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Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

Music with images by Helmut Lachenmann (*1935)
Swiss premiere

Choreography Christian Spuck Music Helmut Lachenmann Musical director Matthias Hermann Stage design Rufus Didwiszus Costumes Emma Ryott Lighting designer Martin Gebhardt Video designer Tieni Burkhalter Choir director Raphael Immoos Dramaturgy Claus Spahn, Michael Küster

Duration 1 H. 55 Min. Keine Pause. Introduction 45 min before the performance.
Introductory matinee on 22 Sep 2019.

Partner Ballett Zürich      

and with the support of Freunde des Balletts Zürich

Past performances

October 2019

Sat

12

Oct
19.00

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

by Helmut Lachenmann, Ballet by Christian Spuck, Swiss premiere, Premiere subscription A

Fri

18

Oct
19.00

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

by Helmut Lachenmann, Ballet by Christian Spuck, Premiere subscription B

Sun

20

Oct
20.00

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

by Helmut Lachenmann, Ballet by Christian Spuck, Ballet subscription Big

Fri

25

Oct
20.00

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

by Helmut Lachenmann, Ballet by Christian Spuck, Friday subscription A

Sun

27

Oct
14.00

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

by Helmut Lachenmann, Ballet by Christian Spuck, Sunday subscription B

Thu

31

Oct
19.30

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

by Helmut Lachenmann, Ballet by Christian Spuck, Ballet subscription Small

November 2019

Fri

01

Nov
19.30

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

by Helmut Lachenmann, Ballet by Christian Spuck, Choice subscription

Sun

10

Nov
14.00

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

by Helmut Lachenmann, Ballet by Christian Spuck, AMAG people's performance subscription

Thu

14

Nov
19.00

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

by Helmut Lachenmann, Ballet by Christian Spuck, Thursday subscription B, Modern subscription

Good to know

Abstract

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

Abstract

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

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Programmbuch

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

Biographies


Christian Spuck, Choreography

Christian Spuck

Christian Spuck comes from Marburg and was trained at the John Cranko School in Stuttgart. He began his dance career with Jan Lauwers’ Needcompany and Anne Teresa de Keersmaeker’s Ensemble Rosas. In 1995 he became a member of the Stuttgart Ballet and served as the company’s resident choreographer from 2001 to 2012. In Stuttgart he created fifteen world premieres, including the story ballet Lulu. Eine Monstretragödie after Frank Wedekind, Der Sandmann and Das Fräulein von S. after E.T.A. Hoffmann.

Christian Spuck has also worked with numerous renowned ballet companies in Europe and the USA. The Return of Ulysses (guest performance at the Edinburgh Festival) was created for the Royal Ballet of Flanders, and Woyzeck (after Georg Büchner) was premiered at the Norwegian National Ballet Oslo. The ballet Die Kinder, premiered at the Aalto Ballett Theater Essen, was nominated for the «Prix Benois de la Danse». His ballet Leonce und Lena (also after Georg Büchner) likewise premiered in Essen and subsequently was taken over by the Grands Ballets Canadiens de Montreal and the Stuttgart Ballet. The world premiere of Poppea//Poppea for Gauthier Dance at the Theaterhaus Stuttgart was voted one of the ten most successful dance productions worldwide by the magazine Dance Europe in 2010 and was awarded the German Theatre Prize Der Faust in 2011 as well as the Italian Danza/Danza Award. Christian Spuck is also active in the field of opera. Gluck’s Orphée et Euridice at the Staatsoper Stuttgart (2009) was followed by Verdi’s Falstaff at the Staatstheater Wiesbaden (2010), Berlioz’s La Damnation de Faust (2014) and Wagner's Der fliegende Holländer (2017) at the Deutsche Oper Berlin.

Since the 2012/13 season, Christian Spuck has been director of Ballett Zürich. Thus far, his Romeo und Julia, Leonce und Lena, Woyzeck, Der Sandmann, Messa da Requiem (a co-production of the Oper and Ballett Zürich) and Nussknacker und Mausekönig have been shown here. The ballet Anna Karenina after Lew Tolstoy, which premiered in Zurich in 2014, was taken over by the Norwegian National Ballet Oslo and the Stanislavski Theatre in Moscow in 2016, as well as by the Korean National Ballet in Seoul, and the Bavarian State Ballet in 2017. For Winterreise, which premiered in October 2018 in Zurich, he was awarded with the «Prix Benois de la Danse 2019». In autumn 2019, he staged the musical theatre Das Mädchen mit den Schwefelhölzern (The Little Match Girl) by Helmut Lachenmann with Ballett Zürich.

