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Siegfried

Richard Wagner (1813-1883)
Zweiter Tag des Bühnenfestspiels «Der Ring des Nibelungen»,
Libretto von Richard Wagner

Musikalische Leitung Gianandrea Noseda Inszenierung Andreas Homoki Ausstattung Christian Schmidt Künstlerische Mitarbeit Bühnenbild Florian Schaaf Lichtgestaltung Franck Evin Dramaturgie Werner Hintze, Beate Breidenbach

In deutscher Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn.
Die Einführungsmatinee findet am 12 Februar 2023 statt.

Termine & Tickets

März 2023

So

05

Mär
16.00

Siegfried

Oper von Richard Wagner, Premiere
Preise F: CHF 270 / 216 / 184 / 98 / 38 / 29
Premieren-Abo A

Do

09

Mär
17.00

Siegfried

Oper von Richard Wagner
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Premieren-Abo B

Di

14

Mär
17.00

Siegfried

Oper von Richard Wagner
Preise H
AMAG Volksvorstellung

Sa

18

Mär
17.00

Siegfried

Oper von Richard Wagner
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Deutsche Oper-Abo

Mi

22

Mär
17.00

Siegfried

Oper von Richard Wagner
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Mittwoch-Abo A

So

26

Mär
14.00

Siegfried

Oper von Richard Wagner
Preise E: CHF 230 / 192 / 168 / 95 / 35 / 29
Sonntag-Abo B

Gut zu wissen

Einzelkarten der Spielzeit 2022/23 gelangen am 25. Juni 2022 in den freien Vorverkauf. Weitere Informationen finden Sie hier.

Kurzgefasst

Siegfried

Kurzgefasst

Siegfried


Interview


Zurück zum Ursprung

Mit der Premiere «Rheingold» hob sich am 30. April 2022 der Vorhang zum neuen Zürcher «Ring». Regisseur Andreas Homoki gibt Auskunft über konzeptionelle Überlegungen und seine persönliche Beziehung zu Richard Wagners Mammutwerk.

Richard Wagner hat den Ring des Nibelungen zum grössten Teil in Zürich geschrieben. Hat dieser Fakt für dich eine Bedeutung, wenn du die Tetralogie nun in Zürich inszenierst?
Es ist schon ein besonderes Gefühl, an dem Ort zu sein und jeden Tag am Haus Zeltweg 11 vorbeizufahren, wo dieses gewaltige Werk entstand. In unserer Arbeit kehrt der Ring sozusagen an seinen Ursprung zurück. Und dieser Vorgang passt perfekt zum Ansatz der Inszenierung.

Wie ist das zu verstehen?
Wir wollen in der Inszenierung auf andere Weise zum Ursprung zurückkehren, also ausgehend von Text und Musik, wie sie Wagner geschrieben hat, die Geschichte so buntscheckig und phantastisch erzählen, wie sie ist. Damit meine ich selbstverständlich nicht, was oft als «werktreue» Inszenierung bezeichnet wird, also eine, die jede Einzelheit so bringt, wie sie der Meister angeblich gemeint hat. Wir leben heute und machen heutiges Theater, anders geht es ja gar nicht. Der entscheidende Punkt ist, dass unsere Arbeit nicht die Deutung der Vorgänge bringen will, sondern die Vorgänge selbst, so spielerisch, sinnlich, emotional, traurig, lustig, überraschend und unterhaltsam wie möglich. Um es an einem Beispiel zu erläutern: Wir zeigen nicht, was der Riesenwurm unserer Meinung nach bedeutet, sondern wir zeigen den Riesenwurm. Ich möchte dem Zuschauer keine fertige Deutung servieren, die er auf Treu und Glauben zu schlucken hat, sondern ihn einladen, seine eigene Deutung des Gesehenen zu finden.

Auch für dich persönlich ist diese Inszenierung in gewisser Weise eine Rückkehr zum Ursprung…
Ja, tatsächlich steht der Ring am Beginn meiner ernsthaften Beschäftigung mit der Gattung Oper und damit meiner Laufbahn als Regisseur. Als ich den Gedanken fasste, Opernregisseur zu werden, war ich kein grosser Kenner. Ich war hin und wieder in der Oper und eigentlich immer enttäuscht, was, wie ich bald herausfand, an den schlechten Inszenierungen lag, die das Potenzial der Gattung nicht ausschöpften. Mir wurde schnell klar, dass ich mir einen eigenen Zugang zur Oper erarbeiten musste, indem ich mir die Stücke selbst lesend und analysierend vornehme. Und angefangen habe ich mit dem grössten Brocken: dem Ring. Ich habe den Text gründlich studiert und die vier Stücke hörend, mit der Partitur in der Hand, durchgearbeitet. Das war ein faszinierendes Erlebnis.

Worin bestand diese Faszination?
Es war wie Kino. Kopfkino versteht sich. Aus den Dialogtexten, den detaillierten Regieanweisungen und der suggestiven Musik entstand in mir ein deutliches Bild der Wunderwelt, in die Wagner uns entführt, und der Dinge, die dort vorfallen. Dabei habe ich das Werk gar nicht in dem Sinne verstanden, dass ich seine politisch-philosophischen Konnotationen hätte benennen können. Ich kannte einige der klugen Texte, die diese Hintergründe erklären, aber sie interessierten mich nicht, weil sie genau das nicht berührten, was mich so begeisterte. Meine Annäherung an den Gegenstand war also eher naiv als intellektuell. Und das ist bis heute so geblieben.

Die überaus genauen Regieanweisungen, geprägt vom Theaterverständnis und -stil des späten neunzehnten Jahrhunderts, haben dich also nicht abgeschreckt?
Im Gegenteil. Gerade diese Präzision ermöglicht ja das wunderbare Kopfkino, das ich da erlebt habe. Aber natürlich muss für eine Inszenierung das, was sich bei der Lektüre im Kopf abspielt, transformiert werden. Zum Beispiel: Wie Wagner die erste Rheingold-Szene erfunden hat, dieses Geschehen unter Wasser, wo die Rheintöchter in ihrem Element sind, während Alberich ihnen hoffnungslos unterlegen ist – das ist beim Lesen ein wunderbares Bild und eine anmutig-komisch Szene. Aber dieses Bild lässt sich auf der Bühne nicht realisieren. Die Aufgabe ist also, für dieses Bild eine Übersetzung zu finden, die den Möglichkeiten der Bühne entspricht. Aber noch erheblich wichtiger ist es, die Beziehungen zwischen den Figuren so deutlich wie möglich zu zeigen. Denn diese sind der Kern der Sache, sie tragen das theatralische Geschehen und vermitteln seine Bedeutung.

