Engagements für junge Sängerinnen und Sänger.
Gemeinsam mit meiner Stiftung und der DECCA haben wir gerade ein Projekt initiiert, das jungen Künstlern Starthilfe leisten soll. Unter dem Titel «Mentored by Bartoli» wollen wir nicht nur Musiker am Anfang ihrer Karriere fördern, sondern auch solche, die bereits weiter oben auf der Karriere leiter stehen, aber bisher nicht die Möglichkeiten für eine Studioaufnahme hatten. Die erste Veröffentlichung in dieser Reihe geht auch auf eine «Zurich Connection» zurück. Mit Javier Camarena gilt sie einem Sänger, der aus dem Internationalen Opernstudio hervorgegangen ist. Er ist ein grossartiger Bühnenpartner und wird heute zu Recht bereits weltweit gefeiert. Mit den «Musiciens du Prince» hat er Arien von Manuel Garcia, einem der grössten Tenöre des 19. Jahrhunderts, aufgenommen. Bei meinem Konzert für das Internationale Opernstudio werde ich, begleitet vom Orchestra La Scintilla, mit einigen der jungen Sängerinnen und Sänger des IOS auftreten. Das ist die neue Sängergeneration, und wir haben geradezu die Verpflichtung, ihr Auftrittsmöglichkeiten zu verschaffen. Gemeinsam unternehmen wir einen Streifzug durch die Opern, die ich während der letzten dreissig Jahren am Opernhaus Zürich gesungen habe. Nach einer äusserst vielversprechenden Audition vor ein paar Wochen freue ich mich riesig auf diesen spannenden Abend.


Das Gespräch führte Michael Küster.
Foto von Uli Weber.
Dieser Artikel ist erschienen in MAG 64, November 2018.
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Galavorstellung mit Bühnendinner

Kaum zu glauben, aber es ist bereits 30 Jahre her, dass Cecilia Bartoli ihr Debüt am Opernhaus Zürich gegeben hat. Ihr grosses Jubiläum feiert die Ausnahmekünstlerin mit ihren treuesten Fans bei einer Galavorstellung der Semele am 6 Jan 2019 um 16 Uhr mit anschliessendem Dinner auf der Bühne. Feiern Sie zusammen mit Cecilia Bartoli und den Künstlerinnen und Künstlern der Vorstellung, der Intendanz des Opernhauses und illustren Gästen das Bühnenjubiläum einer der grössten Künstlerinnen unserer Zeit.

Preise: Apéro, 3-Gang-Menü inkl. aller Getränke: CHF 350.
Eintrittskarten für die Vorstellung nach Platzkategorien: CHF 320, 250, 220, 98, 38
Für Gäste, die an dem festlichen Bühnen-Dinner teilnehmen, sind Plätze in der Preiskategorie 1 im Parkett reserviert. Es können jedoch auch andere Plätze gebucht werden. Bitte richten Sie Ihre Bestellung an Enable JavaScript to view protected content. oder rufen Sie uns an unter +41 44 268 66 66.

Weitere Informationen zum 30-jährigen Bühnenjubiläum von Cecilia Bartoli


Drei Fragen an Andreas Homoki


Eine singuläre Künstlerin

Intendant Andreas Homoki über Cecilia Bartoli, die seit Beginn ihrer Karriere dem Opernhaus Zürich eng verbunden ist.

Cecilia Bartoli feiert in dieser Spielzeit ihr dreissigjähriges Bühnenjubiläum. Wie wichtig ist diese Künstlerin für das Opernhaus Zürich?
Sehr wichtig – sie ist fast so etwas wie eine Botschafterin unseres Hauses. Seit Beginn ihrer Karriere ist Cecilia dem Zürcher Opernhaus sehr eng verbunden. Mir fällt keine andere Sängerpersönlichkeit in der Geschichte unseres Hauses ein, die mit einer vergleichbaren internationalen Ausstrahlung und gleichzeitig mit einer so grossen Beständigkeit hier immer wieder aufgetreten ist. Das ist etwas ganz Besonderes. Darüber freuen wir uns, und das wollen wir – gemeinsam mit ihr – auch feiern mit einer Wiederaufnahme von Händels Semele zum Jahreswechsel, in der sie die Hauptrolle singt, sowie mit einem grossen Benefizkonzert am 10. Januar zugunsten unseres Internationalen Opernstudios, in dem Cecilia ebenfalls im Mittelpunkt steht.

Wo liegen Cecilia Bartolis Qualitäten aus Ihrer Sicht?
Sie ist auf der einen Seite immer auf der Suche nach neuen Opern und Partien, die für sie gut geeignet sind und geht andererseits sehr bewusst mit dem Repertoire um, für das sie sich entschieden hat. Sie ist wahnsinnig selbstkritisch, beobachtet sich genau und ist alles andere als leichtsinnig im Ausprobieren neuer Rollen. Dazu passt, dass sie gerne und viel probt und überhaupt immer sehr, sehr hart an sich arbeitet. Cecilia weiss eben, dass an ihren Namen überall grosse Erwartungen geknüpft werden – und stellt sich dieser Verantwortung. Sie ist ein totaler Teamplayer, weiss, dass im Rahmen einer szenischen Opernproduktion für einen Erfolg alle Rädchen ineineinander greifen müssen und die beteiligten Künstler nur gemeinsam etwas erreichen können. Trotzdem ist sie sich immer im Klaren darüber, dass sie in den Aufführungen meist im Zentrum stehen wird. Das ist ein grosser Druck, der belastend sein kann und mit dem man zurecht kommen muss. Die wirklich grossen Künstler konkurrieren ja vor allem mit sich selbst, mit dem Nimbus, der mit ihnen verbunden ist, und weniger mit anderen Künstlern. Dass Cecilia diesen hohen Selbstanspruch über Jahrzehnte hinweg einlöst, finde ich bewundernswert. Sie hängt sich immer wieder wieder voll rein in ihre Projekte – und ist dann aber auch der unangefochtene Star. Zu Recht! Denn eines ist völlig klar: Cecilia Bartoli ist als Sängerin eine absolut singuläre Erscheinung am Opernhimmel. Figuren von solchem Format kann man weltweit an einer Hand abzählen – wenn es überhaupt eine Hand wird.