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern12, 18, 20, 25, 27, 31 Oct; 01, 10, 14 Nov 2019 Nussknacker und Mausekönig05, 06, 10, 20, 24, 29 Mar; 03 Apr 2020 Messa da Requiem24, 29 Nov; 01, 07, 11, 14, 22, 29 Dec 2019


Helmut Lachenmann, Musik / Sprecher

Helmut Lachenmann

Helmut Lachenmann wurde 1935 in Stuttgart geboren, wo er zunächst Klavier bei Jürgen Uhde sowie Theorie und Kontrapunkt bei Johann Nepomuk David studierte. Von 1958 bis 1960 folgten Studien der Komposition bei Luigi Nono in Venedig. 1962 trat er zum ersten Mal öffentlich als Komponist in Erscheinung: bei der Biennale in Venedig und bei den Internationalen Ferienkursen für Neue Musik in Darmstadt. Ab 1966 ging Helmut Lachenmann auch einer intensiven Lehrtätigkeit nach: so unterrichtete er Musiktheorie an der Musikhochschule Stuttgart (1966-1970) und hatte dort von1981 bis 1999 eine Professur für Komposition inne. Er war Dozent für Musik an der Pädagogischen Hochschule in Ludwigsburg (1970.1976), Professor für Komposition an der Musikhochschule Hannover (1976-1981) sowie mehrfach Dozent bei den Darmstädter Ferienkursen für Neue Musik und gab weltweit Kompositionsseminare. 2008 war er Fromm Visiting Professor an der Harvard University. Helmut Lachenmann erhielt für sein Werk zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Bach-Preis Hamburg, den Musikpreis der Ernst von Siemens Musikstiftung, den Royal Philharmonic Society Award London, den Berliner Kunstpreis, den Goldenen Löwen der Biennale Venedig für sein Lebenswerk, das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse und den Hans-Christian-Andersen-Preis. Er ist Ehrendoktor der Musikhochschulen Hannover, Dresden und Köln und Mitglied der Akademien der Künste in Berlin, Hamburg, Leipzig, Mannheim und München sowie der Belgischen Akademie der Wissenschaften, Literatur und Künste. Seit 2012 ist er Commandant des Arts et des Lettres. 1997 wurde Das Mädchen mit den Schwefelhölzern an der Hamburgischen Staatsoper uraufgeführt und gilt seitdem als eines der bedeutendsten Musiktheaterwerke des 20. Jahrhunderts. Helmut Lachenmanns Schriften aus den Jahren 1966-1995 sind in dem Band Musik als existentielle Erfahrung vereint. Zu seinen jüngsten Kompositionen gehört My Melodies für acht Hörner und Orchester, die 2018 vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Peter Eötvös uraufgeführt wurden.

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern12, 18, 20, 25, 27, 31 Oct; 01, 10, 14 Nov 2019 Concert and discussion with Helmut Lachenmann08 Nov 2019


Matthias Hermann, Musikalische Leitung

Matthias Hermann

Matthias Hermann ist Professor für Musiktheorie, Dirigent und Komponist. Er wurde in Ludwigsburg geboren und studierte Schulmusik, Germanistik und Dirigieren. Er war Schüler von Helmut Lachenmann, mit dem ihn eine langjährige Zusammenarbeit verbindet. Seit 1987 unterrichtet er an der HMDK Stuttgart, seit 1991 als Professor. 2007 wurde er Prorektor der Hochschule. In seiner Promotion Kompositorische Verfahren in Musik zwischen 1975 und 2003 (2013) befasste sich Hermann mit den Komponisten Pierre Boulez, Morton Feldman, Manuel Hidalgo, György Kurtág, Helmut Lachenmann und Luigi Nono. Hermann ist ausserdem Autor von Büchern zur Analyse Neuer Musik, zu musikalischen Formen in Barock und Klassik sowie zu Rundfunksendungen über Neue Musik. Als Gastdirigent trat Matthias Hermann u. a. an der Deutschen Oper Berlin und der Oper Frankfurt, mit dem Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin, dem Radio-Sinfonieorchester Stuttgart, dem ORTVE Madrid, dem Orchestra Sinfonica Nazionale della RAI Torino, dem Orquestra Sinfónica do Porto, dem Radio-Symphonieorchester Wien, dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg, dem Tokyo Symphony Orchestra und dem Taipeh National Symphony Orchestra auf. Mit Das Mädchen mit den Schwefelhölzern debütiert er am Opernhaus Zürich.