George Bernard Shaw hat eine Analyse der Tetralogie verfasst, die das Werk als allegorische Darstellung der Herausbildung des Kapitalismus deutet. Joachim Herz und Patrice Chéreau haben diesen Ansatz ihren Inszenierungen zugrundegelegt, indem sie der Erzählung das allegorische Gewand sozusagen abstreiften. Du hast einen ganz anderen Weg gewählt…
Das waren mit Sicherheit zwei theatralisch sehr beeindruckende Arbeiten, die der Entwicklung unseres Wagner-Bildes wichtige Impulse gegeben haben. Ich glaube allerdings, dass es ein – sehr produktiver – Irrtum war, davon auszugehen, Wagner habe eine gewisse politische Idee vermitteln wollen, die er in ein mythisches Gewand gekleidet hat, das man einfach entfernen kann. Zwar lässt sich nicht bestreiten, dass Wagner im Ring eine kritische Bestandsaufnahme seiner Gesellschaft unternimmt, aber er greift nicht auf den Mythos zurück, weil er ihm eine attraktive Staffage bietet, sondern weil die mythische Perspektive den Horizont erheblich erweitert. So geht es nicht um die Geschichte einer bestimmten Gesellschaftsformation, sondern um die der Menschheit, ja des Universums insgesamt. Die Tetralogie führt vor, wie der Mensch sich zuerst seiner selbst bewusst wird, sich dadurch von der Natur distanziert und sie beschädigt, die menschliche Gesellschaft auf die Basis des Privateigentums stellt, was zu zerreissenden Spannungen führt, und schliesslich seine eigenen Lebensgrundlagen untergräbt, was in seinen Untergang mündet. Das ist ein ganz allgemein zivilisationskritischer Ansatz, bei dem der Kapitalismus nur die jüngste Phase der Entwicklung bildet. Aber das ist schon die Deutung der Geschichte. Worum es mir geht, ist immer die theatralisch wirkungsvolle Erzählung dessen, was zwischen den Figuren vorgeht. Und dafür ist das bunte Geschehen, das Wagner aufgeschrieben hat, unbedingt ergiebiger als die eher monochrome Deutung nach der Richtschnur einer materialistischen Gesellschaftsanalyse.

Zeigt der Vorabend der Tetralogie also den Anfang der Welt?
Ja und nein. Das Vorspiel deutet unüberhörbar auf die Entstehung der Welt und des Lebens hin. Wenn die Handlung beginnt, sind wir aber schon weiter und die Welt steht unmittelbar vor dem Sündenfall, dem Moment, wo sich die menschlichen Wesen von der Natur lossagen, und dem Moment der Entstehung des Privateigentums. Da ist dieser Goldklumpen, der keinem gehört. Er dient keinem Zweck, ist einfach nur schön und eine Freude für die Rheintöchter. Allerdings hat das Gold ein verhängnisvolles Potenzial: Wer es sich aneignet, kann daraus einen Ring formen, der ihm masslose Macht verleiht. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass er sich von der Liebe lossagt. Alberich nimmt das Gold in Besitz, verflucht die Liebe und versklavt mit der Macht des Rings die Nibelungen, die nun das Gold für ihn aus der Erde graben und so seinen Besitz mehren müssen. Von diesem Moment an breitet sich das Übel unaufhaltsam über die Welt aus: Die Gier nach Besitz und Macht zersetzt alle zwischenmenschlichen Beziehungen, bis das System zusammenbricht. Das ist die Geschichte, die uns die Tetralogie erzählt.

Warum tut Alberich das?
Weil ihm Liebe verweigert wird. Er macht den Rheintöchtern den Hof, aber diese stossen ihn so lange immer wieder vor den Kopf, bis er verzweifelt und bereit ist, die Liebe zu verfluchen, wenn er ja ohnehin keine Chance hat, seine Sehnsucht zu verwirklichen. Also tauscht er Liebe für Macht ein, um sich wenigstens Lust zu erzwingen. Und so unterjocht er die Nibelungen und bereitet sich darauf vor, die Weltherrschaft durch einen Krieg gegen die Götter zu erringen, wenn ihm seine Untertanen genug Gold angehäuft haben.

Sein Gegenspieler ist Wotan, der auf wolkigen Höhen wohnt. Was will der?
Wotan ist der oberste der Götter. Er hat schon erreicht, wovon Alberich träumt: Er hat sich die Welt untertan gemacht. Allerdings nicht mit nackter Gewalt, sondern indem er die rechtlichen Beziehungen durch Verträge geregelt hat. Aber auch er hat dafür mit einem Frevel an sich selbst und an der Natur zahlen müssen: Im Vorspiel der Götterdämmerung erfahren wir, dass er für sein Wissen und den Speer, in dessen Schaft die Verträge eingeschrieben sind, ein Auge geopfert hat. Und dann kam er auf die Idee, sich eine Burg bauen zu lassen, womit die Irrungen und Wirrungen beginnen, die das Stück in Gang halten.

Warum liess er sich diese Burg bauen?
Wotans Streben nach dieser festen Burg zeigt seinen Wunsch, die Herrschaft über die Welt zu verewigen. Dem ständigen Wechsel des Lebens setzt er ein steinernes Monument entgegen, das scheinbar nicht dem Verfall unterworfen ist. Aber noch bevor er einziehen kann, macht ihm die Erdgöttin, die für das steht, was vor allen anderen Dinge da war und das alles jetzige Leben überdauern wird, klar, dass seine Existenz nicht von Dauer ist. Und Wotan wird die Erfahrung machen, dass er sein System umso mehr unterminiert, wie er es zu befestigen bestrebt ist. Walhall ist ein Irrtum von Anfang an, eine Fehlinvestition.

Das Rheingold erzählt, wie es dazu gekommen ist. Und es erzählt vom Zerfall einer Familie. Ist es eine Tragödie oder eine Komödie?
Unzweifelhaft trägt das Stück komödienhafte Züge und entwickelt sich in der Form eines Konversationsstücks. Es dürfte wohl die erste Oper sein, auf die man diesen Begriff anwenden kann. Die Trennung von Rezitativen und Arien ist vollkommen aufgehoben, das ganze Stück entwickelt sich als eine Folge lebendiger und oft ausgesprochen witziger Dialoge – das war damals etwas vollkommen Neues. Und die Familiengeschichte, die da erzählt wird, passt perfekt zu dieser Form: Das Familienoberhaupt gibt eine Villa in Auftrag und verspricht dem Bauunternehmer seine Schwägerin als Bezahlung. Nun dreht sich alles darum, wie der Göttervater sich und seine Familie mit Tricks und Lügen aus dieser Zwickmühle zu befreien versucht, wobei ihm seine zänkische Frau und ihre nicht eben intelligenten Brüder das Leben zusätzlich schwermachen.

Ein Konversationsstück basiert vor allem auf schnellen, schlagfertigen Dialogen. Ist so etwas mit Wagners Musik denn möglich?
Es geht nicht um das messbare Tempo des Dialogs, sondern um den Rhythmus und das Timing. Und in diesen Punkten ist Wagner als mit allen Wassern gewaschener Theaterkenner einfach unschlagbar. Und die Sprache, die er für den Ring entwickelt hat, erweist sich im Zusammenwirken mit der Musik als erstaunlich flexibel. Allerdings müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein, damit diese besondere Qualität der Komposition zum Tragen kommt: Zum einen müssen die Vorgänge zwischen den Figuren sehr präzise inszeniert und gespielt werden, Rede und Gegenrede müssen genau aufeinander abgestimmt und ihre jeweilige Motivation und die Untertexte in jedem Moment klar verständlich sein. Zum anderen muss die musikalische Darstellung genau dieser präzisen Formung der Dialoge folgen, was eine grosse Biegsamkeit im Tempo und in der Dynamik voraussetzt, damit die Sängerinnen und Sänger in die Lage versetzt werden, ihre Partien gleichzeitig mit Freiheit und Präzision zu realisieren. Nur wenn beide Ebenen perfekt aufeinander abgestimmt sind, können sie sich gegenseitig ergänzen und stützen, und nur dann kann das Stück seine urkomische und tief berührende Kraft entfalten. Gianandrea Noseda ist dafür der ideale Partner, und ich bin sehr froh, ihn bei dieser anspruchsvollen Aufgabe an meiner Seite zu wissen.

Das Gespräch führte Werner Hintze
Dieser Artikel ist erschienen in MAG 92, April 2022.
Das MAG können Sie hier abonnieren.