Man nimmt es in Zürich gerne für selbstverständlich, dass Cecilia Bartoli hier singt. Ist es das auch?
Cecilia hat ganz klare Präferenzen, was ihre Arbeit angeht. Ganz wichtig für sie ist die Arbeit rund um ihre grossen, regelmässigen CD-­Projekte, die von der Stückrecherche über die Aufnahme bis hin zu weltweiten Tourneen viel Zeit in Anspruch nehmen. Dann ist sie seit einigen Jahren Künstlerische Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele, wo sie auch selbst jedes Jahr singt. Für die Auftritte an den anderen Opernhäusern dieser Welt, die sie natürlich alle präsentieren wollen, bleibt da nicht mehr viel Zeit. Deshalb bin ich glücklich, dass Cecilia die vielen vertrauensvollen Verbindungen in unser Haus schätzt – nicht zuletzt mit den Musikern unseres La Scintilla­-Ensembles – und regelmässig bei uns auftritt. Dieses Privileg gilt es natürlich, künstlerisch so ertragreich wie möglich zu nutzen – auch mit Neuproduktionen. Ich will da im Moment noch nicht zu viel verraten, aber doch so viel, dass wir hier in Zürich auch über das dreissigjährige Bühnenjubiläum von Cecilia Bartoli hinaus spannende gemeinsame künstlerische Pläne haben.


Dieser Artikel ist erschienen in MAG 64, November 2018.
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Die geniale Stelle


Heimliches Glück

Ein Motiv in Georg Friedrich Händels «Semele».

Tante Trudchen ist zum Weihnachtsfest angereist und hat diese scheusslichen Spitzendeckchen im Gepäck, «die dir immer so gefallen haben». Nun heisst es grosse Freude zeigen, aber natürlich durchschaut die Tante das Spiel sofort. Sie hat ein feines Gespür dafür, dass die Worte, die wir aussprechen («Oh, das freut mich aber!») einen geflissentlich verschwiegenen «Untertext» haben («Was mache ich bloss mit den Dingern?»). Der Fall lässt sich verallgemeinern: So gut wie nie geht, was wir sagen, in dem auf, was wir reden. Nahezu jedes Wort, das wir sprechen, hat einen «Untertext» (wie man das im Theater nennt), der sich in Schwankungen der Stimme, Bewegungen, unruhigen Blicken usw. bemerkbar macht. Und wie Tante Trudchen haben alle Menschen die Fähigkeit, diese Gesten zu deuten. Ein Schauspieler muss vor allem diesen nicht geschriebenen Text erforschen, wenn er seine Figur glaubhaft und interessant darstellen will, und ein Komponist, der mit musikalischen Mitteln dasselbe Ziel anstrebt, muss ebenso vorgehen.

Georg Friedrich Händel war ein Meister in der musikalischen Vermittlung solcher Untertexte. Ein besonders schönes Beispiel dafür findet sich in seinem Oratorium Semele: Die thebanische Prinzessin Semele steckt anscheinend in einer üblen Klemme, denn sie muss sich entscheiden zwischen der Ehe mit dem biederen Prinzen Athamas und dem Liebesabenteuer mit Jupiter. Auf den ersten Blick erscheint nicht weiter bemerkenswert, wie Händel diese «Notlage» mit der Abfolge eines kurzen Rezitativs, eines kleinen Ariosos und einer Arie in Musik setzt: Die unruhige Harmonik und scharfe Akzente des Orchesters der ersten beiden Teile scheinen den Schmerz über das Dilemma zu schildern. Der etwas zu pathetische Tonfall würde Tante Trudchen freilich die Stirn in Falten legen lassen. Wenn dann aber das Vorspiel der Arie mit einem heftigen Ruck ins lichte F-Dur springt, das Orchester eine weitausgreifende aufsteigende Figur spielt, die von einem überraschend lustigen Trillermotiv gekrönt wird, nickt sie: «Hab ich’s mir doch gedacht!»