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern12, 18, 20, 25, 27, 31 Oct; 01, 10, 14 Nov 2019


Rufus Didwiszus, Bühnenbild

Rufus Didwiszus

Rufus Didwiszus studierte Bühnen- und Kostümbild in Stuttgart bei Jürgen Rose und arbeitet seither als freier Bühnenbildner in Theater-, Opern- und Tanzproduktionen, u.a. mit Barrie Kosky (La belle Hélène und Die Perlen der Cleopatra an der Komischen Oper Berlin sowie La fanciulla del West am Opernhaus Zürich), Thomas Ostermeier (Unter der Gürtellinie, Shoppen & Ficken in der Baracke des Deutschen Theaters Berlin mit Einladung zum Berliner Theatertreffen und nach Avignon); Der blaue Vogel am Deutschen Theater, Feuergesicht am Schauspielhaus Hamburg, Der Name bei den Salzburger Festspielen und an der Berliner Schaubühne, The Girl on the Sofa beim Edinburgh International Festival und an der Schaubühne, Der starke Stamm und Vor Sonnenaufgang an den Münchner Kammerspielen, Sasha Waltz (Dialoge 2 im Jüdischen Museum Berlin), Sidi Larbi Cherkaoui (Foi mit Les Ballets C de la B in Gent), Tom Kühnel (Wagners Ring des Nibelungen am TAT Frankfurt) sowie Christian Stückl, Stefan Larsson, Tomas Alfredson und Christian Lollike. Seit 2004 entwirft und inszeniert Rufus Didwiszus mit Joanna Dudley eigene Musik-Theater-Performances, u.a. in den Sophiensaelen, an der Schaubühne und im Radialsystem in Berlin sowie im BOZAR in Brüssel. Mit seiner Band «Friedrichs» war er in Der weisse Wolf am Staatstheater Stuttgart zu sehen. Zudem war er als Gastdozent an der Akademie der Bildenden Künste München und an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee tätig. In jüngster Zeit entwarf Rufus Didwiszus u.a. Bühnenbilder für Medea an der Oper Stockholm, für das Ballett Zürich (Nussknacker und Mausekönig) und für die Komische Oper Berlin (Fiddler on the roof).

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern12, 18, 20, 25, 27, 31 Oct; 01, 10, 14 Nov 2019 Nussknacker und Mausekönig05, 06, 10, 20, 24, 29 Mar; 03 Apr 2020


Emma Ryott, Kostüme

Emma Ryott

Emma Ryott trained at Trent Polytechnic with a BA in Theatre Design. Ever since their first collaboration in 2003, Emma Ryott and Christian Spuck continued working together for ballet and opera productions, such as Lulu. Eine Monstretragödie in Stuttgart, Anna Karenina in Zurich, Oslo and Moscow, Romeo und Julia in Zurich, Woyzeck in Oslo and Zurich, Das Fräulein von S. in Stuttgart, Leonce und Lena in Montréal, Stuttgart und Zurich, Der Sandmann in Stuttgart und Zurich, Poppea/Poppea und Don Q. for Gauthier Dance, The Return of Ulysses for das Royal Ballet of Flanders, La Damnation de Faust at the Deutsche Oper Berlin, Falstaff in Wiesbaden and Orfeo ed Euridice in Stuttgart. She also works closely with director Keith Warner. Their collaborations include Mathis der Maler at Theater an der Wien, Manon Lescaut at the English National Opera as well as La Damnation de Faust and Harbison’s The Great Gatsby at the Semperoper Dresden. Other designs were created for Sunset Boulevard and Manon Lescaut (Goteborg), Otello (Salzburg), The Heart of Robin Hood for the Royal Shakespeare Company (awarded with Elliot Norton Award for outstanding design), Rock ‘n Roll by Tom Stoppard (London Royal Court, West End and Broadway), Chekhov-trilogy directed by Jonathan Kent (National Theatre, London) and the New Year’s Day Concert, Vienna, 2016.