Lichtspektakel: Das Rheingold

Für alle, die nicht dabei sein konnten oder die Lichtshow in Dauerschleife anschauen wollen, gibt es die Aufzeichnung des Lichtspektakels zum Auftakt des neuen Zürcher Rings als Mitschnitt. Übrigens: Von Freitag, 23. bis Sonntag, 25. September geht das Lichtspektakel in eine zweite Runde! Zwischen 20.30 Uhr und 22.30 können Zuschauerinnen und Zuschauer anlässlich der Neuproduktion von «Die Walküre» alle 30 Minuten eine Lichtinstallation an der Fassade des Opernhauses erleben. 



Richard Wagner in Zürich

Neun Jahre hat Richard Wagner in Zürich gelebt, grosse Teile seines Hauptwerks «Der Ring des Nibelungen» sind hier entstanden, und um ein Haar wäre Zürich Festspielstadt und Uraufführungsort des Rings geworden. In diesem Podcast folgen wir Wagners Spuren durch Zürich – vom Heimplatz in den Zeltweg, vom Aktientheater in die Villa Wesendonck und von der Kaltwasserkur in Albisbrunn ins Nobelhotel Baur au Lac. Zum Podcast

Werden Sie Mitglied im Ring-Zirkel!

Hautnah am Probenprozess: Sichern Sie sich jetzt einen der begehrten Plätze im Ring-Zirkel «Die Walküre»!



Wotan waltet: Der polnische Bass-Bariton Tomasz Konieczny und die Rolle seines Lebens

Tomasz Konieczny ist ein gefragter Wotan auf den grossen Opernbühnen der Welt. Er singt ihn auch in der Zürcher Neuproduktion von Richard Wagners «Ring des Nibelungen». Im Podcast Zwischenspiel spricht er mit Claus Spahn über die Monster-Partie des scheiternden Göttervaters, auf die er schon von Beginn seiner Karriere an hingearbeitet hat. Zum Podcast



Preludes and Interludes

Diese CD bietet einen Querschnitt durch Richard Wagners orchestrales Schaffen und präsentiert unseren ehemaligen Generalmusikdirektor Fabio Luisi am Pult eines der profiliertesten Opernorchester Europas – der Philharmonia Zürich. mehr


Schlafen Sie dort, wo Richard Wagner ein und aus ging...

Wandeln Sie auf Wagners Spuren und kombinieren Sie Ihr Opernticket mit einer Übernachtung im geschichtsträchtigen Hotel Baur au Lac! Hier las Richard Wagner die Ring-Dichtung erstmals öffentlich und sang sogar Teile davon – mit niemand geringerem als Franz Liszt am Klavier! Bitte beachten Sie, dass das exklusive Arrangement nur in Verbindung mit dem Spezial-Code «Wagner» gebucht werden kann.

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Interview


«Wagner ist mein Steckenpferd»

Operndirektorin Annette Weber im Gespräch über die Besetzung des neuen «Ring» am Opernhaus Zürich

Richard Wagners Ring des Nibelungen stellt ein Opernhaus vor grosse Herausforderungen – auch im Hinblick auf die Besetzung der zahlreichen und äusserst anspruchsvollen Rollen. Was ist aus Ihrer Sicht als Operndirektorin die grösste Herausforderung, wenn Sie Sängerinnen und Sänger für den Ring suchen?
Eine Wagner-Sängerin, ein Wagner-Sänger muss heute nicht nur toll singen, sondern auch spielen können. Bewegungslos an der Rampe stehen und singen – das ist längst Geschichte. Aber es gibt nicht viele Sängerinnen und Sänger, die diese Partien auf einem internationalen Niveau singen und dann auch noch überzeugend darstellen können; längst nicht jede Stimme entwickelt sich ins dramatische Fach. Wenn man einen Ring besetzen will, muss man sehr früh damit anfangen, denn sonst sind die wenigen Sängerinnen und Sänger, die diese Partien singen können, schon ausgebucht.

Was macht denn diese Partien so schwer?
Zunächst natürlich die Länge der Stücke. Ein Wotan in der Walküre oder ein Siegfried in Siegfried ist wirklich ein Marathon. Man kann nicht als 100-Meter-Läufer plötzlich einen Marathon laufen, da muss man über Jahre trainieren und sich und seine Stimme gut kennen, damit man sich die Kraft einteilen kann. Die andere Schwierigkeit ist das grosse Orchester – man braucht eine besonders durchschlagskräftige Stimme, um trotz des grossen Orchesters gut hörbar zu sein. Auch das muss man trainieren; die Stimme ist wie ein Muskel! Ausserdem muss man sich mental gut fokussieren können; Wotan zum Beispiel hat nicht nur extrem viel Text zu lernen, sondern muss auch nach fünf Stunden noch in der Lage sein, «Wotans Abschied» zu singen, den berührenden, zarten Schluss der Walküre, auf den alle Wagner-Kennerinnen und Kenner warten und an dem der Sänger des Wotan gemessen wird. Dafür braucht man neben einer hervorragenden Kondition auch sehr viel Erfahrung.

Wenn man so weit im Voraus die Besetzung festlegen muss – also zum Teil vier oder fünf Jahre vor der Premiere –, dann gibt es eine grosse Unsicherheit, wie die Stimme eines bestimmten Sängers sich bis dahin entwickelt haben wird.
Das ist tatsächlich immer eine Gratwanderung. Wir haben in unserer Ring-Besetzung zwei Stimmen, die ihre Partien in Zürich zum ersten Mal singen werden, Klaus Florian Vogt als Siegfried und Camilla Nylund als Brünnhilde. Bei beiden waren wir sicher, dass sie sich in vier, fünf Jahren so weit entwickelt haben werden, dass sie die Partien gut singen können. Ein Restrisiko bleibt natürlich; das ist übrigens auch bei einer Tosca, die man Jahre im Voraus besetzt, nicht anders. Die Corona-Krise hat gerade den dramatischen Stimmen Probleme gemacht, weil die den Marathon jetzt eine lange Zeit nicht trainieren konnten. Fünf Stunden Walküre auf der Bühne lässt sich nicht in einem stillen Kämmerchen simulieren. Ich habe zum Glück ziemlich viel Erfahrung mit den Opern von Wagner, er gehört zu meinen absoluten Lieblingskomponisten, und ich habe auch einige Zeit in Bayreuth bei den Festspielen gearbeitet und viele Karrieren beobachten können, das hilft natürlich. Aber eine Garantie gibt es nicht. Sängerinnen und Sänger sind ja schliesslich auch Menschen und keine Roboter. Aber wenn alles klappt und sich die Erwartungen erfüllen, dann freue ich mich umso mehr!

Zurzeit planen viele grosse Opernhäuser von Paris über London, Mailand und Berlin neue Ring-Inszenierungen; wie sehr sind die Casting-Direktorinnen und Direktoren in Konkurrenz miteinander?
Ich mag dieses Konkurrenz-Denken nicht. Ich freue mich über jede gelungene Besetzung. Vielleicht denke ich dann: Das ist eine tolle Idee, hätte ich die doch selbst gehabt! Natürlich geht es darum, wer zuerst die Termine hat und zuerst anfragen kann. Es gibt Häuser, die noch weiter vorausplanen als wir. Aber wenn man sechs oder sieben Jahre im Voraus die Besetzung plant, dann wird auch das Risiko grösser, dass die Stimmen sich nicht so entwickeln, wie man es gedacht hatte.