Der Text des folgenden Gesangseinsatzes scheint Klarheit zu bringen: Von der Lerche ist die Rede, deren Trillern angeblich Semeles Bedrängnis ausdrückt. Ein verräterisch missratenes Bild: Wie soll denn das Zwitschern des Vögelchens Schmerz oder Trauer ausdrücken? Und damit bestimmt auch niemand den Widerspruch überhört, lässt Händel das angebliche Lerchen-Motiv immer dann auftreten, wenn die Singstimme das Schlüsselwort «distress» artikuliert. Gleich beim ersten Mal gibt es der Stimme den Impuls zu einer anfangs noch etwas schüchternen Verzierung, die sich bald zu einem regelrechten Feuerwerk höchst virtuoser Koloraturen auswächst. Und je mehr dieses unpassende Motiv die musikalische Struktur dominiert, desto deutlicher versteht man: Es schildert nicht die Lerche, wie uns Semele glauben machen will, vielmehr die herrliche innere Unruhe, die «Hummeln im Bauch», die zur ersten Liebe gehören, zu jener glücksüberfluteten Zeit, wo man nur noch Liebe denken kann, und noch mit dem gleichgültigsten Wort verrät, was man erfolgreich zu verbergen meint. Ein winziges Motiv genügt Händel, um mit zärtlicher Ironie das junge Glück zu schildern. Es ist ein heitermelancholischer Blick zurück, mit dem der alternde Komponist – als grosser Menschenkenner und grosser Liebender – noch einmal die schönste Zeit des Lebens vergegenwärtigt.


Text von Werner Hintze.
Dieser Artikel ist erschienen in MAG 65, Januar 2019.
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Audio-Einführung zu «Semele»

  1. Audio-Einführung zu «Semele»
    Unser Dramaturg Michael Küster gibt einen Einblick in die Oper «Semele» (Dauer: 8 Minuten). Live-Einführungen finden jeweils 45 Minuten vor der Vorstellung im Opernhaus statt.

Programmbuch

Semele

Semele

Synopsis

Semele

Synopsis

Semele

Biografien


William Christie, Musikalische Leitung / Cembalo

William Christie

William Christie wurde in Buffalo geboren und studierte zunächst Klavier, Orgel und Cembalo. Als Absolvent der Harvard- und der Yale-Universität zog er 1971 nach Frankreich. 1979 gründete er das Instrumental- und Vokalensemble «Les Arts Florissants», mit welchem er sich dem oft noch unveröffentlichten Repertoire von französischer, italienischer und englischer Musik des 17. und 18. Jahrhunderts widmet. Viele der über 70 Einspielungen wurden mit internationalen Preisen ausgezeichnet. 2002 bis 2007 war er regelmässiger Gastdirigent der Berliner Philharmoniker. Triumphale Erfolge feierte er mit Opernproduktionen in Paris, Caen, Madrid (Monteverdi-Zyklus), Lyon, beim Glyndebourne Festival (u.a. Theodora, Rodelinda, The Fairy Queen, Hippolyte et Aricie) und beim Festival d’Aix-en-Provence (u.a. mit Monteverdis Il ritorno d’Ulisse in patria, Händels Hercules und mit Charpentiers David et Jonathas in der Inszenierung von Andreas Homoki). Am Opernhaus Zürich dirigierte er u.a. Les Indes galantes, Radamisto, Orlando, Semele und Il re pastore. In jüngerer Zeit war er u.a. mit Händels Messiah und Bachs h-Moll-Messe auf Tournée und dirigierte die Ballettkomödie Monsieur de Pourceaugnac von Molière/Lully, u.a. in Caen, Versailles und auf Tournée. Der Förderung junger Sänger widmet er sich in seinem Projekt «Le Jardin des voix». William Christie ist seit 1995 französischer Staatsbürger. Er ist «Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres» und Mitglied der Ehrenlegion. 2008 wurde er in die Académie des Beaux-Arts gewählt. Seit 2009 ist Christie Gastprofessor im «Juilliard Historical Performance Program» der Juilliard School in New York.

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Robert Carsen, Inszenierung / Lichtgestaltung

Robert Carsen

Robert Carsen, geboren in Kanada, absolvierte eine Ausbildung als Schauspieler an der York University in Toronto und an der Bristol Old Vic Theatre School. Sein Debüt als Regisseur gab er beim Glyndebourne Festival. Erste Erfolge hatte er Mitte der achtziger Jahre an den Opernhäusern in Genf und anschliessend Paris, wo Intendant Hugues Gall ihn förderte. International Furore machten Anfang der neunziger Jahre seine Puccini- und Janáček-Zyklen in Antwerpen. Es folgten Arbeiten an allen grossen Bühnen der Welt. Seine Opernproduktionen umfassen Dialogues des Carmélites (Amsterdam, La Scala, Royal Opera, Wien, Madrid u.a.), A Midsummer Night’s Dream (Aix), Rusalka, Capriccio, Tannhäuser u. a. (Paris), Don Giovanni (Mailand), Falstaff, Der Rosenkavalier (Royal Opera, Metropolitan Opera u.a.), The Turn of the Screw, Platée, Agrippina, Wozzeck (Theater an der Wien), Rinaldo, L’incoronazione di Poppea (Glyndebourne), La traviata (Venedig), Der Ring des Nibelungen (Köln, Shanghai, Barcelona, Madrid u. a.). Zudem inszeniert er Theater und Musicals: My Fair Lady, Singin’ in the Rain (Théâtre du Châtelet, Mariinsky Theatre, Chicago u.a.) und wirkte als Kurator und Szenograph für Ausstellungen u.a. im Grand Palais, im Musée d’Orsay sowie an der École Supérieure des Beaux Arts in Paris. 2017/18 gab er mit Shakepeares Der Sturm sein Debüt an der Comédie Française. Für Les Bouffes du Nord, ebenfalls in Paris, brachte er John Gay’s The Beggar’s Opera auf die Bühne. Zuletzt inszenierte er Die tote Stadt an der Komischen Oper Berlin, Idomeneo in Madrid und Oceane von Detlef Glanert an der Deutsche Oper Berlin. Am Opernhaus Zürich inszenierte er Lucia di Lammermoor, Tosca, Semele, Pique Dame und in der zuletzt Hänsel und Gretel.