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern12, 18, 20, 25, 27, 31 Oct; 01, 10, 14 Nov 2019 Messa da Requiem20, 24, 29 Nov; 01, 07, 11, 14, 22, 29 Dec 2019


Martin Gebhardt, Lichtgestaltung

Martin Gebhardt

Martin Gebhardt war Lichtgestalter und Beleuchtungsmeister bei John Neumeiers Hamburg Ballett. Ab 2002 arbeitete er mit Heinz Spoerli und dem Ballett Zürich zusammen. Ballettpro­duk­­­tionen der bei­den Compagnien führten ihn an re­­­­nom­­­mierte Theater in Eu­ro­­pa, Asien und Amerika. Am Opernhaus Zürich schuf er das Lichtdesign für In­szenie­run­gen von Jürgen Flimm, Grischa Asagaroff, Matthias Hartmann, David Pountney, Moshe Leiser/Patrice Caurier, Da­miano Mi­chie­­letto und Achim Freyer. Bei den Salzburger Festspielen kreierte er die Lichtgestaltung für La bohème und eine Neufassung von Spoerlis Der Tod und das Mädchen. Seit der Spielzeit 2012/13 ist Martin Gebhardt Leiter des Beleuchtungswesens am Opernhaus Zürich. Eine enge Zu­sam­men­arbeit verbindet ihn heute mit dem Cho­reo­grafen Christian Spuck (u.a. Win­ter­­reise, Nussknacker und Mause­könig, Messa da Requiem, Anna Karenina, Woy­zeck, Der Sandmann, Leonce und Lena). In jüngster Zeit war er ausserdem Lichtdesigner für die Choreografen Edward Clug (u.a. Strings, Le Sacre du printemps und Faust in Zürich; Petruschka am Moskauer Bolschoitheater), Alexei Ratmansky, Wayne McGregor, Marco Goecke, und Douglas Lee. Mit Christoph Mar­tha­ler und Anna Viebrock arbeitete er beim Händel-Abend Sale und Rossinis Il viaggio a Reims in Zürich sowie bei Lulu an der Hamburgischen Staatsoper zu­sam­men. Geplant sind Les Huguenots an der Oper Genf.

Die Csárdásfürstin08, 11, 13, 16, 18, 24, 26, 29 Apr; 03 May 2020 Das Mädchen mit den Schwefelhölzern12, 18, 20, 25, 27, 31 Oct; 01, 10, 14 Nov 2019 Messa da Requiem20, 24, 29 Nov; 01, 07, 11, 14, 22, 29 Dec 2019 Il turco in Italia13, 19, 28 Dec 2019; 03 Jan 2020 Nussknacker und Mausekönig05, 06, 10, 20, 24, 29 Mar; 03 Apr 2020 Kreationen21 Mar 2020 Faust - The Ballet07, 12, 14 Jun 2020 Carmen09, 12 Jul 2020


Tieni Burkhalter, Video-Design

Tieni Burkhalter

Tieni Burkhalter studierte Bildende Kunst an der Züricher Hochschule der Künste. Seine Arbeiten waren Bestandteil von mehreren Ausstellungen und Videofestivals, u.a. der Videoex in Zürich und der Biennale de l‘image en mouvement in Genf. Daneben war er als freier Mitarbeiter für das Schweizer Fernsehen sowie für verschiedene Filmagenturen als Kameramann und Ausstatter tätig und unterstützt bis heute zahlreiche Zürcher Galerien in Zusammenarbeit mit ihren KünstlerInnen. Seit 2009 ist er als Videooperateur und -produzent tätig. Am Opernhaus Zürich war Tieni Burkhalter Videodesigner für Der fliegende Holländer (Inszenierung: Andreas Homoki) und das Balletts A-Life (Choreografie: Douglas Lee).

Die Sache Makropulos25, 28 Sep; 06, 09, 13, 17, 22 Oct 2019 Faust - The Ballet07, 12, 14 Jun 2020 Das Mädchen mit den Schwefelhölzern12, 18, 20, 25, 27, 31 Oct; 01, 10, 14 Nov 2019 Coraline24, 29 Nov; 01, 10, 13, 14 Dec 2019; 02 Jan; 01, 08, 16, 29 Feb; 17, 26 Apr 2020