Unser Wotan – oberster der Götter, der in allen vier Abenden auftritt und eine ganz zentrale Rolle für den gesamten Ring spielt – ist Tomasz Konieczny. Warum haben Sie ihn für Zürich ausgewählt?
Tomasz Konieczny ist ein sehr erfahrener und versierter Wagner-Sänger, der schon an der Wiener Staatsoper und bei den Bayreuther Festspielen grosse Wagner-Partien gesungen hat und auch international sehr angesehen ist; so war er als Wotan auch an der Oper in Budapest zu hören und als Alberich an der Metropolitan Oper in New York. Ausserdem ist er ein fantastischer Darsteller. Bevor er Gesang studierte, liess er sich in seiner Heimatstadt Lodz an der Filmakademie zum Schauspieler ausbilden. Ich glaube, dass er sehr gut zu unserem Ring-Regisseur Andreas Homoki passen wird.

Was muss ein Wotan vor allem mitbringen?
Zum einen stimmliche Potenz. Er ist nicht nur der mächtigste der Götter, sondern auch der Verursacher all dessen, was im Ring passiert. Zugleich muss er aber auch eine grosse Verletzlichkeit zeigen können, auch Leidenschaft und Zärtlichkeit, besonders am Schluss der Walküre, wenn er sich von seiner Tochter verabschiedet. Also eine ausserordentlich facettenreiche Figur. Machtmensch, Familienoberhaupt, leidenschaftlicher Vater, der sich auch manchmal selbst im Weg steht – all diese Facetten auch in die Stimme legen zu können, das ist eine grosse Herausforderung.

Im Rheingold, dem Vorabend zum Ring, ist Alberich Wotans grösster Widersacher; nach welchen Kriterien haben Sie den Sänger des Alberich ausgewählt?
Alberich ist getrieben von Urinstinkten – Wollust, Gier, Rache. Er darf nicht nur schön singen! Auch Alberich ist eine vielschichtige Figur, hat aber nicht so viele lyrische, beseelte Momente wie Wotan. Alberich glänzt vor allem durch Doppelbödigkeit. Wenn er die Liebe verflucht, kann er auch sehr wild sein. Alles sehr archaisch. Bei uns ist das Christopher Purves, auch er ein grossartiger Darsteller, der seine Stimme unglaublich nuancenreich einzusetzen weiss. Sowohl Wotan als auch Alberich sind Partien für Bass-Bariton; wichtig ist, dass sie nicht beide die gleiche Stimmfarbe haben, sonst sind sie sich zu ähnlich.

Besonders an unserer Ring-Besetzung hier am Opernhaus ist ja auch, dass die Figuren in allen vier Teilen von denselben Sängerinnen und Sängern verkörpert werden; das ist nicht immer so.
Das ist schon meistens der Wunsch, das so zu machen – aber es klappt aus dispositionellen Gründen nicht immer. Natürlich ist es sehr schön, dass das bei uns so funktioniert hat; besonders dann, wenn man alle vier Stücke als Zyklus aufführt, macht es so noch mehr Spass, die Entwicklung der Figuren mitzuerleben.

Sie haben es vorhin schon erwähnt: Klaus Florian Vogt wird als Siegfried am Opernhaus Zürich ein wichtiges Rollendebüt geben.
Siegfried gilt so ein bisschen als Killerpartie. Er tritt zwar erst im dritten Abend der Tetralogie auf – eben im Siegfried –, hat dann aber gleich eine riesige Herausforderung zu bewältigen. Zu Beginn ist er ein kindlich-ungestümer, vor Kraft überschäumender Jugendlicher; später dann wird er zärtlich über seine Mutter sinnieren und seine Stimme dafür sehr lyrisch führen müssen. Im dritten Akt im Duett mit Brünnhilde muss er wieder unglaublich kraftvoll singen. Er hat also eine grosse Spannweite abzudecken zwischen sehr sensiblen, lyrischen Momenten bis hin zu grosser Dramatik, und das Ganze über fünf Stunden. Klaus Florian Vogt hat viel Erfahrung mit Wagner-Partien, er hat sowohl Lohengrin als auch Parsifal an grossen Opernhäusern gesungen und geht sehr klug mit seiner Stimme um. Ich freue mich besonders auf die lyrischen Momente mit ihm. Das wird von einer Schönheit sein, wie man sie im Siegfried selten gehört hat. Sein Debüt in dieser Partie ist für die gesamte Opernwelt sehr aufregend. Umso schöner, dass es hier bei uns in Zürich stattfindet!

Spielt da die Grösse unseres Opernhauses, die Intimität des Zuschauerraums auch eine Rolle?
Ja, da bin ich sicher. Das Zürcher Opernhaus ist nicht die Met oder Chicago, wo man einen Saal mit 2000 oder 4000 Leuten füllen muss. Das sind ganz andere Dimensionen. Ich finde es sehr klug von Klaus Florian Vogt, dass er diese Partie zuerst bei uns ausprobiert. Er kann sich hier in Zürich auch auf ein äusserst kompetentes musikalisches Team verlassen, das ihn fantastisch unterstützt und mit ihm gemeinsam diesen Weg hin zu seinem Rollendebüt geht. Das mag mit zu seiner Entscheidung beigetragen haben.

Das zweite grosse Rollendebüt gibt in dieser Produktion Camilla Nylund als Brünnhilde. Für Camilla Nylund ist es genau der richtige Zeitpunkt, mit dieser unglaublich schwierigen Partie zu debütieren. Auch Brünnhilde erfordert von der Sängerin eine sehr grosse stimmliche und darstellerische Bandbreite – von der jungen Frau voller überschwänglicher Lebensfreude im ersten Akt der Walküre über die empathische Beschützerin von Sieglinde bis hin zur Rebellin, die sich ihrem Vater widersetzt. Brünnhilde ist eine starke, kluge Frau, der im Laufe der Geschichte übel mitgespielt wird; in der Götterdämmerung leidet man wirklich sehr mit ihr, wenn sie so furchtbar betrogen wird und Siegfried verliert. Und der Schluss, ihr Abgesang – das ist für mich einer der grössten Momente der Musikliteratur! Camilla Nylund wird übrigens auch die Isolde noch in dieser Spielzeit hier in Zürich zum ersten Mal singen; zwischen ihr und dem Opernhaus gibt es ein besonderes Vertrauensverhältnis, über das ich sehr glücklich bin. Dazu kommt, dass Klaus Florian Vogt und Camilla Nylund sich sehr gut kennen und schon oft gemeinsam aufgetreten sind. Ihre Stimmen passen sehr gut zusammen. Diese beiden im dritten Akt des Siegfried zu erleben – das wird etwas ganz Besonderes, und ich freue mich sehr darauf.

Das Gespräch führte Beate Breidenbach.


Biografien


Gianandrea Noseda, Musikalische Leitung

Gianandrea Noseda

Gianandrea Noseda ist seit der Spielzeit 2021/22 Generalmusikdirektor des Opernhauses Zürich. Zudem ist er Musikdirektor des National Symphony Orchestra (Washington, D. C.) und Erster Gastdirigent des London Symphony Orchestra. 2019 wurde er Musikdirektor des neu gegründeten Tsinandali Festivals und des Pan-Caucasian Youth Orchestra in Tsinandali, Georgien. 2007-2018 amtierte Noseda als Generalmusikdirektor des Teatro Regio di Torino; es gelang ihm, dieses Opernhaus künstlerisch neu auszurichten, was zu international gefeierten Produktionen, Tourneen und Aufnahmen führte. Noseda hat die wichtigsten internationalen Orchester (Berliner Philharmoniker, Chicago Symphony, Cleveland Orchestra, Concertgebouw Orchestra, Wiener Philharmoniker) sowie an den bedeutendsten Opernhäusern (La Scala, Metropolitan Opera und Royal Opera House, Covent Garden) und Festivals (BBC Proms, Edinburgh, Salzburg und Verbier) dirigiert. Er hat leitende Funktionen beim BBC Philharmonic (Chefdirigent), Israel Philharmonic Orchestra (Erster Gastdirigent), Pittsburgh Symphony Orchestra (Victor de Sabata Chair), Rotterdam Philharmonic (Erster Gastdirigent) sowie beim Stresa Festival (Künstlerischer Leiter) innegehabt. Nosedas Diskografie umfasst mehr als 70 CDs; einen besonderen Platz nimmt das Projekt «Musica Italiana» ein, in dessen Rahmen er vernachlässig­tes italienisches Repertoire des 20. Jahrhunderts dokumentiert. Der in Mailand geborene Noseda ist Commendatore al Merito della Repubblica Italiana. 2015 wurde er als Musical America’s Conductor of the Year geehrt und 2016 bei den International Opera Awards zum Dirigenten des Jahres ernannt.