Hänsel und GretelVorstellung am 22, 25 Nov; 12, 13, 15, 23, 26, 30 Dez 2018; 18, 20, 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22, 25 Apr; 20, 26 Dez 2019; 05, 10, 19 Jan 2020 Semele02, 04, 06, 08 Jan 2019 Arabella04, 07, 11, 15, 19, 22, 28, 31 Mär 2020


Patrick Kinmonth, Bühnenbild und Kostüme

Patrick Kinmonth

Patrick Kinmonth arbeitet als Opernregisseur, als Bühnen- und Kostümbildner für Opern- und Ballettproduktionen sowie als Kurator, Publizist, Designer, Innenausstatter, Fotograf, Maler und Creative Director für die britische Vogue. Er schuf die Ausstattung für Produktionen an Opernhäusern in Amsterdam, Barcelona, Madrid, Brüssel, London, Venedig, Mailand, Wien und Köln sowie für die Festspiele in Aix-en-Provence. Er kuratierte zudem Ausstellungen für Museen wie die National Portrait Gallery in London, das Metropolitan Museum of Art New York und das Museum Thyssen-Bornemisza Madrid. Mit Robert Carsen verbindet ihn eine enge Zusammenarbeit, so zeichnet er u.a. für die Ausstattung von La traviata, Der Ring des Nibelungen, Jenůfa und Katja Kabanova verantwortlich. Als Regisseur inszenierte er zuletzt Die Gezeichneten und Tannhäuser an der Oper Köln und La clemenza di Tito am Badischen Staatstheater Karlsruhe. Er arbeitet zudem eng mit den Choreografen Fernando Melo und Pontus Lidberg zusammen. Für sie schuf er die Ausstattungen für Ballettabende in Göteborg, am Gärtnerplatztheater in München, am Luzerner Theater, an der Semperoper Dresden, für das Griechische Nationalballett und das San Francisco Ballett. Zudem sind 2019 Arbeiten für das Ballet de Opéra national de Paris und das American Ballet Theatre at the Metropolitan Opera geplant.

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Peter van Praet, Lichtgestaltung

Peter van Praet

Peter van Praet stammt aus Belgien. Mit Robert Carsen verbindet den Lichtdesigner eine langjährige Zusammenarbeit, so entstanden mit ihm Arbeiten wie Jenůfa, Katja Kabanowa und Battisellis Richard III an der Vlaamse Opera, Rusalka und Capriccio an der Pariser Opéra, Fidelio in Amsterdam und Florenz, Tosca in Barcelona, Der Rosenkavalier bei den Salzburger Festspielen, The Turn of the Screw am Theater an der Wien, Rinaldo am Glyndebourne Festival, Candide an der Scala in Mailand und Iphigénie en Tauride sowie Falstaff und Der Rosenkavalier am Royal Opera House in London. Er arbeitet zudem regelmässig als Lichtdesigner für die Theatergruppe «La Fura dels Baus» mit der er u.a. Der Ring des Nibelungen und Le Grand Macabre erarbeitete.

Hänsel und GretelVorstellung am 22, 25 Nov; 12, 13, 15, 23, 26, 30 Dez 2018; 18, 20, 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22, 25 Apr; 20, 26 Dez 2019; 05, 10, 19 Jan 2020 Semele02, 04, 06, 08 Jan 2019 Arabella04, 07, 11, 15, 19, 22, 28, 31 Mär 2020


Ernst Raffelsberger, Choreinstudierung

Ernst Raffelsberger

Ernst Raffelsberger, Chorleitung, stammt aus Gmunden, Oberösterreich. Er studierte Mu­sikpädagogik und Kirchenmusik an der Hoch­schule für Musik und dar­stel­lende Kunst in Wien (Chor­leitung bei Prof. Erwin Ortner) und anschlies­send Chor­dirigieren am Salzburger Mozarteum bei Prof. Walter Hagen-Groll. Von 1983 bis 1986 war er Kapellmeister der Wiener Sängerknaben. In die­ser Zeit leitete er das Ensemble in Wien und auf Tourneen durch Europa, Südafrika, Kanada und die USA. Ab 1986 war Ernst Raffelsberger Chordirektor und Kapellmeister am Landestheater Salzburg (Mitwirkung bei der Salzburger Mozartwoche und den Salzburger Festspielen). 1989 wurde er von Donald Runnicles als Chordirektor und Kapellmeister an das Theater in Freiburg/Breis­gau berufen. Seit Herbst 1993 ist Ernst Raffelsberger am Opernhaus Zürich als Chordirektor engagiert. Hier hat er inzwischen über 100 Pre­mieren betreut und mit vielen nam­haften Dirigenten wie Riccardo Chailly, Christoph von Dohnányi, Vladimir Fedoseyev, Sir John Eliot Gardiner, Daniele Gatti, Bernard Haitink, Nikolaus Harnoncourt, Zubin Mehta, Franz Welser-Möst und Teodor Currentzis zusammengearbeitet. Gastspiele mit dem Opernhaus Zürich führten ihn nach Wien, London, Paris und Tokio. Zahlreiche CD- und DVD-Aufnahmen dokumentieren diese Arbeit. Im Sommer 2012 begann zusätzlich seine Tätigkeit als Chordirek­tor der Salzburger Festspiele. Er ist dort für die Produktionen der Konzertver­einigung Wiener Staats­opernchor verant­wort­lich. Dort kam es u.a. zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit mit Riccardo Muti, Sir Simon Rattle und Mariss Jansons.