Raphael Immoos, Choreinstudierung

Raphael Immoos

Raphael Immoos ist Professor für Chorleitung und Dirigent verschiedener Vokalensembles an der Hochschule für Musik in Basel sowie künstlerischer Leiter der Sommerakademie Thun. Von 2000 bis 2013 dirigierte er das Akademische Orchester Basel und von 2004 bis 2013 das Vokalensemble Cappella Nova. Seit 2013 hat Raphael Immoos die künstlerische Leitung der Basler Madrigalisten inne. Rundfunk- und CD-Aufnahmen, Gastauf­tritte bei Chören und Orchestern sowie Jurorenämter und Meisterkurse im In- und Ausland dokumentieren seine vielseitige Tätigkeit. Besondere Anliegen sind Raphael Immoos die Recherche selten aufgeführter Werke des 17. und 18. Jahrhunderts sowie die Pflege und Förderung neuer Musik unserer Zeit mit zahlreichen Ur- und Schweizer Erstaufführungen, u. a. von Thomas Jennefelt, Frederico Zimmermann Aranha, Barry Mills, Yuri Lanyuk, Georg Friedrich Haas, Andreas Fervers, Eric Oña, Hans-Martin Linde und von Schweizer Komponisten wie Thüring Bräm, Beat Furrer, Caspar Diethelm, Heinz Holliger, Christian Henking, Javier Hagen, Beat Gysin, Mela Meierhans, Rudolf Jaggi, Franz Rechsteiner, Michel Roth, Thomas Kessler, Alfred Knüsel, Roland Moser und Jürg Wyttenbach.

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern12, 18, 20, 25, 27, 31 Oct; 01, 10, 14 Nov 2019


Alina Adamski, Sopran 1

Alina Adamski

Alina Adamski stammt aus Polen. Sie studierte an der Musikakademie Łódź und am Konservatorium in Rovigo. Sie war Mitglied der Opernakademie an der Oper Warschau. Die Königin der Nacht (Die Zauberflöte) sang sie in Poznan und Warschau. Als Teilnehmerin des Young Singers Project sang sie bei den Salzburger Festspielen 2017 Frau Silberklang in Der Schauspieldirektor für Kinder. Von 2017 bis 2019 war Alina Adamski Mitglied des Internationalen Opernstudios in Zürich. Hier war sie u.a. als Atala (Häuptling Abendwind), Sandrina (La finta giardiniera), Maria Bellacanta (Hexe Hillary geht in die Oper), Rumpelwicht (Ronja Räubertochter), Amanda (Le Grand Macabre) und in der Uraufführung Last Call von Michael Pelzl zu erleben. Bei den Salzburger Festspielen 2019 sang sie in Adriana Lecouvreur an der Seite von Anna Netrebko. Demnächst singt sie Gilda (Rigoletto) an der Oper Frankfurt und den Waldvogel (Siegfried) unter Vladimir Jurowski in London.

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern12, 18, 20, 25, 27, 31 Oct; 01, 10, 14 Nov 2019


Yuko Kakuta, Sopran 2

Yuko Kakuta

Yuko Kakuta stammt aus Japan. Sie studierte Gesang an der Musikhochschule ihrer Heimatstadt, an der Staatlichen Universität der Künste in Kyoto und an der Universität der Künste in Berlin. Bei den Festspielen in Aix-en-Provence debütierte sie als Hermia in Brittens A Midsummer Night’s Dream. Von 2002 bis 2006 war sie Ensemblemitglied der Staatsoper Hannover, von 2006 bis 2018 gehörte sie der Staatsoper Stuttgart an. Hier sang sie u.a. Adele (Die Fledermaus), das Kind in Chaya Czernowins Kammeroper Pnima, Rosina (Il barbiere di Siviglia), Ilia (Idomeneo), Celia (Lucio Silla), Despina (Così fan tutte), Susanna (Le nozze di Figaro), Amor (Orphée et Eurydice), Musetta (La bohème), Morgana (Alcina) und Cupido (Orpheus in der Unterwelt). Sie war Solistin der zeitopern-Produktion GOT LOST mit Musik von Helmut Lachenmann und gastierte damit am Theater Bern, bei der Salzburger Biennale und an der Oper Frankfurt. In Das Mädchen mit den Schwefelhölzern war sie an der Deutschen Oper Berlin, bei der Ruhrtriennale und am Teatro Colón in Buenos Aires zu erleben. Die Königin der Nacht (Die Zauberflöte) sang sie am Aalto-Theater in Essen und in Japan. Neben Kompositionen von Helmut Lachenmann setzt sie sich auch für weitere Komponisten des 20./21. Jahrhunderts ein, darunter Arnold Schönberg, Anton Webern, Luigi Nono, Toshio Hosokawa und Wolfgang Rihm. Mit der Pianistin Yukiko Sugawara gastierte sie in Japan und beim Lucerne Festival. In der Saison 2019/20 singt sie u.a. die Königin der Nacht am Theater Heidelberg und gastiert beim Festival «November Music» in Holland, bei «Wien Modern» und beim Tokyo Symphony Orchestra.