Das Rheingold30 Apr; 03, 07, 10, 14, 18, 22, 25, 28 Mai 2022 Il trovatore24, 28 Okt; 02, 06, 09, 12, 17, 20, 26 Nov 2021 Brahms Dvořák30 Okt 2021 Prokofjew Dvořák27 Mär 2022 Tschaikowski Bruckner15 Mai 2022 Tristan und Isolde26, 29 Jun; 02, 06, 09 Jul 2022 Falstaff 03, 05, 08, 10 Jul 2022 Neujahrskonzert01, 02 Jan 2022 Die Walküre18, 21, 29 Sep; 02, 05, 08, 18 Okt 2022 Tosca15, 17, 20, 29 Dez 2022; 01, 04 Jan 2023 Rihm Brahms18 Dez 2022 Jewgeni Onegin10, 16, 19, 24 Feb; 01 Mär 2023 Rachmaninow zum 150. Geburtstag12 Feb 2023 Siegfried05, 09, 14, 18, 22, 26 Mär 2023 Schumann Brahms02 Jul 2023


Andreas Homoki, Inszenierung

Andreas Homoki

Andreas Homoki wurde als Sohn einer ungarischen Musikerfamilie 1960 in Deutschland geboren und studierte Schulmusik und Germanistik in Berlin (West). 1987 ging Andreas Homoki als Regieassistent und Abendspielleiter an die Kölner Oper, wo er bis 1993 engagiert war. In den Jahren 1988 bis 1992 war er ausserdem Lehrbeauftragter für szenischen Unterricht an der Opernschule der Musikhochschule Köln. Hier entstanden erste eigene Inszenierungen. 1992 führte ihn seine erste Gastinszenierung nach Genf, wo seine Deutung der Frau ohne Schatten internationale Beachtung fand. Die Inszenierung, die später auch am Pariser Théâtre du Châtelet gezeigt wurde, erhielt den französischen Kritikerpreis des Jahres 1994. Von 1993 bis 2002 war Andreas Homoki als freier Opernregisseur tätig und inszenierte u.a. in Köln, Hamburg, Genf, Lyon, Leipzig, Basel, Berlin, Amsterdam und München. Bereits 1996 debütierte er an der Komischen Oper Berlin mit Falstaff, es folgten Die Liebe zu drei Orangen (1998) sowie im Jahre 2000 Die lustige Witwe. 2002 wurde Andreas Homoki als Nachfolger von Harry Kupfer zum Chefregisseur der Komischen Oper Berlin berufen, deren Intendant er 2004 wurde. Neben seinen Regiearbeiten an der Komischen Oper Berlin inszenierte er während seiner Intendanz u.a. am Théâtre du Châtelet in Paris, an der Bayerischen Staatsoper München, am New National Theatre Tokyo, an der Sächsischen Staatsoper Dresden und der Hamburgischen Staatsoper. Im Juli 2012 inszenierte er unter der musikalischen Leitung von William Christie David et Jonathas von Marc-Antoine Charpentier für das Festival in Aix-en-Provence – eine Produktion, die später auch u.a. in Edinburgh, Paris und New York gezeigt wurde. Seit Beginn der Spielzeit 2012/13 ist Andreas Homoki Intendant des Zürcher Opernhauses und inszenierte seither Der fliegende Holländer (Koproduktion mit der Mailänder Scala und der Norwegischen Staatsoper Oslo), Lady Macbeth von Mzensk, Fidelio, Juliette, Lohengrin (Koproduktion mit der Wiener Staatsoper), Luisa Miller (Hamburgische Staatsoper), Wozzeck, My Fair Lady (Komische Oper Berlin), I puritani, Medée, Das Land des Lächelns, Lunea, welche von der Zeitschrift «Opernwelt» zur Uraufführung des Jahres 2017/18 gekürt wurde, Sweeney Todd von Stephen Sondheim, Iphigénie en Tauride, Nabucco, Simon Boccanegra, Les Contes d’Hoffmann, Salome sowie zuletzt Das Rheingold. Andreas Homoki ist seit 1999 Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

Salome12, 15, 18, 24, 30 Sep; 03, 07, 10, 17 Okt 2021; 13, 17, 20, 26, 29 Jan; 03 Feb 2023 Das Rheingold30 Apr; 03, 07, 10, 14, 18, 22, 25, 28 Mai 2022 Simon Boccanegra12, 15, 17, 22, 26, 30 Dez 2021 Nabucco11, 16, 25, 28 Sep; 09 Okt 2022 Die Walküre18, 21, 29 Sep; 02, 05, 08, 18 Okt 2022 Siegfried05, 09, 14, 18, 22, 26 Mär 2023


Christian Schmidt, Ausstattung

Christian Schmidt

Christian Schmidt studierte Bühnenbild bei Erich Wonder an der Wiener Akademie der Bildenden Künste. 1992 arbeitete er zum ersten Mal mit Claus Guth zusammen, woraus sich eine intensive künstlerische Partnerschaft entwickelte. Zahlreiche Inszenierungen Guths hat er mittlerweile als Bühnen- und Kostümbildner ausgestattet, darunter Iphigénie en Tauride und Le nozze di Figaro (Salzburger Festspiele), Der fliegende Holländer (Bayreuther Festspiele), Fierrabras, Radamisto, Ariane et Barbe-Bleue, Tristan und Isolde und Parsifal für die Oper Zürich sowie Mozarts Lucio Silla (Wiener Festwochen). Auch durch Uraufführungen hat sich das Team einen Namen gemacht, darunter Czernowins Pnima und Stauds Berenice für die Münchener Biennale, Ruzickas Celan in Dresden, Oehrings Unsichtbar Land in Basel und Czernowins Heart Chamber an der Deutschen Oper Berlin. Für Hans Neuenfels’ Inszenierungen von Zemlinskys Der König Kandaules an der Wiener Volksoper (1997) und Die Entführung aus dem Serail in Stuttgart (1998) entwarf Schmidt die Ausstattung (Auszeichnung «Inszenierung des Jahres» durch die «Opernwelt»). 2003 kürte ihn die «Opernwelt» zum «Bühnenbildner des Jahres», 2005 zum «Kostümbildner des Jahres». Für das Bühnenbild zu Simon Boccanegra in Hamburg erhielt er 2006 den Rolf-Mares-Preis. 2010 arbeitete er erstmals mit Christof Loy zusammen (Die lustige Witwe in Genf). Für Christian Spuck schuf er in Stuttgart das Bühnenbild zu Glucks Orphée et Eurydice und zu Romeo und Julia in Zürich. Seit 2011 arbeitet er auch mit Andreas Homoki zusammen (Das schlaue Füchslein, Komische Oper Berlin und Juliette, Opernhaus Zürich) und verantwortet mit ihm den neuen Zürcher Ring.