Il turco in Italia02, 05, 10, 14, 18, 23, 26, 29 Mai; 13, 19, 28 Dez 2019; 03 Jan 2020 Così fan tutte08, 11, 13, 16, 21, 24, 28 Nov; 01 Dez 2018; 26, 30 Okt; 02, 08 Nov 2019 Madama Butterfly30 Nov; 02, 08, 14 Dez 2018 Nussknacker und MausekönigVorstellung am 15, 18, 26, 29 Dez 2018; 01 Jan 2019; 05, 06, 10, 20, 24, 29 Mär; 03 Apr 2020 Semele02, 04, 06, 08 Jan 2019 Le Grand Macabre07, 10, 13, 16, 21, 24 Feb; 02 Mär 2019 Der Rosenkavalier23, 27 Feb; 03 Mär 2019 Tannhäuser27, 31 Mär; 05 Apr 2019 Manon10, 13, 18, 22, 26 Apr; 04, 12, 15 Mai 2019 La sonnambula09, 12 Mai 2019 Norma05, 08, 12, 15, 20 Jun 2019 Il barbiere di Siviglia17, 19, 22, 25 Mai 2019 Die Sache Makropulos25, 28 Sep; 06, 09, 13, 17, 22 Okt 2019 Der Freischütz04, 16, 19, 27 Okt 2019 Die Zauberflöte16, 18, 24, 26 Jan 2020 La cenerentola31 Dez 2019; 02, 05, 12 Jan 2020 Messa da Requiem24, 29 Nov; 01, 07, 11, 14, 22, 29 Dez 2019 Don Pasquale12, 15, 21, 26, 29 Dez 2019; 01, 04, 09 Jan 2020 Arabella04, 07, 11, 15, 19, 22, 28, 31 Mär 2020 La bohème12, 18, 22, 25, 29 Mär 2020 Aida25, 28 Apr; 03, 06, 10 Mai 2020 Faust14, 17, 20, 23 Mai 2020


Cecilia Bartoli, Semele

Cecilia Bartoli

Cecilia Bartoli gehört zu den Topstars im klassischen Musikbereich. Ihre neuen Bühnenrollen, Konzertpro­gram­me und CD-­Projekte werden jeweils mit grosser Spannung erwartet. Über 10 Millionen verkaufte Tonträger, über 100 Wochen in internationalen Popcharts, zahlreiche Goldene Schallplatten, Grammys, Echos und ein Bambi bezeugen den immensen Erfolg ihrer Entdeckerprojekte Vivaldi, Gluck, Salieri, Opera proibita, Maria, Sacrificium, Mission und Sankt Petersburg. Weit wichtiger jedoch als der kommerzielle Erfolg ist für Cecilia Bartoli, dass sie die klassische Musik einem Millionenpublikum näher bringt. Als besonders genugtuend empfindet sie zudem die dadurch ausgelöste breite Wiederbelebung des jeweiligen Repertoires. Mit dem Orchestra La Scintilla nahm sie das Album Maria (Grammy-Nomination 2009), La son­nam­­bu­­­la, die DVDs The Barcelona Concert und Cla­ri auf; alle sind der legendären Sängerin Maria Malibran gewidmet. Ebenfalls mit La Scin­­tilla entstand die CD-Einspielung Norma, mit der Cecilia Bartoli einen weiteren Meilenstein in ihrer Karriere und in der Auf­führungstradition dieser Oper gesetzt hat. Ihr Bühnen­debüt mit dieser Rolle gab sie bei den Salzburger Pfingstfestspielen 2013 und sang sie später auch beim Edinburgh Festival, am Théâtre des Champs-Élysées und in Baden-Baden. Cecilia Bartoli tritt in den bedeutendsten Konzertsälen Europas, Nordamerikas, Asiens und Australiens mit den Spitzenensembles der historischen Aufführungspraxis auf. Auf der Bühne war sie ausserdem an der New Yorker Met, Londoner Covent Garden, Mailänder Scala, Bayerischen Staatsoper sowie am Zürcher Opernhaus zu erleben. In Letz­te­rem hat sie viele ihrer Opernrollen zum ersten Mal präsentiert. Die Künstlerin erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Léonnie-Sonning-Musikpreis (2010), der Herbert-von-Karajan-Preis (2012), der SwissAward für Kultur (2013) und der Polar Music Prize (2016). Vom Fürstentum Monaco wurde sie zum Chevalier de l’Ordre du Mérite Culturel erklärt. 2012 wurde Cecilia Bartoli Künstlerische Leiterin der Salzburger Pfingstfestspiele; ihr Vertrag wurde kürzlich bis 2021 verlängert. Im Sommer 2016 ist sie zudem zum ersten Mal mit dem von ihr ins Leben gerufenen und in Monaco beheimateten Orchester Les Musiciens du Prince aufgetreten.