Concert and discussion with Helmut Lachenmann08 Nov 2019 Das Mädchen mit den Schwefelhölzern12, 18, 20, 25, 27, 31 Oct; 01, 10, 14 Nov 2019


Yukiko Sugawara, Erstes Klavier

Yukiko Sugawara

Yukiko Sugawara stammt aus Japan. Sie studierte Klavier am Toho-Musik Colleg in Tokyo bei Aiko Iguchi. In Deutschland setzte sie ihr Studium bei Hans Erich Riebensahm in Berlin und bei Aloys Kontarsky in Köln fort. Sie gewann mehrere internationale Preise, darunter den Kranichsteiner Musikpreis. Seither konzertierte sie auf vielen europäischen Festivals, so u.a. bei den Donaueschinger Musiktagen, beim ECLAT-Festival Stuttgart, beim Holland Festival, den Berliner Festwochen, März Musik in Berlin, dem Festival dʼAutomne à Paris, dem Warschauer Herbst, den Salzburger Festspielen, Ars Musica Brüssel, Musicadhoy Madrid und beim AVANTI!-Festival in Finnland. Als Solistin hat sie mit Dirigenten wie Pierre Boulez, Sylvain Cambreling, Peter Eötvös, Peter Hirsch, Lothar Zagrosek, Hans Zender, Peter Rundel, Baldur Brönnimann und Emilio Pomárico konzertiert. Als Kammermusikerin ist sie in unterschiedlichsten Formationen tätig. Zahlreiche Werke wurden für sie geschrieben. International geht sie einer intensiven Lehrtätigkeit nach. Von 2003 bis 2005 hatte sie eine Gastprofessur für Klavier und Kammermusik an der Musikhochschule Saarbrücken inne. Zahlreiche Aufnahmen mit Yukiko Sugawara erschienen bei den unterschiedlichsten Labels. Ihre Einspielung von Helmut Lachenmanns Serynade erhielt den Preis der Deutschen Schallplattenkritik.

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern12, 18, 20, 25, 27, 31 Oct; 01, 10, 14 Nov 2019 Concert and discussion with Helmut Lachenmann08 Nov 2019


Tomoko Hemmi, Zweites Klavier

Tomoko Hemmi

Tomoko Hemmi stammt aus Japan. Ihr Klavierstudium absolvierte sie an der Musikhochschule Stuttgart bei Fernande Kaeser und André Marchand. Europaweit tritt sie regelmässig bei den bedeutenden Festivals für neue Musik auf, u.a. bei den Darmstädter Ferienkursen, dem Akiyoshidai Festival und den Donaueschinger Musiktagen. Neben Hemmis solistischer und kammermusikalischer Tätigkeit verbindet sie auch mit zahlreichen zeitgenössischen Komponisten eine enge Zusammenarbeit. Bereits in der Stuttgarter Inszenierung von Helmut Lachenmanns Oper Das Mädchen mit den Schwefelhölzern übernahm sie den Klavierpart. Zu Tomoko Hemmis umfangreichen CD-Publikationen zählt u.a. die Einspielung des Klavierwerks von Mark Andre.

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern12, 18, 20, 25, 27, 31 Oct; 01, 10, 14 Nov 2019


Mayumi Miyata, Shō

Mayumi Miyata

Mayumi Miyata gehört zu den international renommiertesten Interpretinnen der japanischen Mundorgel Shō. 1997 war sie an der Uraufführung von Helmut Lachenmanns Das Mädchen mit den Schwefelhölzern an der Hamburgischen Staatsoper beteiligt. Anschliessend übernahm sie diesen Part in Produktionen des Staatstheaters Stuttgart, der Opéra de Paris, der Ruhrtriennale, der Deutschen Oper Berlin und der Suntory Hall in Tokio. Neben der traditionellen japanischen Hofmusik «Gagaku» interpretiert Mayumi Miyata vor allem zeitgenössische Kompositionen, u.a. von John Cage, Toru Takemitsu, Toshio Hosokawa und Gerhard Stabler. Sie ist regelmässiger Gast bei internationalen Festivals und arbeitete mit Dirigenten wie Seiji Ozawa, André Previn, Vladimir Ashkenazy, Kazushi Ono und der isländischen Sängerin Björk zusammen. Bei der Eröffnung der Olympischen Winterspiele 1998 in Nagano spielte sie auf ihrem Instrument die japanische Nationalhymne.

Das Mädchen mit den Schwefelhölzern12, 18, 20, 25, 27, 31 Oct; 01, 10, 14 Nov 2019