I Capuleti e i Montecchi19, 21, 25 Sep; 05, 10 Okt 2021 Simon Boccanegra12, 15, 17, 22, 26, 30 Dez 2021 Das Rheingold30 Apr; 03, 07, 10, 14, 18, 22, 25, 28 Mai 2022 Tristan und Isolde26, 29 Jun; 02, 06, 09 Jul 2022 Die Walküre18, 21, 29 Sep; 02, 05, 08, 18 Okt 2022 Siegfried05, 09, 14, 18, 22, 26 Mär 2023


Franck Evin, Lichtgestaltung

Franck Evin

Franck Evin, geboren in Nantes, ging mit 19 Jahren nach Paris, um Klavier zu studieren. Nachts begleitete er Sänger im Café Théâtre Le Connetable und begann sich auch für Beleuchtung zu interessieren. Schliesslich entschied er sich für die Kombination aus Musik und Technik. Dank eines Stipendiums des französischen Kulturministeriums wurde er 1983 Assistent des Beleuchtungschefs an der Opéra de Lyon. Hier arbeitete er u.a. mit Ken Russel und Robert Wilson zusammen. Am Düsseldorfer Schauspielhaus begann er 1986 als selbstständiger Lichtdesigner zu arbeiten und legte 1993 die Beleuchtungsmeisterprüfung ab. Besonders eng war in dieser Zeit die Zusammenarbeit mit Werner Schröter und mit dem Dirigenten Eberhard Kloke. Es folgten Produktionen u. a. in Nantes, Strassburg, Paris, Lyon, Wien, Bonn, Brüssel und Los Angeles. Von 1995 bis 2012 war er Künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung der Komischen Oper Berlin und dort verantwortlich für alle Neuproduktionen. Hier wurden besonders Andreas Homoki, Barrie Kosky, Calixto Bieto und Hans Neuenfels wichtige Partner für ihn. Im März 2006 wurde Franck Evin mit dem «OPUS» in der Kategorie Lichtdesign ausgezeichnet. Seit Sommer 2012 arbeitet er als künstlerischer Leiter der Beleuchtungsabteilung an der Oper Zürich. Franck Evin wirkt neben seiner Tätigkeit in Zürich weiterhin als Gast in internationalen Produktionen mit, etwa an den Opernhäusern von Oslo, Stockholm, Tokio, Amsterdam, München, Graz sowie der Opéra Bastille, der Mailänder Scala, dem Teatro La Fenice, der Vlaamse Opera und bei den Bayreuther Festspielen.

Salome12, 15, 18, 24, 30 Sep; 03, 07, 10, 17 Okt 2021; 13, 17, 20, 26, 29 Jan; 03 Feb 2023 Das Rheingold30 Apr; 03, 07, 10, 14, 18, 22, 25, 28 Mai 2022 L'incoronazione di Poppea14, 17, 19, 22, 26, 29 Sep 2021 I Capuleti e i Montecchi19, 21, 25 Sep; 05, 10 Okt 2021 Il trovatore24, 28 Okt; 02, 06, 09, 12, 17, 20, 26 Nov 2021; 17, 24, 27 Sep; 06, 11, 16 Okt 2022 Così fan tutte14, 19, 27 Nov; 02, 07, 11 Dez 2021 Die Odyssee13, 21, 28 Nov; 04, 07, 11, 15, 16, 26 Dez 2021; 08, 16 Jan 2022 Simon Boccanegra12, 15, 17, 22, 26, 30 Dez 2021 Don Giovanni25, 28, 30 Jan; 05, 11, 18 Feb 2022 Dialogues des Carmélites13, 17, 19, 25, 27 Feb; 03, 05 Mär 2022 Girl with a Pearl Earring03, 07, 09, 16, 24, 29 Apr; 06, 08 Mai 2022 Nabucco11, 16, 25, 28 Sep; 09 Okt 2022 Die Walküre18, 21, 29 Sep; 02, 05, 08, 18 Okt 2022 Barkouf23, 27, 30 Okt; 04, 06, 09, 13, 17, 19, 22 Nov 2022 Faust29 Okt; 01, 06, 13, 16 Nov 2022 Alice im Wunderland12, 20, 27 Nov; 06, 09, 15, 31 Dez 2022; 01, 02, 08, 19 Jan 2023 Eliogabalo04, 07, 11, 13, 16, 21, 26, 30 Dez 2022; 02, 07 Jan 2023 La bohème09, 11, 14, 18, 22, 28 Dez 2022 La traviata23, 26, 31 Dez 2022; 06, 08, 11, 15 Jan 2023 Jewgeni Onegin10, 16, 19, 24 Feb; 01 Mär 2023 Siegfried05, 09, 14, 18, 22, 26 Mär 2023 Roméo et Juliette10, 13, 16, 22, 25, 28 Apr; 04, 07, 13, 18 Mai 2023 Don Pasquale29 Mai; 01, 04, 10, 14, 17 Jun 2023 Die Entführung aus dem Serail05 Nov 2022


Klaus Florian Vogt, Siegfried

Klaus Florian Vogt

Klaus Florian Vogt ist einer der herausragenden Wagner-Tenöre der Gegenwart. Zu seinem Repertoire gehören vor allem dramatische Partien wie Lohengrin, Tannhäuser, Parsifal, Stolzing und Siegmund, aber auch Florestan (Fidelio), Paul (Die tote Stadt) und Hoffmann (Les Contes d’Hoffmann). Darüber hinaus singt er lyrisch-dramatische Rollen wie Erik (Der fliegende Holländer), Andrej (Chowanschtschina), Prinz (Rusalka), Bacchus (Ariadne auf Naxos) und Faust (La Damnation de Faust). Der aus Norddeutschland stammende Klaus Florian Vogt studierte an der Hochschule für Musik und Theater in Lübeck, war 1997/98 am Landestheater Flensburg engagiert und gehörte von 1998 bis 2003 zum Ensemble der Semperoper Dresden. Seither gastiert er an allen grossen Opernhäusern der Welt sowie bei den Bayreuther und den Salzburger Festspielen. 2005 gab er sein Japan-Debüt als Hoffmann in Tokio, 2006 folgte sein Amerika-Debüt als Lohengrin an der Metropolitan Opera in New York. 2007 sang er erstmals an der Mailänder Scala (Lohengrin), später kehrte er als Florestan dorthin zurück. Ebenfalls 2007 debütierte er bei den Bayreuther Festspielen als Walther von Stolzing (Die Meistersinger von Nürnberg) und war dort von 2011-2015 als Lohengrin in der Inszenierung von Hans Neuenfels zu erleben, 2016 als Parsifal und 2017 als Stolzing in Barrie Koskys Neuinszenierung der Meistersinger. In Zürich war er zuletzt als Lohengrin sowie mit einem Liederabend zu hören. 2012 erhielt Klaus Florian Vogt den ECHO-Klassik als Künstler des Jahres.