Semele02, 04, 06, 08 Jan 2019 Cecilia Bartoli10 Jan 2019 La cenerentola31 Dez 2019; 02, 05, 12 Jan 2020 Iphigénie en Tauride04, 06, 08, 11 Feb 2020


Deniz Uzun, Ino

Deniz Uzun

Deniz Uzun stammt aus Mannheim und Izmir/Türkei. Sie studierte Gesang an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in ihrer Heimatstadt sowie der Indiana University in Bloomington. Während ihres Studiums war sie Preisträgerin als jüngste Teilnehmerin des Bundeswettbewerbs Gesang Berlin 2012 sowie Finalistin der Metropolitan Opera Competition 2015. Sie war Stipendiatin der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Liedakademie des Heidelberger Frühlings und des Richard Wagner Verbandes sowie in den USA der Georgina Joshua Fellowship. Noch während des Studiums gastierte sie am Nationaltheater Mannheim sowie an den Osterfestspielen Baden-Baden. 2015/2016 war sie Mitglied des Opernstudios der Bayerischen Staatsoper. Seit 2016/2017 ist sie Ensemblemitglied des Opernhauses Zürich. Hier war sie bisher als Jacob in der Kinderoper Gold!, als Sonetka (Lady Macbeth von Mzensk), Alisa (Lucia di Lammermoor), Page (Salome), in den Titelpartien von J. Arneckes Ronja Räubertochter, Ravels L‘Enfant et les sortilèges, Lucilla in La Scala di seta, Zelim in La verità in Cimento, Ino in Semele (Dirigent: William Christie), Hänsel in Hänsel und Gretel, in Manon sowie in russischen und georgischen Liedern im Ballett Anna Karenina zu hören. Gastauftritte führten sie u.a. nach Baden-Baden, an die Münchner Opernfestspiele, Stiftung Mozarteum in Salzburg sowie nach Tel-Aviv mit dem Ballett Zürich. 2018 war sie Preisträgerin am Hans-Gabor-Belvedere Wettbewerb in Jūrmala/Lettland und wurde zum diesjährigen Jūrmala Festival 2019 eingeladen, in dem sie ein Galakonzert sowie Lola (Cavalleria rusticana) singen wird. Gastengagements führen sie 2019/2020 u.a. zur Dallas Symphonie unter Fabio Luisi.

La verità in cimento28, 30 Sep; 04 Okt 2018 Hänsel und GretelVorstellung am 12 Dez 2018; 18, 20, 27 Jan; 17 Feb; 24 Mär; 20, 22, 25 Apr; 26 Dez 2019; 05, 10, 19 Jan 2020 Semele02, 04, 06, 08 Jan 2019 Manon10, 13, 18, 22, 26 Apr; 04, 12, 15 Mai 2019 Elektra11, 14 Jul 2019 Die Sache Makropulos25, 28 Sep; 06, 09, 13, 17, 22 Okt 2019 Otello21, 27 Mär; 01, 04, 07 Apr 2020


Katarina Bradić, Juno

Katarina Bradić

Die serbische Mezzo-Sopranistin Katarina Bradić studierte am Wiener Konservatorium. In der Saison 2009/10 war sie Ensemblemitglied der Vlaamse Opera, wo sie u.a.Olga (Eugen Onegin), Suzuki (Madama Butterfly) und Medea in Cavallis Giasone sang. Anschliessend wechselte sie ins Ensemble der Deutschen Oper Berlin. Unterdessen hat sie sich als gefragte Interpretin vor allem des Barockrepertoires etabliert. Die Saison 2017/18 führte sie u.a. ans Bolschoi-Theater im Moskau und ans Theater Basel – an beiden Häusern debütierte sie in der Rolle der Bradamante (Alcina) – sowie an die Komische Oper Berlin für eine Neuproduktion von Semele (Ino). In jüngster Zeit gab Katarina Bradić vielbeachtete Debüts an der Staatsoper Berlin (Lavinia in Amor vien dal destino), in Glyndebourne (Ursule in Béatrice et Bénédict), in Aix-en-Provence (Bradamante) sowie am Brüsseler La Monnaie/De Munt, im Concertgebouw Amsterdam und am Theater an der Wien (Penelope in Il ritorno d’Ulisse in patria). Weitere Höhepunkte waren die Titelrollen in The Rape of Lucretia an der Deutschen Oper Berlin und in Carmen an der Oper Oslo, Wozzeck und Rihm's Die Eroberung von Mexico am Teatro Real in Madrid, Amastre (Serse) an der Komischen Oper Berlin, der Oper Graz und der Deutschen Oper am Rhein, Elektra bei den BBC Proms sowie die Weltpremiere von Nico and the Navigators’ Mahlermania an der Deutschen Oper Berlin und in Rouen. 2018/19 gibt sie ihre Hausdebüts an der Bayerischen Staatsoper als Giunone in einer Neuproduktion von Agrippina und am Opernhaus Zürich als Juno in Semele. Zudem kehrt sie ans Theater an der Wien und ans Bolschoi-Theater (Bradamante) und an die Deutsche Oper am Rhein als Amastre zurück.

Semele02, 04, 06, 08 Jan 2019


Rebeca Olvera, Iris

Rebeca Olvera

Rebeca Olvera stammt aus Mexiko. Sie studierte am Conservatorio Nacional de Musica in Mexiko City und war 2005-2007 Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich. Anschliessend wurde sie festes Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich, wo sie u.a. Adina (L’elisir d’amore), Norina (Don Pasquale), Berenice (L’occasione fa il ladro), Giulia (La scala di seta), Rosina (Paisiellos Il barbiere di Siviglia), Blonde (Die Entführung aus dem Serail), Madame Herz (Der Schauspieldirektor), Dorinda (Orlando), Isolier (Le Comte Ory) und Adalgisa (Norma) sang. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Ralf Weikert, Vladimir Fedoseyev, William Christie, Marc Minkowski, Nello Santi, Adam Fischer, Fabio Luisi, Diego Fasolis, Franz Welser-Möst, Emmanuelle Haïm und Alessandro De Marchi. Mit José Carreras gab sie Konzerte in Südamerika und Europa (Carreras-Gala 2007 in der ARD) und mit Plácido Domingo in Mexiko. Sie sang u.a. im Wiener Konzerthaus, der Tonhalle Zürich, mit dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst sowie mehrfach bei den Salzburger Festspielen. 2016 sang sie Adalgisa in Norma neben Cecilia Bartoli im Théâtre des Champs-Elysées, beim Edinburgh Festival und im Festspielhaus Baden-Baden. In Zürich war sie in letzter Zeit als Despina, Frasquita (Carmen) und Contessa di Folleville (Il viaggio a Reims)– eine Rolle, die sie auch in der Royal Danish Opera sang – sowie als Dorothy in Der Zauberer von Oz und als Mi in Das Land des Lächelns zu hören. Zudem war sie 2017/18 in Monte Carlo (La cenerentola), in Zürich (Le Comte Ory, Carmen) und in Salzburg (L’Italiana in Algeri) zu sehen.

Il turco in Italia02, 05, 10, 14, 18, 23, 26, 29 Mai; 13, 19, 28 Dez 2019; 03 Jan 2020 Così fan tutte08, 16, 21, 24, 28 Nov; 01 Dez 2018; 26, 30 Okt; 02, 08 Nov 2019 Semele02, 04, 06, 08 Jan 2019 La finta giardiniera20, 24 Feb; 01, 06, 08 Mär 2019 Die Csárdásfürstin08, 11, 13, 16, 18, 24, 26, 29 Apr; 03 Mai 2020


Frédéric Antoun, Jupiter/ Apollo

Frédéric Antoun

Frédéric Antoun stammt aus Québec und studierte Gesang am Curtis Institute of Music in Philadelphia. 2008 erregte er Aufsehen als Belmonte (Die Entführung aus dem Serail) in einer Produktion des Opera Atelier Toronto; seither ist er Gast auf den grossen Opernbühnen in Amerika und Europa. Frédéric Antoun war u.a. als Belmonte, Thespis (Platée) und Ferrando (Così fan tutte) an der Opéra de Paris, als Tonio (La Fille du Régiment) am Londoner Covent Garden sowie in Lausanne und Toulon, in den Uraufführungen von Marc-André Dalbavies Charlotte Salmon (Amadeus Daberloh) und Thomas Adès’ The Exterminating Angel (Raúl) bei den Salzburger Festspielen, als Nadir (Les Pêcheurs de perles) am Opernhaus Zürich, Laërte (Hamlet) am Theater an der Wien und in Cendrillon am Théâtre de la Monnaie in Brüssel zu erleben. Zu den Dirigenten, mit denen er zusammengearbeitet hat, zählen u.a. Marc Minkowski, Emmanuelle Haïm, Michel Plasson, Alain Altinoglu und Ivor Bolton. Sein Konzertrepertoire umfasst Werke wie Mozarts Requiem, Händels Messiah, Schumanns Das Paradies und die Peri, Berlioz’ L’enfance du Christ und das Requiem, Beethovens Neunte Sinfonie, Orffs Carmina burana sowie Bachs Magnificat, die Johannes- und die Matthäuspassion. In der Spielzeit 2017/18 debütierte er als Ferrande (Così fan tutte) an der Staatsoper München. In der gleichen Spielzeit war er u.a. als Raúl (The Exterminating Angel) an der Met in New York, als Gonzalve (L’Heure espagnole) in Zürich und als Fenton (Falstaff) am Royal Opera House in London zu erleben.

Così fan tutte08, 11, 13, 16, 21, 24, 28 Nov; 01 Dez 2018 Semele02, 04, 06, 08 Jan 2019 Iphigénie en Tauride04, 06, 08, 11, 16, 20, 23, 28 Feb 2020