Siegfried05, 09, 14, 18, 22, 26 Mär 2023


Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, Mime

Wolfgang Ablinger-Sperrhacke

Wolfgang Ablinger-Sperrhacke, geboren in Zell am See (Land Salzburg), studierte an der Wiener Musikhochschule bei Kurt Equiluz und Gerhard Kahry. 1997 debütierte er an der Opéra national de Paris, wo er u.a. als Monostatos (Die Zauberflöte), Capito in Hindemiths Mathis der Maler und als Mime (Der Ring des Nibelungen) zu erleben war. Diese Partie sang er u.a. auch an der Bayerischen Staatsoper, Berliner Staatsoper, Wiener Staatsoper, Mailänder Scala, Teatro La Fenice, Teatro Real, Théatre du Capitole de Toulouse, Canadian Opera Company und De Nationale Opera in Amsterdam. 1999 debütierte er beim Glyndebourne Festival, wo er seither mehr als 130 Vorstellungen gesungen hat (u.a. Hexe in Hänsel und Gretel, Tanzmeister in Ariadne auf Naxos und Podestà in La finta giardiniera). Er gastierte ausserdem bei den Bregenzer Festspielen, beim Festival d’Aix-en-Provence und debütierte 2012 bei den Salzburger Festspielen als Pirzel in Zimmermanns Die Soldaten. Weitere wichtige Stationen waren 2013 sein Debüt an der New Yorker Met als Valzacchi (Der Rosenkavalier) und 2016 an der Royal Opera Covent Garden als Iwan in Schostakowitschs Die Nase. Jüngst sang er u.a. die Titelpartie in Offenbachs Blaubart und Pluto (Orpheus in der Unterwelt) an der Komischen Oper Berlin, Aegisth (Elektra) und Herodes (Salome) an der Wiener Staatsoper, die Premieren von Die verkaufte Braut (Wenzel) und Kreneks Karl V. (Franz I.) und Salome (Herodes) an der Bayerischen Staatsoper, den Schäbigen (Lady Macbeth von Mszenk) an der Opéra Bastille in Paris, den Hauptmann (Wozzeck) und Herodes

in Zürich, Monostatos und Valzacchi in München sowie Herodes am Bolshoi-Theater und Hauptmann in Toulouse. 2021 wurde er zum Bayerischen Kammersänger ernannt, 2022 zum Chevalier des Arts et des Lettres von Frankreich.

Salome12, 15, 18, 24, 30 Sep; 03, 07, 10, 17 Okt 2021 Das Rheingold30 Apr; 03, 07, 10, 14, 18, 22, 25, 28 Mai 2022 Siegfried05, 09, 14, 18, 22, 26 Mär 2023


Tomasz Konieczny, Der Wanderer

Tomasz Konieczny

Tomasz Konieczny wurde in Polen geboren und studierte an der dortigen Filmakademie zunächst Schauspiel. Er wirkte als Schauspieler im Theater und war an verschiedenen Film- und Fernsehproduktionen beteiligt. Sein Gesangsstudium begann er an der Fryderyk-Chopin-Akademie in Warschau und setzte es an der Hochschule für Musik in Dresden fort. Tomasz Konieczny ist regelmässiger Gast an zahlreichen renommierten Häusern weltweit; er sang u.a. am Teatro Real Madrid, an der Semperoper Dresden, an der Opéra National de Paris, an der Met in New York, der Bayerischen Staatsoper, bei den Salzburger und den Bayreuther Festspielen und an der Scala in Mailand. Von 2006-2014 gehörte er zum Ensemble der Deutschen Oper am Rhein, wo er u.a. Golaud (Pelléas et Mélisande) Amfortas (Parsifal), Kurwenal (Tristan und Isolde), Holländer, Barak (Die Frau ohne Schatten), Balstrode (Peter Grimes), Alberich (Der Ring des Nibelungen), Selim (Il turco in Italia), Falstaff und Escamillo gesungen hat. Seit 2009 ist die Wiener Staatsoper seine künstlerische Heimat. Dort war er bisher in Partien wie Alberich, Wotan, Telramund, Amfortas, Jochanaan und Holländer zu erleben. Seit 2019 ist er Kammersänger der Wiener Staatsoper. Darüber hinaus ist Tomasz Konieczny auch im Konzertfach aktiv. Sein Repertoire umfasst u.a. Bachs Matthäus-Passion und das Weihnachts-Oratorium, Händels Messias und Mendelssohns Elias, Mozarts, Verdis und Dvořáks Requiem, Beethovens 9. Symphonie, Dvořáks Stabat Mater sowie Lieder von Strauss, Rachmaninow, Twardowski, Penderecki, Beethoven, Moniuszko, Schubert, Mahler und Mussorgski.

Das Rheingold30 Apr; 03, 07, 10, 14, 18, 22, 25, 28 Mai 2022 Die Walküre18, 21, 29 Sep; 02, 05, 08, 18 Okt 2022 Siegfried05, 09, 14, 18, 22, 26 Mär 2023


Christopher Purves, Alberich

Christopher Purves

Der britische Bariton Christopher Purves war Student und Chorschüler am King’s College in Cambridge sowie Mitglied der experimentellen Rockband Harvey and the Wallbangers. Heute tritt er mit einem breit gefächerten Repertoire auf allen internationalen Bühnen auf. Höhepunkte waren u.a. die Titelrollen in Barrie Koskys Inszenierungen von Falstaff in Aix-en-Provence und von Händels Saul in Glyndebourne und beim Adelaide Festival, Balstrode (Peter Grimes) in Madrid und beim Edinburgh Festival, Alberich (Götterdämmerung) an der Houston Grand Opera und an der Bayerischen Staatsoper, der Förster (Das schlaue Füchslein) und Méphistophélès (La damnation de Faust) in Glyndebourne, sein Debüt an der Pariser Oper in Romeo Castelluccis Inszenierung von Schönbergs Moses und Aron, The Protector (Written on Skin) in Covent Garden, Madrid und Barcelona, Schönbergs Gurrelieder bei den BBC Proms mit dem London Symphony Orchestra und Sir Simon Rattle, eine Europa-Tournée mit Händels Messiah mit Emmanuelle Haïm und Le Concert d’Astrée. Seine Affinität zu zeitgenössischen Kompositionen zeigte Christopher Purves zudem in seiner Interpretation von Walt Disney in der Uraufführung von Philip Glass’ The Perfect American in Madrid und an der English National Opera sowie in diversen Werken von Sir James Macmillan. Zu seiner Diskografie gehören das Solo-Album Handel’s Finest Arias for Base Voice, Written on Skin mit George Benjamin und dem Mahler Chamber Orchestra wie auch Donizettis Maria di Rohan mit dem Orchestra of the Age of Enlightenment und Mark Elder. In Zürich sang er zuletzt Dreieinigkeitsmoses (Mahagonny) und Herzog Antoniotto Adorno / Capitaneo di giustizia (Die Gezeichneten).

Das Rheingold30 Apr; 03, 07, 10, 14, 18, 22, 25, 28 Mai 2022 Siegfried05, 09, 14, 18, 22, 26 Mär 2023


David Leigh, Fafner

David Leigh

David Leigh, Bass, stammt aus den USA. Er studierte an der Yale Universität Komposition und Gesang und war anschliessend Mitglied des Lindemann Young Artist Development Program der Metropolitan Opera New York. Er ist Preisträger der New York Arts Foundation und des New York Wagner Circle. Mit der Partie des Komturs (Don Giovanni) machte er beim Festival d'Aix-en-Provence, beim Festival de Beaune, an der Opéra national de Lorraine, in Luxemburg und an der Michigan Opera auf sich aufmerksam. 2018 gab er sein Debüt am Bolschoi-Theater als Colline in La bohème und sang in Massenets Cendrillon an der Metropolitan Opera in New York. An der Queen City Opera in Cincinnati sang er Fafner (Siegfried). 2018/2019 debütierte er an der San Francisco Opera als Zuniga (Carmen) und sang in der Uraufführung der Oper Hadrian von Rufus Wainwright in Toronto. 2020 gab er sein Debüt an der Seattle Opera als Gremin (Eugen Onegin). An der Kentucky Opera sang er Sparafucile (Rigoletto). In der Saison 2021/22 war er an der Opéra du Rhin als Schneekönigin/Rentier/Uhr in Hans Abrahamsens Die Scheekönigin zu sehen. An der Opéra national de Lorraine sang er Sarastro (Die Zauberflöte), eine Rolle, die er auch in Toronto übernehmen wird. Ausserdem wird er als König Marke in Tristan und Isolde nach Santa Fe zurückkehren.