Nahuel Di Pierro, Cadmus/ Somnus

Nahuel Di Pierro

Nahuel Di Pierro stammt aus Buenos Aires. Er studierte Gesang am Instituto Superior de Arte des Teatro Colón und war dort als Masetto (Don Giovanni), Haly (L’italiana in Algeri), Figaro (Le nozze di Figaro), Colline (La bohème) und Guglielmo (Così fan tutte) zu erleben. Nach Engagements im Pariser Opernstudio und beim Young Singers Project der Salzburger Festspiele gastierte er u.a. an der Deutschen Oper Berlin, der Nederlandse Opera in Amsterdam, in Santiago de Chile und Buenos Aires, am Théâtre des Champs-Elysées, der Opéra National de Bordeaux, dem Théâtre du Capitole in Toulouse, bei den Festivals in Salzburg, Glyndebourne und Beaune und immer wieder an der Pariser Oper. In jüngster Vergangenheit sang er u.a. Leporello (Don Giovanni) in Salzburg, Aix-en-Provence und Tel Aviv, Assur (Semiramide) in Nancy, Colline und Masetto am Royal Opera House Covent Garden, Osmin am Théâtre des Champs-Elysées, Guglielmo beim Edinburgh International Festival sowie Lorenzo (I Capuleti e i Montecchi) am Grand Théâtre de Genève und am Festspielhaus Baden-Baden. Im Konzertbereich trat er u.a. mit dem Ensemble Matheus, Le Cercle de l’Harmonie und Le Concert d’Astrée auf. Mit dem Orchestre National de Paris war er unter Kurt Masur, James Conlon und Daniele Gatti zu erleben, mit dem Orchestre de Paris unter Louis Langrée, Jérémie Rohrer und Bertrand de Billy. Am Opernhaus Zürich sang er Osmin (Die Entführung aus dem Serail), Créon (Médée) sowie in Il viaggio a Reims, King Arthur, Le Comte Ory und Seneca in L’incoronazione di Poppea.

Il turco in Italia02, 05, 10, 14, 18, 23, 26, 29 Mai 2019 Die Entführung aus dem Serail26, 28 Okt; 03 Nov 2018 Semele02, 04, 06, 08 Jan 2019


Christophe Dumaux, Athamas

Christophe Dumaux

Christophe Dumaux, Countertenor, begann seine Gesangsausbildung in Meisterklassen von Noëlle Barker und James Bowman. Sein Stu­dium absolvierte er am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris. 2002 debütierte er mit 22 Jahren als Eustazio in Georg Friedrich Händels Rinaldo beim Festival de Radio France in Montpellier. Die von René Jacobs musikalisch geleitete Aufführung war auch beim Innsbruck Festival und an der Berliner Staatsoper zu sehen. Seitdem wurde Christoph Dumaux von internationalen Opernhäusern und Festivals für Opern- und Konzertauftritte engagiert. Er war u.a. an der Metropolitan Opera New York, beim Glyndebourne Festival, an der Pariser Oper, dem Theater an der Wien und der Berliner Staatsoper zu erleben. Zu seinem Repertoire gehören die Titelpartien in Händels Tamerlano und Cavallis Eliogabalo, Ottone in Monteverdis L’incoronazione di Poppea und weitere Händelpartien. 2010 debütierte er in Glyndebourne (Rinaldo), 2012 in einer Neuproduktion von Giulio Cesare bei den Salzburger Festspielen sowie in Christoph Marthalers Sale am Opernhaus Zürich. 2013 interpretierte er die Rolle des Tolomeo (Giulio Cesare) erneut in New York und Paris, kehrte als L’humana fragilità/Anfinomo (Il ritorno d'Ulisse in patria) nach Zürich zurück und sang in Peter Sellars Inszenierung von Purcells The Indian Queen (Dirigent: Teodor Currentzis) in Madrid und Perm. 2014 debütierte er u.a. in seiner ersten Mozart-Rolle (Farnace in Mitridate) am Drottningholm Festival in Stockholm. Zuletzt war er in Il ritorno d’Ulisse in patria an der Staatsoper Hamburg zu hören; in Händels Ariodante, welche an der Wiener Staatsoper Premiere hatte und anschliessend auf Europatournee ging, sang er unter der Leitung von William Christie Polinesso.

La verità in cimento28, 30 Sep; 04 Okt 2018 Semele02, 04, 06, 08 Jan 2019


Claudius Herrmann, Violoncello

Claudius Herrmann

Claudius Herrmann erhielt seine musikalische Ausbildung bei Hans Adomeit in Mannheim und an der Musikhochschule Lübeck bei David Geringas. Seit 1992 ist er Solocellist der Philharmonia Zürich und arbeitete dort mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Georg Solti, Christoph von Dohnányi, Riccardo Chailly, Bernhard Haitink und Franz Welser-Möst. 2013 wurde er als Solocellist zu den Bayreuther Festpielen eingeladen. Bevor Claudius Herrmann in das Gringolts Quartett eintrat, war er 15 Jahre lang Mitglied des Amati Quartetts Zürich, mit dem er in den wichtigsten Konzertsälen wie der Carnegie Hall, dem Concertgebouw, der Wigmore Hall, dem Theatre Champs Elysées, dem Wiener Musikverein und der Berliner Philharmonie aufgetreten ist. Als Solist war er u.a. mit den Hamburger Symphonikern, den Stuttgarter Philharmonikern, dem Tschaikowsky Sinfonieorchester Moskau sowie dem Orchester der Oper Zürich (Don Quixote) zu erleben. Neben über 20 Kammermusik CD-Aufnahmen hat er auch mehrere CDs mit Cello-Sonaten von Brahms, Reinecke und Herzogenberg veröffentlicht. Er spielt ein Instrument von Giovanni Paolo Maggini (um 1600), das ihm von der Maggini Stiftung Langenthal zur Verfügung gestellt wird.

Semele08 Jan 2019 Le nozze di Figaro16, 28 Jun; 03, 06 Jul 2019 Hippolyte et Aricie22, 24, 30 Mai; 02, 07, 14 Jun 2019