Don Giovanni25, 28, 30 Jan; 05, 11, 18 Feb 2022 Siegfried05, 09, 14, 18, 22, 26 Mär 2023


Anna Danik, Erda

Anna Danik

Anna Danik, Mezzosopran, stammt aus Russland und studierte an der Royal Danish Academy of Music sowie an der Sibelius-Akademie in Helsinki. Ihre Karriere begann sie als Sopran mit verschiedenen Partien an der Finnischen Nationaloper, am Rialto Theater in Kopenhagen sowie bei den Opernfestspielen in Savonlinna, den Musikfestspielen Turku und beim Baltic Sea Festival in Bergwaldhallen. 2013 wechselte sie ins Mezzosopran-Fach und debütierte als Eboli in Don Carlos an der Oper in Chemnitz. 2016 gab sie ihr Debüt als Wellgunde in Rheingold und Götterdämmerung sowie als Schwertleite in Walküre an der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Anschliessend sang sie Amneris in Aida am Theater Ulm. Ausserdem widmet sich Anna Danik regelmässig dem Konzertrepertoire. Sie sang Bergs Sieben frühe Lieder mit dem Turku Philharmonic und gab ihr China-Debüt mit Mahlers Rückert-Liedern mit dem Beijing Philharmonic Orchestra. In jüngerer Zeit war sie u. a. als Emilia in Otello bei den Opernfestspielen in Savonlinna und am Bolschoi Theater in Moskau zu erleben, als Klytämnestra (Elektra) an der Scala in Mailand und am Badischen Staatstheater Karlsruhe, als Amneris (Aida) und als Margret (Wozzeck) an der Finnischen Nationaloper sowie 2021 in der Uraufführung von Ehrenfellners Kain und Abel als Eva am Theater Nordhausen.

Das Rheingold30 Apr; 03, 07, 10, 14, 18, 22, 25, 28 Mai 2022 Siegfried05, 09, 14, 18, 22, 26 Mär 2023


Camilla Nylund, Brünnhilde

Camilla Nylund

Camilla Nylund, im finnischen Vaasa geboren, gehört zu den international gefragtesten lyrisch-dramatischen Sopranistinnen. Sie studierte am Salzburger Mozarteum, war 1995–1999 Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover und gehörte 1999–2001 dem Ensemble der Sächsischen Staatsoper in Dresden an. 2008 wurde sie zur Sächsischen Kammersängerin ernannt, 2019 zur Wiener Kammersängerin. Gastengagements führten sie seither u.a. an die Mailänder Scala, die Met, die Staatsopern von Wien, Hamburg, München und Berlin, an das New National Theatre in Tokio, die Vlaamse und die Nederlandse Opera, die Deutsche Oper Berlin, das ROH, die Opéra Bastille nach Bayreuth und zu den Salzburger Festspielen. Zu ihren wichtigsten Partien gehören Richard Wagners Elisabeth (Tannhäuser), Elsa (Lohengrin), Eva (Die Meistersinger von Nürnberg), Sieglinde (Die Walküre) und Senta (Der fliegende Holländer) sowie Richard Strauss’ Marschallin (Der Rosenkavalier), Arabella, Salome, Gräfin (Capriccio), Kaiserin (Frau ohne Schatten), Ariadne (Ariadne auf Naxos) und Chrysothemis (Elektra). An der Wiener Staatsoper sang sie Marietta/Marie (Die tote Stadt), in Bayreuth Elisabeth, Elsa, Sieglinde und Eva sowie Marie (Wozzeck) an der Deutschen Oper am Rhein. 2021 gab sie an der Berliner Staatsoper ihr Rollendebüt von Jenufa. In ihrer Konzerttätigkeit war sie u.a. im Konzerthaus und der Philharmonie Berlin zu hören, im Herkulessaal München, Concertgebouw Amsterdam, Wiener Musikverein und Konzerthaus, Elbphilharmonie Hamburg und an den BBC Proms. Sie arbeitet mit renommierten Dirigenten wie Zubin Mehta, Sir Simon Rattle, Daniel Barenboim, Vladimir Jurowski, Gianandrea Noseda und Riccardo Muti.

Liederabend Camilla Nylund19 Mai 2022 Tristan und Isolde26, 29 Jun; 06, 09 Jul 2022 Die Walküre18, 21, 29 Sep; 02, 05, 08, 18 Okt 2022 Siegfried05, 09, 14, 18, 22, 26 Mär 2023


Rebeca Olvera, Stimme des Waldvogels

Rebeca Olvera

Rebeca Olvera stammt aus Mexiko. Sie studierte am Conservatorio Nacional de Musica in Mexiko City und war 2005-2007 Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich. Anschliessend wurde sie festes Ensemblemitglied am Opernhaus Zürich, wo sie u.a. Adina (L’elisir d’amore), Norina (Don Pasquale), Berenice (L’occasione fa il ladro), Giulia (La scala di seta), Rosina (Paisiellos Il barbiere di Siviglia), Blonde (Die Entführung aus dem Serail), Madame Herz (Der Schauspieldirektor), Dorinda (Orlando), Isolier (Le Comte Ory) und Adalgisa (Norma) sang. Dabei arbeitete sie mit Dirigenten wie Ralf Weikert, Vladimir Fedoseyev, William Christie, Marc Minkowski, Nello Santi, Adam Fischer, Fabio Luisi, Diego Fasolis, Franz Welser-Möst, Emmanuelle Haïm und Alessandro De Marchi. Mit José Carreras gab sie Konzerte in Südamerika und Europa (Carreras-Gala 2007 in der ARD) und mit Plácido Domingo in Mexiko. Sie sang u.a. im Wiener Konzerthaus, der Tonhalle Zürich, mit dem Cleveland Orchestra unter Franz Welser-Möst sowie mehrfach bei den Salzburger Festspielen. 2016 sang sie Adalgisa in Norma neben Cecilia Bartoli im Théâtre des Champs-Elysées, beim Edinburgh Festival und im Festspielhaus Baden-Baden. In Zürich war sie ausserdem als Despina, Frasquita (Carmen) und Contessa di Folleville (Il viaggio a Reims)– eine Rolle, die sie auch in der Royal Danish Opera sang – sowie als Mi in Das Land des Lächelns, als Zaida in Il turco in Italia und als Komtesse Stasi in Die Csárdásfürstin zu hören. 2017/18 war sie in Monte Carlo und an der Bayerischen Staatsoper als Clorinda (La Cenerentola) und in Salzburg als Elvira (L’italiana in Algeri) zu sehen. In der laufenden Spielzeit interpretiert sie u.a. Isolier (Le Comte Ory) an der Opéra de Monte-Carlo, Clorinda (La Cenerentola) an der Wiener Staatsoper und singt am Galakonzert Carmencita & Friends an den Salzburger Festspielen.

Così fan tutte14, 19, 27 Nov; 02, 07, 11 Dez 2021 Le Comte Ory31 Dez 2021; 07, 09, 14, 16, 20 Jan 2022 L'italiana in Algeri06, 08, 10, 13, 15, 17, 20, 25, 31 Mär; 05 Apr 2022 Siegfried05, 09, 14, 18, 22, 26 Mär 2023 La Cenerentola08, 10, 12, 15, 19, 21, 24 Mär 2023